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Ohrenschutz
in Tablettenform
Sechshundert
US-Marinesoldaten wurden für eine Testreihe Ende 2003 eingeschrieben, bei
der sie Tabletten einnehmen sollen, um ihr Gehör bei Schießübungen zu schützen.
Die neue Pille könnte teilweisen oder völligen Schutz gegen Hörverlust
durch großen Lärm gewähren. Tierversuche mit den Tabletten haben bislang
ermutigende Ergebnisse gezeigt.
Unter der Leitung einer Forschergruppe werden die
Marines ihren üblichen Gehörschutz bei den Schießübungen täglich für
zwei Wochen mit der Behandlung ergänzen, berichtet CNN.com.
Allgemein büßen rund 10 Prozent der Soldaten trotz
Ohrstöpsel durch die Schießpraxis einen Teil ihres Gehörs ein. Die
Forscher erwarten, dass die Behandlung einen erweiterten Schutz bietet und
somit die Zahl der Marinesoldaten verringert, die an Hörverlust leiden.
Allerdings werden die Tabletten die Ohrstöpsel niemals ganz ersetzen können.Die
Forscher hoffen, dass die neue Behandlung die natürliche Abwehrkraft des
Ohres gegen schädigende Sauerstoffmoleküle, die sich durch starke Lärmbelastung
oftmals im Ohr bilden, schützen kann.
Lärmbedingter Hörverlust ist ein häufig vorkommender
Arbeitsschaden. Laut des US-amerikanischen Gesundheitsstatistik-Zentrums
"U.S. National Center for Health Statistics" führen rund 33
Prozent der von Hörverlust betroffenen Menschen ihr schlechtes Gehör auf
exzessiven Lärm zurück. Die Forscher hoffen, dass die Ohrstöpsel zusammen
mit der zusätzlichen Tablettenbehandlung einer großen Zahl an Personen,
die ein lautes Arbeitsumfeld haben, helfen werden.
Quelle:
www.cnn.com/health
19. Oktober 2003, "Pill Sought to Cut hearing Loss From Noise' &
National Health Interview, Survey, Serie 10, Nummer 188.
Fundstelle:
hear-it.org
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Der
Monokelmythos
In
Schweden bekommt nur jeder 4. hör- geschädigte Patient eine "binaurale
Versorgung," d. h. Hörgeräte für beide Ohren. Die Mehrheit muss mit
nur einer Hörhilfe auskommen. Der schwedische Verband für Hörgeschädigte,
"HRF", steht diesem Verfahren kritisch gegenüber und taufte den
Zustand "Monokelmythos."
"Hörgeschädigte sollten zwei Hörgeräte
bekommen, es sei denn, etwas Besonderes spricht dagegen," so die
Aussage von Arne Leijon, Professor für Hörtechnologie an der Königlichen
Technischen Universität in Stockholm zum Magazin "Auris" (8,
2000).
Der schwedische Professor hatte für ein neues Buch
umfangreiche Forschungsdaten zusammengetragen. Seine Studie zeigt, dass sich
fast alle Akademiker über die Vorteile einer binauralen Versorgung einig
sind. Arne Leijon veranschaulicht seinen Standpunkt durch eine ganze normale
Alltagsituation: Bei einem Abendessen oder Familientreffen hat eine hörgeschädigte
Person meist Schwierigkeiten, sich auf ein Gespräch zu ihrer Linken zu
konzentrieren, wenn sie nur über eine Hörhilfe im rechten Ohr verfügt.
"Es
ist eine Tatsache, dass fast jeder Betroffene Nutzen aus einer binauralen
Versorgung zieht - mit Ausnahme derjenigen, die auf einem Ohr normal hören
-," so der Professor.
Und dennoch müssen 73 % der Hörgeschädigten in
Schweden zunächst nur mit einer Hörhilfe auskommen.
Arne Leijon zufolge halten viele Schweden eine "monaurale",
d.h. einseitige Versorgung für ausreichend. Sie gehen davon aus, dass man
ihnen nur ein Hörgerät gibt und fordern deshalb auch nur eins. Oftmals
kommt hinzu, dass sie ein ungeeignetes oder schlecht angepasstes Hörgerät
bekommen.
"Niemand erwartet von einem Kurzsichtigen, sich mit
einem Monokel, anstatt einer ordentlichen Brille zufrieden zu geben. Aber
offenbar ist das ist bei Schwerhörigen der Fall. Der
"Monokelmythos" lebt," schreibt "Auris".
Fundstelle:
hear-it.org
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Hören
im Fokus der Generationen
Ab sofort ist mit dem
Ratgeber "Das Leben hören" ein
kostenloses Nachschlagewerk auf dem Markt, das – erstmals
generationenspezifisch –
über Schwerhörigkeit informiert. Damit ist der Ratgeber einzigartig in
Deutschland.
" Wir haben uns im ersten Schritt überlegt, welche Lebensumstände
bzw.
Lebenssituationen für verschiedene Generationen typisch sind", so
Silke Brandes vom
Hamburger Forum Besser Hören, dem Herausgeber des Ratgebers. "Im
zweiten
Schritt haben wir diese Lebensphasen in direkte Beziehung zum Hören
gesetzt. Die
Bedürfnisse und Anforderungen an besseres Hören sind für Kleinkinder
beispielsweise
aufgrund der Sprachentwicklungsphase gänzlich andere als für Jemanden in
den
besten Jahren. Genauso spielt das Hören bei Berufstätigen eine andere
Rolle als bei
Kindern und Jugendlichen, die in der Schule bestehen wollen. Diese Aspekte
sind in
unserem Nachschlagewerk erstmals konsequent berücksichtigt und umgesetzt
worden."
Der erste Teil besteht deshalb aus vier Kapiteln, die Schwerhörigkeit
jeweils getrennt
aus Sicht von Neugeborenen/Kleinkindern, Jugendlichen, Erwachsenen und
Senioren
darstellen – dies auch unter dem Aspekt der altersgerechten Hörgeräte-Anpassung.
Der zweite Teil bietet Service pur: Wichtige Begriffe werden in einem
Glossar leicht
verständlich erläutert, außerdem gibt es eine umfangreiche Übersicht an
Adressen,
Weblinks und Literaturtipps.
Der Ratgeber ergänzt die Publikationen des Forum Besser Hören, dem Presse-
und
Informations- zentrum der deutschen Hörgeräte-Industrie,
perfekt.
Die Broschüre
"hören" setzt den Fokus auf die Funktionsweise des Gehörs und
das Leistungsvermögen
moderner HörSysteme. Der Flyer "Wissen" beantwortet die fünfzehn
wichtigsten
Fragen rund um Schwerhörigkeit und die Anpassung von Hörgeräten beim
Hörgeräte- Akustiker. Die Homepage unter www.forumbesserhoeren.de schließlich
bietet neben konsequent vernetzten Informationen zu besserem Hören mit
modernen
HörSystemen ebenfalls den Generationenansatz des neuen Ratgebers. Unter
„Spezial“
gibt es in der Hauptnavigation spezifische Tipps für Neugeborene bzw. deren
Eltern,
Jugendliche, Erwachsene und Senioren.
Schwerhörigkeit ist ein Thema von großer Bedeutung. In Deutschland gehen
Schätzungen
von ca. 15 Millionen Personen aus, die mehr oder weniger über ein
vermindertes
Hörvermögen verfügen. Dabei werden Menschen mit Hörproblemen immer jünger
und machen auch vor Neugeborenen nicht Halt. Etwa jedes zweite Kind von
Tausend wird mit einer Hörstörung geboren. Zudem sorgen Jugendliche
aufgrund
ihres Freizeitverhaltens mit Walkman-Hören und intensiven Diskobesuchen
selbst für
potenzielle Hörschäden, die nur durch einen bewussteren Umgang mit Lautstärke
in
den Griff zu bekommen sind. Prävention ist hierbei das alles entscheidende
Schlagwort.
Der
Ratgeber und weitere Informationen zum besseren Hören sind kostenlos
zu beziehen bei:
Forum Besser Hören, Spadenteich 1, 20099 Hamburg
Telefon: 040-284013-50, Fax: 040-284013-40,
eMail: info@forumbesserhoeren.de
Internet: www.forumbesserhoeren.de
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Hörgeschädigt
am Arbeitsplatz
Für
Hörgeschädigte kann ein Arbeitstag lang und anstrengend sein. Gespräche
mit Kollegen und die für die Kommunikation aufzuwendende Konzentration,
verbrauchen während des Arbeitstages viel Energie und können sowohl die
Laune als auch die Effizienz am Arbeitsplatz beeinträchtigen. Oftmals ist
das entmutigende Ergebnis eine Job-Kündigung.
Es mag verlockend sein, seinen Hörverlust geheim zu
halten. Viele finden es peinlich, den Kollegen oder Vorgesetzten davon zu
erzählen. Tatsächlich versäumen Hörgeschädigte oftmals, ihre Hörschädigung
zu erwähnen. Doch auf lange Sicht schafft ein unbehandelter und
geheimgehaltener Hörverlust für alle Beteiligten mehr Probleme, als wenn
man von Anfang an offen und ehrlich damit umgeht, auch wenn es zunächst
schwer fällt, die Tatsachen auf den Tisch zu legen.
Es ist bekannt, dass es sich für den Arbeitgeber
auszahlt, zuzuhören. Jeder Aufwand, der dem hörgeschädigten Arbeitnehmer
die Arbeit erleichtert, wird durch einen besonderen Einsatz von Seiten des
Arbeitnehmers für das gleiche Gehalt belohnt, laut einer Studie des
norwegischen Magazins für Hörgeschädigte "Din Hörsel".
Auf den folgenden Seiten sind praktische Hinweise zur
besseren Bewältigung eines Arbeitstages für Hörgeschädigte aufgeführt.
Die Ratschläge richten sich sowohl an hörgeschädigte Personen als auch an
deren Kollegen und Vorgesetzte. Wenn Sie an Hörverlust leiden oder einen hörgeschädigten
Kollegen haben, können Ihnen die Kommunikations-
Richtlinien vielleicht nützlich sein.
Quellen:
"How´s your work life? Assessing and Resolving Hearing Loss-Related
Problems in the Workplace", Hearing Loss, November/Dezember 2001, und
Din Hörsel, Nr.4, Mai 2003
Fundstelle:
hear-it.org
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Wenn
Böller Bellos Ohren bombardieren
Für uns gehören
sie zum Jahreswechsel, Tiere versetzen sie in Angst und Schrecken: Laute
Silvester-Knaller und fauchendes Feuerwerk strapazieren speziell das
empfindliche Gehör von Hund und Katze. Auch viele andere tierische
Hausgenossen wie Hamster, Meerschweinchen, Kaninchen oder auch Vögel sind
von der krachenden Pracht nicht entzückt und quälen sich mit panischer
Angst. Was also tun?
Der aus Funk und
Fernsehen bekannte Tierarzt Dr. Rolf Spangenberg empfiehlt, die Tiere durch
eine Geräusch-CD (vom Tierarzt) langsam und mit zunehmender Lautstärke an
erschreckende Knallgeräusche zu gewöhnen. Dabei werden Leckereien als
Belohnung eingesetzt, damit das Tier lernt, die Geräusche mit angenehmen
Erfahrungen zu verbinden. Sollte das Geräuschtraining nicht von Erfolg gekrönt
sein, rät Spangenberg zum rechtzeitigen Besuch beim Tierarzt. Dieser kann
Tranquilizer für die Nacht der Nächte verschreiben, die früh genug beim
Tier ausprobiert werden sollten. Wenn Sie Ihrem gefiederten Freund oder
haarigen Schützling auf milde und natürliche Weise die Angst nehmen möchten,
gibt es aber ebenfalls einen einfachen Tipp, der auch vielen Menschen in
Stresszeiten Erleichterung verschafft: Original Bach-Blüten (erhältlich in
der Apotheke). Alle 38 dieser sanften Blütenkonzentrate haben eine
ausgleichende Wirkung auf bestimmte Gemütsverfassungen und harmonisieren
das Tier ganzheitlich.
Quelle: rp-online
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Lärm
macht Lehrern zu schaffen
Kinder
und Jugendliche scheinen mehr Lärm zu machen als Bulldozer, Maschinen und
Presslufthammer. Wer unterrichtet und Kinder betreut, hat unter den Folgen
zu leiden. Lehrer leiden besonders darunter. Fast 70 Prozent der Schullehrer
und 80 Prozent anderer Lehrer und Unterrichter in Schulen sagen, dass ihnen
der Lärm sehr zu schaffen macht - das sind wesentlich mehr Leute als in
anderen Berufen.
Bei Mechanikern und Angestellten der Holzwirtschaft
finden z.B. 60 Prozent den Lärm an ihrem Arbeitsplatz unangenehm.
Der Trend verschlechtert sich noch für die besonders
betroffene Gruppe. Von 1990 bis 2000 hat sich die Anzahl an Lehrern, die
unter Lärm leiden, laut einer Studie des dänischen
Arbeitsmilieu-Institutes auf 7 von 10 Personen verdoppelt. Die
Arbeitsmilieu- Studie wurde mit Hilfe von 5000 Berufstätigen durchgeführt.
Die Lehrer fühlen sich zu Recht einem Risiko ausgesetzt. Laut Zahlen aus
Schweden belaufen sich die Krankheitstage, die auf Lärm zurückzuführen
sind, bei Lehrern auf eine wesentlich höhere Rate als bei anderen
Berufsgruppen. Lärm lässt sich bei sieben bis neun Prozent der
Krankheitstage von Lehrern als Grund angeben. Unter Bauarbeitern in der
Bauindustrie - die traditionell als Beschäftigung mit viel Krach gilt - ist
Lärm für sieben Prozent der Krankheitstage verantwortlich.
2001 brachten 1168 schwedische Arbeitnehmer Schäden zu
Protokoll, die durch Lärm am Arbeitsplatz verursacht wurden. Das entspricht
fünf Prozent aller schwedischen Arbeitsschäden, berichtet "Auris",
die Zeitschrift für Hörgeschädigte in Schweden.
Quellen: "Tjek på dit arbejdsmiljø",
Politiken, 24. Juni 2001, und Auris - Tidsskrift for Hörselsskadade 4, 2003
Fundstelle:
hear-it.org
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