Hörverstärker: Partielle Unterstützung

Hörverstärker sind dem Prinzip eines Hörgerätes nachgeahmt und ähneln diesen im Funktionsprinzip. Im Gegensatz zu Hörgeräten sind Hörverstärker jedoch keine medizinischen Produkte und können ohne Verordnung eingesetzt werden.

Was sind eigentlich Hörverstärker?

Hörverstärker sind eher eine Hörhilfe, die zeitweise zum Einsatz kommen kann. In der Regel werden alle akustischen Signale verstärkt, die von dem Mikrofon wahrgenommen werden. Hörverstärker verfügen über ein Mikrofon, können aber auch je nach Modell mehrere Mikrofone beinhalten. Darüber hinaus haben die Geräte einen Lautsprecher und einen Verstärker. Oft ähneln die Hörverstärker der Optik eines Hörgerätes und sind in der Bauform dem Hinter dem Ohr-Hörgerät ähnlich. Die eigentliche Technik befindet sich in einem separaten Gehäuse und die Verbindung zum Ohr erfolgt via Kopfhörer. Im Gegensatz zu einem klassischen Hörgerät werden alle Geräusche verstärkt, sodass auch unangenehme Geräusche wie Windrauschen, Knall oder Musik deutlicher zu hören sind. Dadurch ist der Hörkomfort deutlich geringer, denn es kommt zu störenden Nebeneffekten.

Grundsätzlich ist ein Hörverstärker allerdings geeignet, um einen Hörverlust auszugleichen. Aber der Einsatz sollte zeitlich begrenzt sein. Für einen Kinobesuch oder einen Konzertbesuch kann der Hörverstärker gute Dienste leisten. Optisch wirken die Geräte wie kleine MP3-Player. Da es sich nicht um ein medizinisches Produkt handelt, können die Modelle auch ungeprüft auf den Markt gelangen, weswegen es zu Qualitätsunterschieden kommen kann. Neben der Qualität sorgt der Preis für den größten Unterschied.

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Hörverstärker sind keine medizinischen Geräte. Sie verstärken lediglich Geräusche.


Wo können Hörverstärker eingesetzt werden?

Die kleinen Geräte können als Hörhilfe eingesetzt werden. Für einen dauerhaften Einsatz sind die Hörverstärker aber weniger geeignet. Auch kann es bei den Geräten zu selbst produzierenden Tönen kommen, die das Ohr nachhaltig schädigen können. Als kleine Hilfe im befristeten Einsatz kann diese Hörhilfe allerdings das Hören verbessern. Als Alternative zu einem klassischen Hörgerät gelten die Hörverstärker jedoch nicht. Zum einen können sie nicht an die individuellen Anforderungen des Trägers angepasst werden und geben so lediglich alle Geräusche verstärkt wieder. Zum anderen können die Hörverstärker auch nur bedingt individuell eingestellt werden. Feinabstimmungen, die die jeweilige Hörbeeinträchtigung ausgleichen, sind nicht möglich. Menschen, die lediglich eine zeitweilige technische Unterstützung benötigen, können auf Hörverstärker zurückgreifen. Durch das Richtmikrofon ist es möglich, die Richtung zu orten und das Gehör zu unterstützen.

Hörverstärker oder doch lieber ein Hörgerät?

Wenn das eigene Hörvermögen beeinträchtigt ist, sollte ein Facharzt eine Untersuchung und Hörtests durchführen. Durch die professionelle Diagnose ist der individuelle Grad der Schwerhörigkeit attestierbar. Mit Hilfe des Hörgeräteakustikers wird dann das passende Hörgerät ausgesucht und an die individuellen Anforderungen des Ohres angepasst. Das Hörgerät ermöglicht eine optimale Versorgung und Bedarf einer professionellen Einstellung. Ein Hörverstärker ist dagegen nur eine Hörhilfe, die temporär eingesetzt werden sollte. Er verstärkt lediglich die Signale, bietet aber keine Lösung bei einer Hörschädigung.

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Ganz oder gar nicht! Für eine optimale Behandlung empfehlen wir Hörgeräte

Hörgeräte sind das entscheidende Puzzleteil auf dem Weg zum besseren Hören


Durch den Einsatz von Hörverstärkern kann unter Umständen der Grad der Schwerhörigkeit verschlimmert werden. Die Hörhilfe ist im Gegensatz zu einem Hörgerät frei verkäuflich und kann von jedem erworben werden. Ein Hörgerät ist im Gegensatz dazu in der Regel nur bei einem Akustiker erhältlich, der professionell berät und auch Einstellungen vornimmt. Auf lange Sicht sind deshalb immer Hörgeräte die bessere Wahl. Zwar kann bei dieser Art der Hörhilfe der Frequenzgang angepasst und die Lautstärke begrenzt werden, aber klassische Hörgeräte erfüllen diesen Dienst ebenso und verfügen über weitere Features. Wenn das eigene Hörverständnis nachlässt, sollte der Gang zum Facharzt erfolgen, um weitere Schädigungen zu vermeiden. Ebenso wie Lesebrillen sind die Geräte zwar frei verkäuflich, garantieren aber lediglich einen generellen Verstärkungswert, der nicht an das eigene Hörvermögen angepasst werden kann. Der Verstärker tarnt sich zwar als Telefon-Headset und lässt Töne lauter klingen, kann aber langfristig das Hörgerät nicht ersetzen. Der Verstärker ist für wenig Geld erhältlich und verzichtet auf kostspielige Qualitätsüberprüfungen und Zulassungsmessungen.

Gerade bei dem eigenen Gehör sollte Wert auf Professionalität und Fachwissen gelegt werden. Beides ist bei einem gut ausgebildeten Akustiker garantiert. Für Personen, die noch kein medizinisches Hörgerät benötigen und bei denen die Hörschwäche nicht für die Verordnung eines Hörgerätes ausreicht, kann der Verstärker eingesetzt werden. Als Unterstützer bietet das Gerät gute Dienste. Dabei ist immer der partielle und zeitlich begrenzte Einsatz wichtig. Hält eine Hörschwäche länger an, so sollte der Arzt aufgesucht werden, denn aus einer anfänglichen Hörschwäche kann schnell eine Schwerhörigkeit resultieren, die nachhaltige Einschränkungen verursachen kann. Hörgeräte sind die medizinische Alternative, die zudem auch seitens der Krankenkassen erstattet werden können.


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