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Der Hörvorgang



 

 

 

 

Schnecke in zusammen- und in aufgerollter Darstellung

Durch die Ohrmuschel und den Gehörgang gelangen die Schallwellen zum Trommelfell. Sie versetzen das Trommelfell in Schwingungen. Die Gehörknöchelchen werden mitbewegt und übertragen die Schwingungen auf das Ovale Fenster.
Um die Ohrlymphe in der Schnecke in Schwingung zu bringen, ist zusätzliche Kraft erforderlich, denn Flüssigkeit ist nicht so leicht zu bewegen wie Luft. Im Mittelohr wird der Schalldruck 20-fach verstärkt. Die Schwingungen des 85 qmm großen Trommelfells werden auf das nur 3,5 qmm große Ovale Fenster konzentriert übertragen. 

Zudem verstärkt die Hebelwirkung die Kraft der Gehörknöchelchen. Ihre kurzen und kräftigen Stöße erzeugen in der Ohrlymphe Wellen. Diese durchlaufen den Vorhofgang und den Paukengang. Am Ende des Paukengangs schwingen sie im runden Fenster aus.
Die Schwingungen der Ohrlymphe übertragen sich auf die elastische Grundmembran. Dadurch werden die Sinneszellen gereizt. Der Hörnerv leitet die Erregungen zum Gehirn. Dort entsteht der Höreindruck.