Digitale Hörgeräte: Individuelle Technik und Design

Digitale Hörgeräte sind Medizinprodukte in Form kleiner Mini-Computer, die den Hörverlust ausgleichen und die Sprache sowie Geräusche verstärken. Durch das Tragen eines Hörgeräts können Menschen mit Schwerhörigkeit wieder aktiv am Leben teilnehmen und mit anderen störungsfrei kommunizieren.

Technik der digitalen Hörgeräte

Um die Klänge aufzunehmen, verfügen digitale Hörgeräte über ein Mikrofon. Die Klänge werden von einem Computerchip im Inneren des Gerätes analysiert, der im Vorfeld von einem Hörakustiker individuell programmiert wurde. Digitale Hörgeräte wandeln akustische Signale in Ziffern (1 und 0) um, und transferieren diese dann wieder in ein analoges akustisches Signal, das für den Träger angepasst wird. Dabei ist es möglich, ein digitales Signal endlos zu wiederholen, ohne dass die Gesamtqualität der wahrgenommenen Signale beeinträchtigt wird. Der Aufbau eines Hörgeräts ist prinzipiell sehr einfach. Dabei bestehen die Hörhilfen aus einem oder mehreren Mikrofonen, einem digitalen Verstärker und einem Lautsprecher, der für die Weiterleitung der Schallsignale an das Ohr verantwortlich ist.

Durch die Miniaturisierung der elektronischen Bauteile sind die heutigen Hightech-Geräte nahezu unsichtbar. Auf einem minimalen Raum können Millionen von Informationen verarbeitet werden, die eine optimale Tonqualität gewährleisten. In der Praxis zeigt sich das digitale Hörgerät allerdings als hochkomplexes Produkt, das in den letzten Jahren eine große Entwicklung verbuchen konnte. Längst sind die Zeiten der klobigen und unförmigen Hörgeräte vorbei. Stattdessen bietet der Markt kleine und individuell angepasste Geräte, die für Außenstehende nahezu unsichtbar sind.

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Digitale Hörgeräte sind sehr kleine Hochleistungscomputer für ein optimales Hörerlebnis.

Digitale Hörgeräte sind sehr kleine Hochleistungscomputer für ein optimales Hörerlebnis.


Entwicklung der Hörgerätetechnik

Digitale Hörgeräte sind analogen Hörgeräten technisch überlegen. Anfänglich existierte lediglich die analoge Variante. Die analogen Hörhilfen hatten den Nachteil, dass Negativ-Merkmale (z.B. Störgeräusche) nicht ausgeblendet werden konnten. Mittlerweile werden auch analoge Hörgeräte mit digitaler Programmierung angeboten, sodass die negativen Merkmale weitestgehend beseitigt wurden. Die Signalverarbeitung bei analogen digitalen Hörgeräten erfolgt allerdings weiterhin analog. Jedoch kann die Justierung über eine Programmierschnittstelle erfolgen, auf die per Computer oder mit einem speziellen Programmiergerät zugegriffen werden kann. Die Erweiterung der Technik ermöglicht, das auch Fernbedienungen zur Einstellung der Hörgeräte benutzt werden können. Die digital programmierbaren Hörhilfen lassen nicht nur eine feinere Einstellung zu, sondern sind auch besser an das Gehör des Trägers anpassbar.

Bei modernen, digitalen Hörgeräten erfolgen die Einstellung und die Signalverarbeitung rein digital. Digitale Hörgeräte sind mit einem Mini-Computer ausgestattet, der das Mikrofon, die Verstärkung und den Lautsprecher steuert. Durch die neue Technik ist ein nichtlineares Arbeiten des Hörgeräts möglich. So begrenzen digitale Hörgeräte die Verstärkungsleistung auf ein angenehmes Level für den Träger. Die modernen Hörgeräte können durch Akustiker sehr fein justiert werden und ganz individuell an das jeweilige Gehör angepasst werden. Volldigitale Hörgeräte bieten ein Maximum an Komfort, denn sie minimieren Verzerrungen und das Verstärkereigenrauschen. Durch den Einsatz der Mehrkanaltechnik bieten die volldigitalisierten Hörgeräte eine optimale Lösung für jedes Hörproblem. Zudem ermöglichen sie eine nahezu störungsfreie Kommunikation mit Mobiltelefonen.

Vorteile von digitalen Hörgeräte

Digitale Hörgeräte vermeiden Stör- und Windgeräusche und schalten Rückkopplungen weitestgehend aus. Sie bieten darüber hinaus den Vorteil, dass die Sprache verstärkt werden kann. So erkennen digitale Hörgeräte unterschiedliche Hörsituationen teils automatisch und passen sich von selbst an die jeweilige akustische Umgebung an. Das verbessert das Sprachverstehen und zugleich den Klang. Die Hörsysteme können durch den integrierten Computer Intensitäten oder Frequenzen individuell verstärken. Weiterhin ist es möglich, die digitalen Hörgeräte so zu programmieren, dass der Schall nur aus einer Richtung kommt. Das ist sehr hilfreich, wenn der Träger in einer lärmintensiven Umgebung ein Gespräch führt.

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Digitale Hörgeräte unterdrücken Störgeräusche automatisch und sorgen für eine verbesserte Kommunikation.

Digitale Hörgeräte unterdrücken Störgeräusche und sorgen für eine verbesserte Kommunikation.


Verbesserung in der Optik und im Design

Digitale Hörgeräte verbinden kleinste Bauweisen mit optimaler Nutzung und Akzeptanz. Durch die Digitalisierung gibt es nahezu unsichtbare Hörgeräte, welche  trotzdem facettenreiche Sprachsignale wahrnehmen können. Neben der fast unsichtbaren Optik bieten digitale Hörgeräte ergonomisches Design, das individuell auf den jeweiligen Gehörgang angepasst werden kann – was den Tragekomfort erheblich erhöht. Durch das neue Design ist eine fast unauffällige Verbindung zwischen dem Ohr und dem Hörgerät möglich. Für den Träger ist das ein unschätzbarer Vorteil.

Auch im Inneren des Ohres sorgen digitale Hörgeräte für die optimale Belüftung des Gehörgangs. Das ergonomische Design wird zudem durch eine große Farbauswahl unterstützt. Digitale Hörgeräte sind in diversen Bauformen erhältlich. So gibt es Hörgeräte Modelle, die die Ohrmuschel ganz ausfüllen, und Hörgeräte, die zum großen Teil im Gehörgang verschwinden. Modernste Geräte können komplett in den Gehörgang eingelassen werden und sind somit kaum sichtbar. Diese “Im-Ohr-Hörgeräte” (IdO) sitzen direkt im Gehörgang, wobei die Hörgerätekomponenten in einer Schale platziert sind, die an den Gehörgang des Trägers angepasst werden kann. In der Regel werden Im-Ohr-Hörgeräte individuell angefertigt und basieren auf einem personalisierten Ohrabdruck. Dabei sind die Im-Ohr-Modelle in unterschiedlichen Hautfarben erhältlich, sodass sie auf den ersten Blick optisch kaum vom Außenohr zu unterscheiden sind. Die neuste Technik bietet kleinste Bauformen, bei der die Batterien allerdings häufiger ausgewechselt werden müssen. Im-Ohr-Geräte sind in der Regel kleiner als Hinter-dem-Ohr-Hörgeräte.


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