Infothek: Hörschäden                                                                   
Wie wirken sich Hörschäden auf das Leben aus?



Foto: Fördergemeinschaft Gutes Hören

Kurz gesagt: Nicht korrigierte Hörschäden belasten das Leben sehr. An erster Stelle der Probleme steht das Gespräch, die Unterhaltung mit anderen, die erheblich beeinträchtigt ist. Äußerlich fallen Menschen mit Hörschäden nicht auf. Deshalb erfahren sie oft wenig Verständnis für ihre Schwierigkeiten.

Die Lebenssituation von hörgeschä- digten Menschen ist durch folgende Störungen geprägt:

Die Alarmierungsfunktion des Gehörs ist eingeschränkt. Besondere Schallreize wie Telefonklingeln, Türläuten, Knall, Schrei, Donner oder Hupen verlieren den Signal- und Warncharakter. Dies ist besonders im Straßenverkehr gefährlich.

Die fehlende Orientierungsfunktion verhindert die Ortung von Geräuschen und das räumliche Orientierungs- vermögen.

Sprechen und Verstehen lernen, der Spracherwerb bei Kindern, die Kommunikationsfunktion des Gehörs ist mehr oder weniger stark gestört. Dadurch ist die Berufswahl und die Freizeitgestaltung stark eingeschränkt. Ein hörgeschädigter Mensch hat Probleme, sich zu unterhalten und trifft oft auf Unverständnis. Das kann bis zum Rückzug in die Isolation führen.

Das "Nicht-Hören-Können" hat Informationsdefizite in vielen Bereichen des täglichen Lebens zur Folge. Die Informationsquellen der hörenden Umwelt, wie Fernsehen, Radio oder Telefon sind nur eingeschränkt nutzbar.

Hörgeschädigten entgehen häufig auch die Informationen zwischen den Zeilen, wie Ironie, Stimmungen, Erstaunen. Dadurch ist ihre soziale und emotionale Wahrnehmung eingeschränkt. (dgk)