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Kurz gesagt:
Nicht korrigierte Hörschäden belasten das Leben sehr. An erster Stelle
der Probleme steht das Gespräch, die Unterhaltung mit anderen, die
erheblich beeinträchtigt ist. Äußerlich fallen Menschen mit Hörschäden
nicht auf. Deshalb erfahren sie oft wenig Verständnis für ihre
Schwierigkeiten.
Die Lebenssituation von
hörgeschä- digten Menschen ist durch folgende
Störungen geprägt:
Die Alarmierungsfunktion des Gehörs ist eingeschränkt.
Besondere Schallreize wie Telefonklingeln, Türläuten, Knall, Schrei,
Donner oder Hupen verlieren den Signal- und Warncharakter. Dies ist
besonders im Straßenverkehr gefährlich.
Die fehlende Orientierungsfunktion verhindert die Ortung
von Geräuschen und das räumliche Orientierungs- vermögen.
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Sprechen und Verstehen lernen, der Spracherwerb bei
Kindern, die Kommunikationsfunktion des Gehörs ist mehr oder weniger
stark gestört. Dadurch ist die Berufswahl und die Freizeitgestaltung
stark eingeschränkt. Ein hörgeschädigter Mensch hat Probleme, sich zu
unterhalten und trifft oft auf Unverständnis. Das kann bis zum Rückzug
in die Isolation führen.
Das "Nicht-Hören-Können" hat
Informationsdefizite in vielen Bereichen des täglichen Lebens zur Folge.
Die Informationsquellen der hörenden Umwelt, wie Fernsehen, Radio oder
Telefon sind nur eingeschränkt nutzbar.
Hörgeschädigten entgehen häufig auch die
Informationen zwischen den Zeilen, wie Ironie, Stimmungen, Erstaunen.
Dadurch ist ihre soziale und emotionale Wahrnehmung eingeschränkt.
(dgk)
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