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Mario
Adorf erhält HELIX 2003
(fbh)
„Musik ist Liebe, die man hören kann.“ So einfach – und doch so
vielsagend – beschreibt Mario Adorf sein Verhältnis zur Musik. Und damit
auch zum Hören: Denn wer nicht gut hört, kann das Leben nicht genießen.
Mario Adorf weiß, wovon er spricht, beschert er der Öffentlichkeit doch
selbst seit Jahren besondere Hörerlebnisse. Hierfür wird er vom Forum
Besser Hören am 7. November in der Hamburger Musikhalle mit dem HELIX 2003
ausgezeichnet.
HELIX
honoriert Hörerlebnisse, die sich durch Einzigartigkeit und Beständigkeit
auszeichnen und eine Bereicherung für ein Publikum jeden Alters sind. „Es
gibt nur wenige Künstler, die die Menschen über Generationen hinweg
ansprechen“, begründet Gerhard Hillig, Sprecher des Forum Besser Hören. „Mario Adorf ist immer ein Hörerlebnis
der besonderen Art.“
Der
Hörerlebnis-Preis HELIX wird 2003 zum zweiten Mal verliehen. Erster Preisträger
2002 war Udo Jürgens. Der Preis umfasst eine Skulptur und ein Preisgeld von
10.000 Euro, das in diesem Jahr der Schule für Hörgeschädigte in Hamburg
zugute kommt. Die Schule wird von dem gestifteten Geld einen weiteren Raum
zur Frühförderung schwerhöriger Kinder einrichten.
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Tinnitus
bei Lehrern weit verbreitet
Musiker, Maschinen- und Industriearbeiter sind nicht die einzigen, die von
Tinnitus geplagt sind. Verglichen mit einer Reihe von anderen Berufsgruppen
ist der Anteil der männlichen Lehrer mit Tinnitus um 84 Prozent erhöht,
wenn man die Altersunterschiede berücksichtigt .
Eine Untersuchung des dänischen Arbeitsumweltinstituts,
die im Januar 2002 veröffentlicht wurde, zeigt, dass Lehrer und Erzieher außergewöhnlich
stark von Tinnitus betroffen sind. Die Lautstärke und schlechte Akustik in
den Klassenzimmern bewirken, dass viele Lehrer der unteren und mittleren
Klassenstufen allgemein unter Hörproblemen leiden. Damit leiden männliche
Lehrer überraschenderweise stärker unter Tinnitus als zum Beispiel
Landarbeiter, Schlachtereiarbeiter und Maschinenarbeiter. Die Untersuchung
zeigt ebenfalls, dass auch Lehrerinnen zur relativ stark betroffenen Gruppe
gehören.
Unter
den Frauen sind es aber besonders Erzieherinnen in Tageskindergärten, die
durch eine relativ hohe Häufigkeit von Tinnitus auffallen. Nach einer
Korrektur des Altersunterschieds liegt die Tinnitusrate bei Erzieherinnen für
Vorschulkinder 1,13 Mal höher als in anderen typischen Frauenberufen.
Die
relativ große Verbreitung von Tinnitus in der Berufsgruppe der Lehrer und
Erzieher hängt wahrscheinlich zusammen mit der hohen Lärmbelastung durch
viele Kinder in kleinen Räumen, ohne dass sich der Lärm z.B. durch das
Tragen von Ohrenschutz vermindern ließe. Dies kann zu Stress führen, durch
den der Widerstand des Gehörs gegen Geräusche herabgesetzt wird.
In allen Altersgruppen sind mehr Männer als Frauen von
Tinnitus betroffen. Aber auch wenn die Häufigkeit von Tinnitus
unterschiedlich ist, fühlen sich genauso viele Frauen wie Männer von ihrem
Tinnitusleiden stark beeinträchtigt. Dies lässt vermuten, dass Frauen eine
höhere Geräuschempfindlichkeit haben als Männer.
Die Untersuchung basiert auf annähernd 6000 Fragebögen,
die in den Jahren 1990, 1995 und 2000 an Angestellte und Selbständige
geschickt wurden.
Quelle:
Arbejdsmiljøinstituttet, "Hørelse - arbejdsmiljø i Danmark
2000", Januar 2002 und "Danske Landsforening for Bedre Hørelse",
Februar 2002
Fundstelle:
hear-it.org
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Qualität
kann man hören
(fgh)
Die Qualität unserer Haushaltsgeräte beurteilen wir nicht zuletzt auch
nach deren Klang. Natürlich steht die Funktion im Vordergrund, doch auch
das Betriebsgeräusch ist ein wesentlicher Punkt. "Offensichtlich zählt
der Klang einer Waschmaschine, eines Geschirrspülers oder einer Mikrowelle
in unserer Wahrnehmung viel mehr als deren optisches Design", so Dr.
Markus Meis, medizinischer Psychologe und Leiter des Bereichs Markt- und
Wirkungsforschung am Oldenburger Hörzentrum. Gemeinsam mit Prof. August
Schick, Universität Oldenburg, hat er die Bedeutung des Klangs von
elektrischen Geräten auf die Verbraucher untersucht. Die Ohren haben
demnach ein Wörtchen mitzureden, wenn es um Qualitätsurteile geht.
Entdeckt haben dies schon vor Jahren die Autohersteller. Inzwischen ist das
Sounddesign ein selbstverständlicher Bestandteil der Automobilentwicklung.
Ähnlich ist es mit allen Geräuschen des Alltags. Wir haben aus Erfahrung
eine bestimmte Vorstellung davon, wie sich etwas anhören sollte. Daran
orientiert sich die Industrie. Natürlich sind viele Geräusche auch lästig,
weshalb immer leisere Geräte entwickelt werden. Doch die Betriebsgeräusche
signalisieren uns auch, dass ein Gerät in Funktion ist und darauf möchte
man nicht ganz verzichten. Die Geräusche werden daher vermindert und
zugleich optimiert. Leider muss man sich beim Kauf im Laden meist auf das
Aussehen der Geräte verlassen, weil man sie nicht ausprobieren kann. Bei
Waschmaschinen, so Dr. Meis, ist es bei Kunden durchaus gängige Praxis
"mit der Hand auf das Gerät zu klopfen, um festzustellen, ob es wertig
und voll klingt". Die Ohren spielen im täglichen Leben eine große
Rolle – nicht nur bei Unterhaltungen. Die Fördergemeinschaft Gutes Hören
empfiehlt daher: Wer das Leben mit allen Sinnen wahrnehmen möchte, sollte
sicherstellen, dass mit seinem Gehör alles in Ordnung ist. Bei Hörproblemen
helfen Hörakustiker und Hals-Nasen-Ohrenärzte gerne weiter.
Sind Sie im Alltag ganz Ohr?
Ein telefonischer Hörtest, der eine erste Einschätzung des Hörvermögens
ermöglicht, ist abrufbar unter 0180 – 5 323 754. Die Gebühr für den
Test beträgt -,74 ?.
Wer sich telefonisch über medizinische und technische Lösungsmöglichkeiten
für Hörprobleme informieren möchte, kann sich an die Telefon-Hotline
"Gutes Hören" wenden. Jeden Mittwoch von 14 bis 16 Uhr beraten Hörakustiker
(0800 – 0112 112) und HNO-Ärzte (0800 – 0112 113) am Telefon. Die
Anrufe sind gebührenfrei!
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Retraining
bei Tinnitus
Neben
den herkömmlichen Behandlungsmethoden gibt es eine Reihe von neueren
Therapieansätzen für Tinnituspatienten. Dazu gehört die "Tinnitus-
Retraining-Therapie" (TRT), die bereits seit einiger Zeit in den USA
und England eingesetzt wird und bei der HNO-Ärzte, Psychologen und Hörakustiker
eng zusammen arbeiten. Die Therapie rückt dem Ton direkt am Wahrnehmungsort
zu Leibe und soll dem Hirn beibringen, den erlernten Tinnitus-Ton wieder zu
verlernen.
Die TRT-Methode kombiniert drei wesentliche
Behandlungsschritte:
1. Eine ausführliche Aufklärung der betroffenen
Person.
2.
Der Einsatz von Noisern, die den Tinnitus mildern. Durch ein Gerät wird dem
Ohr ein "rosa Rauschen" vermittelt, dass die Konzentration vom
Tinnitus weitgehend ablenkt.
3. Durch eine psychologische Therapie soll dem Patienten
geholfen werden, den Summton überhören zu lernen. Unterstützend dazu
werden Tiefenentspannungs- und Stressbewältigungsübungen eingesetzt. Ziel
ist es, Ängste abzubauen und sich weniger auf den Tinnitus zu
konzentrieren. Im Idealfall findet eine Ton-Entwöhnung statt.
Die Behandlungsdauer liegt bei ca. 1-2 Wochen.
Quellen: www.ohrensausen.de,
www.netdoktor.de
Fundstelle:
hear-it.org
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Modernste
Technik unterstützt Ohren
(fgh) Wer
schlecht hört, kann heute mit hervorragender Technik unterstützt werden.
Denn nie waren Hörgeräte so weit entwickelt und ausgereift wie heute. Aus
gutem Grund ist man dazu übergegangen, diese leistungsfähigen Hörcomputer
"Hörsysteme" zu nennen. Moderne Hörsysteme ermöglichen Hörerlebnisse,
von denen man noch vor zehn Jahren kaum zu träumen wagte. Mit den
volldigitalen Geräten ist seit einigen Jahren eine ganz neue Generation auf
dem Markt, die ständig optimiert wird. Unter dem Motto "Das
intelligente Hörsystem – Symbiose aus Audiologie und Technik" wurde
der aktuelle Stand der Technik beim diesjährigen Internationalen Hörgeräte-Akustiker-Kongress
vom 15. bis 17. Oktober in Nürnberg präsentiert.
Egal ob Hinter-dem-Ohr- oder Im-Ohr-Geräte: die moderne Technik ist auf
kleinen Chips untergebracht, die in jede Geräte-Größe passen. Man hat die
Wahl zwischen Hörsystemen, die nahezu unsichtbar im Gehörgang oder in der
Ohrmuschel liegen, zwischen knallbunten, hautfarbenen oder Schmuck-Geräten,
die hinter dem Ohr getragen werden, passend zum individuellen Kleidungsstil.
Es gibt Geräte mit und ohne Fernbedienung, die Bandbreite ist groß. Mehr
als ein Dutzend namhafte Hersteller bieten in Deutschland unterschiedlichste
Hörsysteme an. Angepasst werden sie von Hörakustikern, die sich in
jahrelanger Ausbildung auf diese anspruchsvolle Aufgabe vorbereitet haben.
Angesichts der
rasanten technischen Entwicklungen ist ständige Weiterbildung auch für Hörakustiker
unerlässlich. Nur so können neue, verbesserte Anpass-Programme und Hörsysteme
die Menschen vor Ort erreichen. Das Handwerk der Hörgeräte-Akustiker gewährleistet
die optimale Programmierung und Einstellung der modernen Hörgeräte auf
jedes individuelle Hörproblem. Den Nutzen – den optimalen Hörgewinn –
haben die betroffenen Menschen. Die ZDF-Moderatorin Dr. Sabine Helmbold,
Schirmherrin des Kongresses, sprach in ihrem Grußwort von einer "Kunst
für sich, das Hören für die Betroffenen wieder zum authentischen Erlebnis
zu machen. Technische Perfektion und handwerkliches Geschick sind dabei
sicher ebenso entscheidend wie die menschliche Kompetenz."
Der Kongress bot Wissenschaftlern aus aller Welt Gelegenheit, den neuesten
Forschungsstand zu präsentieren. Stimmen aus Hintergrundgeräuschen besser
herauszufiltern, ist ein Problem, an dem die Forschung seit Jahren arbeitet.
Intelligente Hörsysteme können das inzwischen. Sie verstärken nicht
einfach alles, was ans Ohr dringt. Sie können unterscheiden zwischen
menschlichen Stimmen und anderen Geräuschen. Hier werden unter anderem auch
mit Richtmikrofonen beeindruckende Ergebnisse erzielt. Auch am guten
Tragegefühl wird gearbeitet. So gibt es zunehmend mehr Ohrpass-Stücke, die
den Gehörgang nicht mehr ganz verschließen, was für die Träger sehr
angenehm ist. Die örtlichen Hörakustiker der Fördergemeinschaft Gutes Hören
informieren gerne über die neuesten Möglichkeiten
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Hörverlust
in der Bauindustrie
Immer
mehr Menschen, die auf dem Bau arbeiten, erleiden Hörverlust, verursacht
durch Lärm. Das geht aus neuen Daten aus Schweden hervor. Von 1997 bis 2001
steigerte sich die Zahl der gemeldeten Hörverlust-Fälle von 115 aus 1000
auf 177, das ist eine Steigerung von 36 Prozent in nur vier Jahren.
Laut schwedischer Arbeitsaufsichtsbehörde der
Bauindustrie ist der Lärmpegel auf dem Bau gestiegen, weil vermehrt schwere
Maschinen und Motorwerkzeuge zum Einsatz kommen und Projekte schneller
fertiggestellt werden. Engere Zeitpläne erfordern, dass mehrere
Aufgaben gleichzeitig durchgeführt werden müssen, so dass die Arbeiter
verschiedenen Lärmquellen auf einmal ausgesetzt sind. Das Fehlen von
wirksamem Hörschutz ist ein weiterer wahrscheinlicher Grund für die
Zunahme der Fälle von Hörverlust.
Quelle:
Auris, Tidsskrift for hörselskadade no. 2, 2003.
Fundstelle:
hear-it.org
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