Archiv Dezember 2002                                                                   

Rauchen und Hörverlust

Rauchen beeinträchtigt möglicherweise das Hörvermögen. Bei Rauchern ist die Gefahr, einen Hörverlust zu erleiden, fast 70 Prozent höher als bei Nichtrauchern.

Es besteht offenbar ein Zusammenhang zwischen Rauchen und Hörverlust. Demnach erhöht sich die Gefahr, schwerhörig zu werden mit der Anzahl gerauchter Zigaretten. Beobachtet wurde, dass Hörprobleme in vielen Fällen im Verhältnis zur Intensität und Dauer von Zigarettenkonsum zunehmen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Raucher ihr Hörvermögen einbüßen, liegt 1,69 Mal höher als bei Nichtrauchern. Starke Raucher aller Altersgruppen, mit Ausnahme der ältesten, sind 1,30 Mal gefährdeter, einen Hörverlust zu erleiden, als Nichtraucher. Diese Tendenz bleibt auch bestehen, wenn Faktoren wie beruflich bedingter Lärm, Alter und Lebensstil berücksichtigt werden. Das ist das Ergebnis einer im "Journal of American Medical Association" (Juni 1998) veröffentlichten Studie.

Laut dieser Studie weisen 25,9 Prozent der Raucher in der jüngsten Altersgruppe - 48 bis 59 Jahre - einen Hörverlust auf - - im Vergleich zu nur 16,1 Prozent der Nichtraucher. 22,7 Prozent der ehemaligen Raucher leiden an Hörverlust. Zu dem gleichen Ergebnis kamen die Forscher bei der höheren Altersgruppe.

Möglicherweise erhöht auch Passiv-Rauchen das Risiko, einen Hörschaden zu erleiden. Im Rahmen der Studie stellte sich heraus, dass Nichtraucher, die mit einem Raucher die Wohnung teilen, 1,94 Mal gefährdeter sind, Hörschwierigkeiten zu bekommen, als diejenigen, die nicht mit einem Raucher zusammenleben.

Quelle: german.hear-it.org
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Jährlich mehr als 6.000 neue Fälle von arbeitsbedingter Schwerhörigkeit

Mehr als fünf Millionen Deutsche sind an ihrem Arbeitsplatz einer schädlichen Lärmdosis ausgesetzt, und jedes Jahr werden mehr als 6.000 neue Fälle von arbeitsbedingter Schwerhörigkeit festgestellt. Lärmbelastung am Arbeitsplatz hat sich zur häufigsten arbeitsbedingten Gesundheitsgefahr in Deutschland entwickelt.

Viele Arbeitnehmer glauben, dass die Arbeitgeber die volle Verantwortung für den Hörschutz ihrer Mitarbeiter tragen. Dies stimmt aber nur teilweise. In erster Linie liegt es in der Verantwortung des Arbeitgebers, den Lärm am Arbeitsplatz durch Schritte wie den Einbau geräuschmindernder Fenster zu verringern. Wenn der konstante Schalldruckpegel 85 dB übersteigt, muss der Arbeitgeber für geeigneten Hörschutz sorgen. Die tatsächliche Verwendung der Schutzausrüstung ist aber Sache des einzelnen Mitarbeiters.

"Untersuchungen haben gezeigt, dass zwei von drei Arbeitnehmern bewusst auf das Tragen von Hörschutz verzichten," berichtet Gerhard Hillig vom "Forum Besser Hören". Als Gründe gelten Bequemlichkeit und fehlendes Wissen über die Konsequenzen.

Gerhard Hillig appelliert an Arbeitnehmer und Arbeitgeber zugleich, ein größeres Maß an Verantwortung zu zeigen.

Quelle: Deutscher Schwerhörigenbund - DSB Report, August/September 2002.

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Lösemittel verschlechtern Hörvermögen

Lärm ist nicht die einzige Bedrohung für das Gehör im Berufsleben eines Menschen. Ein kürzlich veröffentlichter Bericht ergab, dass das Lösemittel Styrol das Gehör schädigen kann. Arbeitnehmer aus der Kunststoffindustrie, die in einem lauten Umfeld mit Styrol arbeiten, sind stärker gefährdet, an Hörverlust zu erkranken als Menschen, die nur übermäßigem Lärm ausgesetzt sind.

Der Bericht wurde vom Nationalen Institut für Berufsleben in Schweden verfasst. An der Studie nahmen 300 Personen aus 14 verschiedenen Tätigkeitsbereichen teil. Rund 150 davon waren in der Kunststoffindustrie beschäftigt.

Die Ergebnisse waren eindeutig. Diejenigen, die mit Styrol arbeiteten, wiesen einen wesentlich ausgeprägteren Hörverlust auf als der Rest, so die Aussage von Ann-Christin Johnson vom Schwedischen Institut für Berufsleben.

Angaben des Nationalen Instituts für Berufsleben in Schweden zufolge entsprechen die Schlussfolgerungen Studien aus anderen europäischen Ländern. "Auris", ein schwedisches Magazin für Schwerhörige, bezog sich auf eine dänische Studie aus dem Jahre 1980, aus der sich ergab, dass die Hörverlustrate bei Menschen, die über 5 Jahre lang mit Lösemitteln gearbeitet hatten, 10 % höher lag als bei anderen.

Es ist nicht klar, inwiefern Styrol das Hörvermögen beeinträchtigen kann, aber Tierversuche ergaben, dass organische Lösemittel die kleinen Haarzellen im Innenohr beschädigen.

Zur Durchführung der dreijährigen Studie wurden Wissenschaftlern aus sechs europäischen Staaten EU-Gelder bereitgestellt.

Quelle: german.hear-it.org
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Ohrentropfen: Wärme wichtig

Die Wirkung von Medikamenten kann deutlich beeinträchtigt sein, wenn Fehler bei der Anwendung gemacht werden. So sollte etwa darauf geachtet werden, dass Ohrentropfen grundsätzlich körperwarm sein sollten, wenn sie ins Ohr geträufelt werden. Sind sie zu kalt, können sie dagegen sogar Schmerzen und Schwindelgefühle erzeugen, warnt die DAK in Hamburg.
So gehen Sie vor:
- Vor dem Einträufeln das Fläschchen in der Hand anwärmen.
- Zum Einträufeln den Kopf schräg legen und in den Gehörgang einen Tropfen geben.
- Beim Einträufeln sollten die Ohrmuscheln außerdem leicht nach oben gezogen werden, weil dann der Gehörgang gerader verläuft.
- Wenn die Ohrentropfen in beide Ohren eingetropft werden, einen Augenblick warten, bis sich im ersten Gehörgang der Tropfen verteilt hat.
- Der Gehörgang kann mit ein wenig Ohrwatte abgedichtet werden.

Bei Augentropfen empfiehlt es sich, den Lidrand nach unten zu ziehen, die Flasche über das Auge zu halten und einen Tropfen in die Ausbuchtungen des herunter gezogenen Unterlids fallen zu lassen. Dabei sollte der Kopf nach hinten geneigt sein, raten die Experten.
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Sodbrennen: Links schlafen

Wer nachts häufig von Sodbrennen aus dem Schlaf gerissen wird, sollte stets auf der linken Körperseite schlafen. „Linksschläfer“ litten nur halb so oft unter nächtlichem Sodbrennen wie „Rechtsschläfer“, so die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. Die Lage des Magens im Körper sorge dafür, dass der Magensaft weniger leicht in die Speiseröhre steigen kann, wenn sich der betreffende Mensch auf die linke Seite gelegt hat. Ebenfalls hilfreich sei eine Schlafposition mit erhöhtem Oberkörper. Tagsüber sollten von Sodbrennen Geplagte nicht in gebückter Haltung arbeiten und möglichst keine schweren Dinge heben.
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Der große Silvester-Knall
und die Folgen

Silvester ohne Böller und Raketen ist für viele Menschen undenkbar. Feuerwerkskörper im Wert von etwa 100 Millionen Euro fliegen zu jedem
Jahreswechsel in die Luft. Doch die Knallerei hat oft böse Folgen: Tausende Menschen erleiden in der Neujahrsnacht akute Hörschäden. "Etwa zehn Prozent der durch Feuerwerk Geschädigten behalten einen solchen Hörschaden ihr Leben lang", sagt Dr. Michael Held, Hals-Nasen-Ohren-Arzt beim AOK-Bundesverband.

Wer sich schützen will, sollte großen Abstand zu der Knallerei halten und das Feuerwerk am besten vom Fenster aus beobachten. Beim Kauf von Böllern
unbedingt darauf achten, dass sie von der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) geprüft und zugelassen wurden. Wer ein
Feuerwerk zünden will, muss immer sorgfältig und in Ruhe die Anleitung lesen und sie auch beachten. Außerdem gilt: Böller und Raketen gehören nicht
in Kinderhände und nicht in die Hände alkoholisierter Erwachsener!

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