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Hörprobleme bei Kindern und Babys



Foto: Forum Besser Hören

Hörprobleme bei Babys und Kindern
Etwa zwei von 1.000 Kindern kommen in Deutschland schwerhörig oder gehörlos zur Welt. Daneben gibt es viele Kinder, die mittelgradig oder leicht schwerhörig sind. Hörstörungen können auch im Verlauf der Kindheit auftreten. Bleibt eine solche Hörstörung monate- oder gar jahrelang unentdeckt, wirkt sich dies auf die gesamte Entwicklung des Kindes aus. Das Bundesgesundheitsministerium plant - im Anschluss an derzeit laufende Pilotstudien -, eine grundsätzliche Hörprüfung aller Neugeborenen einzuführen. Ein solches generelles Hörscreening wird in einigen Ländern (z. B. Österreich, USA) bereits durchgeführt und bei uns seit Jahren von vielen Fachleuten gefordert. Denn noch immer werden Hörminderungen bei Kindern zu spät entdeckt. Im Durchschnitt ist ein Kind bei uns bereits 2 1/2 Jahre alt, bis eine Schwerhörigkeit entdeckt wird, die seit der Geburt besteht.

Viele Kinder sind betroffen

In den alten Bundesländern soll es 7.000 bis 8.000 hochgradig schwerhörige Kinder geben. Man geht davon aus, dass 80.000 bis 150.000 Kinder mittelgradig schwerhörig sind. Drei bis vier Prozent aller Kinder sollen an einer leichtgradigen Schwerhörigkeit leiden. Daraus würde sich eine Gesamtzahl von weit über 500.000 Kindern mit behandlungsbedürftigen Hörstörungen ergeben.

Nach Angaben des Deutschen Zentralregisters für kindliche Hörstörungen in Berlin ist bei rund 80.000 Kindern das Hörvermögen so hochgradig gestört, dass sie spezielle Sonderschulen besuchen müssen. Kinder mit zentralen Hörstörungen wurden bei all diesen Zahlen nicht berücksichtigt. Schon minimale Hörstörungen führen zu geringerem Selbstvertrauen, stärker empfundenem Stress und schlechteren schulischen Leistungen. (dgk)