|
Rauchen
und Hörverlust
Rauchen beeinträchtigt
möglicherweise das Hörvermögen. Bei Rauchern ist die Gefahr, einen Hörverlust
zu erleiden, fast 70 Prozent höher als bei Nichtrauchern.
Es besteht offenbar ein Zusammenhang zwischen
Rauchen und Hörverlust. Demnach erhöht sich die Gefahr, schwerhörig zu
werden mit der Anzahl gerauchter Zigaretten. Beobachtet wurde, dass Hörprobleme
in vielen Fällen im Verhältnis zur Intensität und Dauer von
Zigarettenkonsum zunehmen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Raucher ihr Hörvermögen
einbüßen, liegt 1,69 Mal höher als bei Nichtrauchern. Starke Raucher
aller Altersgruppen, mit Ausnahme der ältesten, sind 1,30 Mal gefährdeter,
einen Hörverlust zu erleiden, als Nichtraucher. Diese Tendenz bleibt auch
bestehen, wenn Faktoren wie beruflich bedingter Lärm, Alter und
Lebensstil berücksichtigt werden. Das ist das Ergebnis einer im
"Journal of American Medical Association" (Juni 1998) veröffentlichten
Studie.
Laut dieser
Studie weisen 25,9 Prozent der Raucher in der jüngsten Altersgruppe - 48
bis 59 Jahre - einen Hörverlust auf - - im Vergleich zu nur 16,1 Prozent
der Nichtraucher. 22,7 Prozent der ehemaligen Raucher leiden an Hörverlust.
Zu dem gleichen Ergebnis kamen die Forscher bei der höheren Altersgruppe.
Möglicherweise erhöht auch Passiv-Rauchen das
Risiko, einen Hörschaden zu erleiden. Im Rahmen der Studie stellte sich
heraus, dass Nichtraucher, die mit einem Raucher die Wohnung teilen, 1,94
Mal gefährdeter sind, Hörschwierigkeiten zu bekommen, als diejenigen,
die nicht mit einem Raucher zusammenleben.
Quelle: german.hear-it.org
< zurück zur Archiv-Übersicht
Jährlich
mehr als 6.000 neue Fälle von arbeitsbedingter Schwerhörigkeit
Mehr als fünf Millionen Deutsche sind an ihrem
Arbeitsplatz einer schädlichen Lärmdosis ausgesetzt, und jedes Jahr
werden mehr als 6.000 neue Fälle von arbeitsbedingter Schwerhörigkeit
festgestellt. Lärmbelastung am Arbeitsplatz hat sich zur häufigsten
arbeitsbedingten Gesundheitsgefahr in Deutschland entwickelt.
Viele Arbeitnehmer glauben, dass die Arbeitgeber die
volle Verantwortung für den Hörschutz ihrer Mitarbeiter tragen. Dies
stimmt aber nur teilweise. In erster Linie liegt es in der Verantwortung
des Arbeitgebers, den Lärm am Arbeitsplatz durch Schritte wie den Einbau
geräuschmindernder Fenster zu verringern. Wenn der konstante
Schalldruckpegel 85 dB übersteigt, muss der Arbeitgeber für geeigneten Hörschutz
sorgen. Die tatsächliche Verwendung der Schutzausrüstung ist aber Sache
des einzelnen Mitarbeiters.
"Untersuchungen
haben gezeigt, dass zwei von drei Arbeitnehmern bewusst auf das Tragen von
Hörschutz verzichten," berichtet Gerhard Hillig vom "Forum
Besser Hören". Als Gründe gelten Bequemlichkeit und fehlendes
Wissen über die Konsequenzen.
Gerhard Hillig appelliert an Arbeitnehmer und
Arbeitgeber zugleich, ein größeres Maß an Verantwortung zu zeigen.
Quelle: Deutscher Schwerhörigenbund - DSB Report,
August/September 2002.
< zurück zur Archiv-Übersicht
Lösemittel
verschlechtern Hörvermögen
Lärm ist nicht die einzige Bedrohung für das
Gehör im Berufsleben eines Menschen. Ein kürzlich veröffentlichter
Bericht ergab, dass das Lösemittel Styrol das Gehör schädigen kann.
Arbeitnehmer aus der Kunststoffindustrie, die in einem lauten Umfeld mit
Styrol arbeiten, sind stärker gefährdet, an Hörverlust zu erkranken als
Menschen, die nur übermäßigem Lärm ausgesetzt sind.
Der Bericht wurde vom Nationalen Institut für
Berufsleben in Schweden verfasst. An der Studie nahmen 300 Personen aus 14
verschiedenen Tätigkeitsbereichen teil. Rund 150 davon waren in der
Kunststoffindustrie beschäftigt.
Die Ergebnisse waren eindeutig. Diejenigen, die mit
Styrol arbeiteten, wiesen einen wesentlich ausgeprägteren Hörverlust auf
als der Rest, so die Aussage von Ann-Christin Johnson vom Schwedischen
Institut für Berufsleben.
Angaben des Nationalen Instituts für
Berufsleben in Schweden zufolge entsprechen die Schlussfolgerungen Studien
aus anderen europäischen Ländern. "Auris", ein schwedisches
Magazin für Schwerhörige, bezog sich auf eine dänische Studie aus dem
Jahre 1980, aus der sich ergab, dass die Hörverlustrate bei Menschen, die
über 5 Jahre lang mit Lösemitteln gearbeitet hatten, 10 % höher lag als
bei anderen.
Es ist nicht klar, inwiefern Styrol das Hörvermögen
beeinträchtigen kann, aber Tierversuche ergaben, dass organische Lösemittel
die kleinen Haarzellen im Innenohr beschädigen.
Zur Durchführung der dreijährigen Studie wurden
Wissenschaftlern aus sechs europäischen Staaten EU-Gelder bereitgestellt.
Quelle: german.hear-it.org
< zurück zur Archiv-Übersicht
Ohrentropfen:
Wärme wichtig
Die Wirkung
von Medikamenten kann deutlich beeinträchtigt sein, wenn Fehler bei der
Anwendung gemacht werden. So sollte etwa darauf geachtet werden, dass
Ohrentropfen grundsätzlich körperwarm sein sollten, wenn sie ins Ohr
geträufelt werden. Sind sie zu kalt, können sie dagegen sogar Schmerzen
und Schwindelgefühle erzeugen, warnt die DAK in Hamburg.
So gehen Sie vor:
- Vor dem Einträufeln das Fläschchen in der Hand anwärmen.
- Zum Einträufeln den Kopf schräg legen und in den Gehörgang einen
Tropfen geben.
- Beim Einträufeln sollten die Ohrmuscheln außerdem leicht nach oben
gezogen werden, weil dann der Gehörgang gerader verläuft.
- Wenn die Ohrentropfen in beide Ohren eingetropft werden, einen
Augenblick warten, bis sich im ersten Gehörgang der Tropfen verteilt hat.
- Der Gehörgang kann mit ein wenig Ohrwatte abgedichtet werden.
Bei
Augentropfen empfiehlt es sich, den Lidrand nach unten zu ziehen, die
Flasche über das Auge zu halten und einen Tropfen in die Ausbuchtungen
des herunter gezogenen Unterlids fallen zu lassen. Dabei sollte der Kopf
nach hinten geneigt sein, raten die Experten.
< zurück zur Archiv-Übersicht
Sodbrennen:
Links schlafen
Wer nachts häufig
von Sodbrennen aus dem Schlaf gerissen wird, sollte stets auf der linken Körperseite
schlafen. „Linksschläfer“ litten nur halb so oft unter nächtlichem
Sodbrennen wie „Rechtsschläfer“, so die Bundesvereinigung Deutscher
Apothekerverbände. Die Lage des Magens im Körper sorge dafür, dass der
Magensaft
weniger leicht in die
Speiseröhre steigen kann, wenn sich der betreffende Mensch auf die linke
Seite gelegt hat. Ebenfalls hilfreich sei eine Schlafposition mit erhöhtem
Oberkörper. Tagsüber sollten von Sodbrennen Geplagte nicht in gebückter
Haltung arbeiten und möglichst keine schweren Dinge heben.
< zurück zur Archiv-Übersicht
Der
große Silvester-Knall
und die Folgen
Silvester ohne
Böller und Raketen ist für viele Menschen undenkbar. Feuerwerkskörper
im Wert von etwa 100 Millionen Euro fliegen zu jedem
Jahreswechsel in die Luft. Doch die Knallerei hat oft böse Folgen:
Tausende Menschen erleiden in der Neujahrsnacht akute Hörschäden.
"Etwa zehn Prozent der durch Feuerwerk Geschädigten behalten einen
solchen Hörschaden ihr Leben lang", sagt Dr. Michael Held,
Hals-Nasen-Ohren-Arzt beim AOK-Bundesverband.
Wer sich schützen
will, sollte großen Abstand zu der Knallerei halten und das Feuerwerk am
besten vom Fenster aus beobachten. Beim Kauf von Böllern
unbedingt darauf achten, dass sie von der Bundesanstalt für
Materialforschung und -prüfung (BAM) geprüft und zugelassen wurden. Wer
ein
Feuerwerk zünden will, muss immer sorgfältig und in Ruhe die Anleitung
lesen und sie auch beachten. Außerdem gilt: Böller und Raketen gehören
nicht
in Kinderhände und nicht in die Hände alkoholisierter Erwachsener!
< zurück zur Archiv-Übersicht
|