Infothek: Hörprobleme bei Kindern                                                                   

Hörprobleme in der Schule

 Foto: Widex micro-technic

Ob PISA-Studie oder Halbjahreszeugnisse: Schlechte Leistungen in der Schule sind nie willkommen. Schulprobleme können auch auftreten, weil ein Kind nicht gut hören kann. Wer aufgrund einer Hörminderung nicht alles versteht, was Lehrer erklären, bringt in der Schule schlechtere Leistungen. Eine amerikanische Studie belegte zudem, dass sich schon ein geringer Hörverlust fatal auswirkt: Jedes dritte Kind, das nicht ganz optimal hören kann, bleibt in der Schule sitzen.

Bereits minimale Hörstörungen führen zu schlechteren schulischen Leistungen und schwächen das Selbstvertrauen. Die soziale Einbindung in die Klassengemeinschaft ist geringer und Stress wird stärker empfunden. Diese Ergebnisse brachte eine Untersuchung an 1.228 Schülern in den Vereinigten Staaten. Dabei wurden bei allen Schülern das Gehör und die schulischen Leistungen überprüft. 

Bei jedem neunzehnten Kind (5,4 Prozent) wurde ein minimaler Hörverlust festgestellt. Alle diese Schüler galten bis dahin als normal hörend. Keines der Kinder war mit Hörgeräten versorgt. Jedes dritte dieser Kinder musste bereits die Klasse wiederholen. Bei weiteren 5,9 Prozent der Schüler wurde ein größerer Hörverlust festgestellt. Hier könnten in den meisten Fällen gut angepasste Hörsysteme helfen, die Hörminderung auszugleichen. Insgesamt hatten also 11,3 Prozent der Schulkinder Hörprobleme. Das sind in einer durchschnittlichen Schulklasse drei von dreißig Schülern.

Seit nunmehr fast zwei Jahren unterstützt die Fördergemeinschaft Gutes Hören das Unterrichtskonzept "Take care of your ears". In etwa 3.500 Schulen in Deutschland werden seit-dem Schüler und Lehrer auf das sensible Thema Hören aufmerksam gemacht. Dazu gehören auch kostenlose Hörtests. Denn nur, wer sein Problem erkannt hat, kann es lösen. (fgh)