Kommunikation mit Schwerhörigen

Schreien ist der falsche Weg, sich Schwerhörigen verständlich zu machen. Mit deutlichem Sprechen erreicht man mehr. Das liegt daran, dass Menschen mit Hörproblemen besonders die hohen Töne nicht mehr so gut hören wie früher. Damit die Kommunikation von normal Hörenden mit Schwerhörigen besser gelingt, gibt die Fördergemeinschaft Gutes Hören (FGH) Tipps.

Die 6 Tipps der FGH für die Kommunikation

  1. Schreien bringt nichts: Sprechen Sie deutlich und in langsamem, gleichmäßigem Tempo sowie in kurzen Sätzen.
  2. Sie machen es Hörgeräteträgern leichter, Sie zu verstehen, wenn Sie sie beim Sprechen ansehen, möglichst im Licht stehen und Sie Ihren Mund nicht verdecken. Die Bewegungen von Mund und Lippen helfen Menschen mit Hörproblemen, die gesprochenen Worte im Kontext zu erkennen.
  3. Wenn Ihr Gesprächspartner etwas nicht versteht, wiederholen Sie den vollständigen Satz und nicht nur das letzte Wort. Bleiben Sie geduldig!
  4. Nähern Sie sich einem Menschen mit Hörproblemen nicht von hinten. Er könnte Sie nicht hören und sich erschrecken.
  5. Helfen Sie Schwerhörigen in Gesprächsrunden mit mehreren Gesprächspartnern oder starken Hintergrundgeräuschen. Informieren Sie ihn über das Thema und ziehen Sie ihn durch direkte Ansprache ins Gespräch.
  6. Wenn Sie das Gespräch schwierig finden, denken Sie bitte daran, dass Menschen mit Hörproblemen es viel schwerer haben als Sie.

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Hörgeräte sorgen für optimale Kommunikation trotz Schwerhörigkeit.

Hörgeräte sorgen für optimale Kommunikation trotz Schwerhörigkeit.


Den Hörschäden unbedingt vorbeugen

Diese Regeln gelten im Umgang von Normalhörenden mit Schwerhörigen und Hörgeräteträgern. Letztere brauchen Ihre Unterstützung besonders, wenn sie die Geräte erst seit kurzem tragen oder in schwierigen Hörsituationen in Restaurants und bei Konferenzen sind. Denn man muss immer bedenken: Moderne Hörgeräte gleichen Hörverluste zwar weitgehend aus, können aber einmal zerstörte Hörsinneszellen nicht wieder zum Leben erwecken. Vorbeugung von Hörschäden bei Jüngeren ist daher genauso wichtig wie das frühzeitige Tragen von Hörgeräten nach Feststellen eines Hörschadens. (fgh)


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