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Eitelkeit
geht vor
Die Angst,
als alt oder behindert abgestempelt zu werden, lässt die Schotten vor einer
Behandlung ihrer Hörprobleme zurückschrecken.
Laut
einer Studie über Hörverlust in Schottland denken rund 29% der Schotten, Hörgeräte
ließen sie alt aussehen. Noch bemerkenswerter ist, dass nahezu ein Drittel
aller Schotten glaubt, Hörgeräte ließen sie behindert aussehen und trotz
Bedarf keine Hörgeräte tragen.
Die schottische Studie beleuchtet das Stigma das Schwerhörigkeit
und Hörgeräten anhaftet. Obwohl die meisten Hörprobleme gemildert werden
können, sind sich viele Menschen nicht bewusst, dass sie ein Problem haben
oder wollen es nicht wahr haben.
Hörgeräte
könnten in Großbritannien schätzungsweise 4 Millionen Menschen zugute
kommen. Hörgeräte können schwerhörigen Personen jeden Alters helfen und
sind noch effektiver wenn sie frühzeitig angepasst werden.
Die britische Gehörlosenforschung Deafness Research UK
hat eine Kampagne gestartet, die Menschen ermutigen soll, frühe Warnzeichen
für Schwerhörigkeit zu erkennen und darauf zu reagieren.
Quelle:
Evening Times Online, www.eveningtimes.co.uk,
25.01.2006, Fundstelle: hear-it.org
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Intelligenter
durch Hörgeräte
(fgh) Wer mit Hörgeräten versorgt wird, hört nicht nur besser, er wird
auch wieder schlauer. Dies ist das Ergebnis einer Pilotstudie der Universität
Erlangen-Nürnberg. Demnach konnte eine deutliche Steigerung der Intelligenz
um 3,43 IQ-Punkte festgestellt werden, nachdem Hörsysteme angepasst wurden.
Untersucht wurden Personen, die vorher keine Hörgeräte getragen hatten. So
konnte man die geistige Leistungsfähigkeit vor und während der Nutzung von
Hörgeräten vergleichen.
Bei der Studie des
Psychologen und Psychotherapeuten Dr. Siegfried Lehrl, des Hörgeräte-Akustikers
Reinhold Funk und des HNO-Arztes Professor Dr. Klaus Seifert wurden 15
Personen untersucht und getestet. Die Untersuchungen fanden unmittelbar vor
und etwa zwei Monate nach der Hörgeräteanpassung statt. Eine
Kontrollgruppe wurde zum Vergleich ebenso getestet. Bei beiden Gruppen lag
der IQ zu Untersuchungsbeginn im Durchschnitt bei etwa 100, dem
Durchschnittswert der Bevölkerung. Während das aktuelle geistige Niveau
bei der Kontrollgruppe unverändert blieb, nahm es bei den Trägern von Hörsystemen
deutlich zu.
Es
wurde im Schnitt eine Steigerung des Intelligenz-Quotienten (IQ) um 3,43
Punkte festgestellt. Den größten Effekt hatten Personen, die beidohrig
versorgt waren und ihre Geräte täglich zwischen viereinhalb und acht
Stunden nutzten, mit Steigerungen von rund 10 IQ-Punkten.
Diese Steigerung der
geistigen Leistungsfähigkeit kann mehrere Gründe haben: Wer sich nicht
mehr so stark auf das Hören und Verstehen konzentrieren muss, hat mehr
„Arbeitsspeicher“ frei, kann sich mehr auf Inhalte konzentrieren und erhält
vielfältigere Anregungen. „Frühzeitiger Einsatz von Hörhilfen“, so
folgert Professor Dr. Klaus Seifert, „ist ein wesentlicher Schutz gegen
geistigen Abbau und gegen ein vorzeitiges Altern infolge eines Hörverlustes
im Erwachsenenalter.“ Die Fördergemeinschaft Gutes Hören empfiehlt
daher, sich möglichst früh für Hörgeräte zu entscheiden.
Quelle: S. Lehrl,
R. Funk, K. Seifert: HNO 53, 852-862 (2005): Erste Hörhilfe erhöht die
geistige Leistungsfähigkeit – offene kontrollierte
Anwendungsbeobachtungsstudie als Pilotstudie
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Hörverlust
kostet Milliarden
Hörprobleme
beeinträchtigen die Leistung vieler Arbeitnehmer. Rund 160.000 Australier
sind arbeitsunfähig wegen ihrer Schwerhörigkeit. Die jährlichen
Gesamtkosten für die Gesellschaft durch Hörverlust beziffern sich in
Australien auf geschätzte 6,7 Milliarden Euro.
Die
große Mehrheit dieser Kosten entsteht durch fehlende Produktivität. Laut
Schätzungen von Access Economics, einer Finanz- und
Investitions-Beratungsfirma, liegen die Kosten für das jährliche Defizit
der Arbeitsproduktivität durch Schwerhörigkeit bei rund 3,9 Milliarden Euro,
oder 57 Prozent der Gesamtkosten durch Hörverlust.
Die Kosten für private Hilfskräfte wurden auf rund 1,7
Milliarden Euro geschätzt. Private Hilfskräfte unterstützen die Hörgeschädigten
in vielen Alltagssituationen z.B. bei der Verständigung.
Access Economics ermittelte, dass die jährlichen
Einkommens- und Steuerverluste sich auf 726 Millionen Euro belaufen. Weitere
726 Millionen €uro Kosten fallen für zusätzliche Sozialausgaben an.
Die jährlichen Direktkosten im Bereich Gesundheit, wie
Diagnose- und Behandlungskosten, belaufen sich auf rund 376 Millionen Euro.
Der Preis für reduzierte Lebensqualität
Schwerhörigkeit
beeinträchtigt mehr als nur das Gehör der Menschen. Hörschäden erhöhen
das Risiko, psychisch zu erkranken und haben einen deutlichen Einfluss auf
das soziale Leben der Person, sogar bei geringem Hörverlust. Hörgeräte
und angemessene Beratung können manche Probleme lindern.
Die
meisten Menschen empfinden ihre Schwerhörigkeit aber dennoch als einschränkend
für ihr gesamtes Wohlergehen.
Ausgehend von der Studie schätzte Access Economics,
dass die eingeschränkte Lebensqualität von hörgeschädigten Australiern
die australische Gesellschaft jährlich 6,1 Milliarden Euro kostet, was
ungefähr den geschätzten Direktkosten entspricht.
Schwerhörigkeit
ein zunehmendes Problem
Steigende
Zahlen von Menschen, die unter Hörproblemen leiden, und die Aussicht auf
die jährlichen Kosten für die Gesellschaft scheinen ein kontinuierlicher
Aufwärtstrend für weit in die Zukunft zu werden.
Vorhersagen zeigen an, dass im Jahre 2050 jeder vierte
Australier mit Hörproblemen zu kämpfen haben wird. Das ist eine Zunahme
von 30 Prozent an Hörgeschädigten im Vergleich zu 2005. Lärm wird die
Hauptursache für Schwerhörigkeit in 37 Prozent aller Fälle ausmachen.
Konservative Schätzungen
Die
ökonomischen Berechnungen der Studie basieren auf konservativen Schätzungen,
so Access Economics. Beim Hörverlustgrad jedes einzelnen Betroffenen wurde
z.B. von dem besser hörenden Ohr ausgegangen. Die wahren Kosten für die
Gesellschaft sind höchst wahrscheinlich viel höher als das, was die Schätzungen
widerspiegeln.
Quelle:
”The Economic Impact and Cost of hearing Loss In Australia”, Access
Economics, Februar 2006, Fundstelle: hear-it.org
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18.
- 22.9.2006: Woche des Hörens
(fgh)
Die Qualität unseres Alltags hängt stark davon ab, wie gut wir hören und
somit auch verstehen können. Darauf macht die Woche des Hörens, vom 18.
bis 22. September 2006, aufmerksam. Über unser Gehör werden wir alarmiert
und informiert. Im Straßenverkehr kann das Leben davon abhängen, ob man
ein herannahendes Fahrzeug, quietschende Bremsen oder warnende Rufe hört.
Sonst geht es beim Hören meist nicht um Leben und Tod, aber darum, ob wir
alles verstehen, gut informiert sind und Kontakte pflegen können – oder
eben nicht. Es ist eine Frage der Lebensqualität: Gut Hören zählt.
Deshalb ist dies das Motto der Woche des Hörens, einer bundesweiten
Aktionswoche.
Die eigenen
Blutdruckwerte kennt man. Ob man eine Brille braucht, oder nicht, weiß man.
Aber beim Hören ist der Fall meist nicht so eindeutig. Viele hören
schlecht, ohne es zu ahnen. Manche vermuten es, ohne etwas dagegen zu
unternehmen. Da Hörprobleme
meist schleichend auftreten, werden sie uns erst sehr spät bewusst. Oft ist
der Alltag dann schon von Missverständnissen und Verunsicherung geprägt.
Nur wer Hörprobleme frühzeitig erkennt, kann etwas gegen diese belastende
Situation tun. Ein Hörtest schafft Klarheit. Deshalb sollte man die
Gelegenheit nutzen und sein Gehör während der Woche des Hörens vom Hörgeräte-Akustiker
kostenlos testen lassen.
Gutes Hören zählt
auch im Schaufenster des Akustikers. Wer dort Ohren zählt, kann etwas
gewinnen: einen Radio-Hasen mit langen
Ohren, attraktive
Reisen oder moderne High-Tech-Anlagen.
Jede Menge gute Gründe
für einen Hörtest.
Mehr über die Woche
des Hörens erfahren Sie unter www.woche-des-hoerens.de.
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Alters-Schwerhörigkeit
untersucht
Drei
Wissenschaftsprojekte der Universität Michigan untersuchen die Ursachen für
Schwerhörigkeit im Alter. Die Wissenschaftler erhoffen sich von den
Ergebnissen, Hörbeschwerden der älteren Bevölkerung lindern und vorbeugen
zu können.
Das
nationale Institut für Altersforschung gewährte den Wissenschaftlern der
Universität von Michigan einen für fünf Jahre geltenden Zuschuss von 6,9
Millionen US-Dollar für drei Projekte, die das Wissen der Forscher über
den Alterungsprozess des Innenohres erhöhen sollen.
“Die drei zusammenhängenden Projekte im Rahmen dieses
Programmes werden sehr wahrscheinlich neue, interessante Erkenntnisse über
die Wege, wie verschiedene Stress-Pfade die alternde Schnecke beeinflussen
und so zu Alters-Schwerhörigkeit führen, ergeben,” so Richard Miller,
Pathologie-Professor in einer Presseerklärung.
“Wenn
wir mehr darüber erfahren, wie z.B. die Gene altersbedingten Hörverlust
beeinflussen, haben wir das Potenzial, um Schwerhörigkeit bei alternden
Menschen hinauszuzögern,” ergänzte Miller.
Bei
Älteren verbreitet
Studien
zeigen, dass Alters-Schwerhörigkeit, oder Presbyakusis, eine zunehmende
Anzahl älterer Menschen betrifft. Rund 44 Prozent von ihnen leiden an
bedeutender Schwerhörigkeit wenn sie das 70.Lebensjahr erreicht haben.
Diese Zahl steigt auf 66 Prozent bei den 79-Jährigen und auf ganze 90
Prozent bei den über Achtzigjährigen.
“Alters-Schwerhörigkeit ist ein Thema das uns alle
einmal betrifft. Es beeinträchtigt nicht nur die Hörgeschädigten, sondern
auch deren Familie und Freunde, die nach Möglichkeiten suchen, wie sie mit
ihnen kommunizieren können ”, kommentiert Forschungsleiter Professor
Jochen Schacht die Forschungsbeihilfe.
Quelle:
www.i-newswire.com, Fundstelle: hear-it.org
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Hörgeräte
erleichtern das Leben
Hörgeräte
verbessern den Alltag sowohl für schwerhörige Senioren als auch für deren
nahestehende Verwandte.
Das
Benutzen von Hörgeräten erleichtert es, alt und schwerhörig zu sein, so
australische Wissenschaftler. Zu diesem Ergebnis kamen sie nach einer Studie
mit 93 älteren Australiern und 78 Verwandten.
In Fragebögen erkundigten sich die Wissenschaftler bei
den Senioren nach deren Lebensqualität vor und nach der Anschaffung und
Nutzung von Hörgeräten. Verwandte der Befragten wurden gebeten, eventuelle
Veränderungen in ihrem Umgang mit dem schwerhörigen Verwandten anzugeben.
Größere Akzeptanz
Durch ein speziell entwickeltes Punktesystem konnten die
Forscher die Auswirkungen von Hörgeräten auf den Alltag der schwerhörigen
Teilnehmer analysieren und beurteilen. Je höher die Punktzahl, desto
schwieriger empfanden sie die Folgen von Hörverlust.
Bevor die hörgeschädigten
Teilnehmer ihre Hörgeräte benutzten, wurde unter ihnen eine
durchschnittliche Punktzahl von 42,99 ermittelt. Als sie mit dem Tragen der
Hörgeräte anfingen, verbesserte sich die durchschnittliche Punktzahl auf
22,71. Besonders Ältere mit einem Hörverlust von mehr als 35 dB
verzeichneten sehr große Verbesserungen. Bei den Verwandten verringerten
sich die entsprechenden Ergebnisse von 36,3 auf 29,7 im Durchschnitt.
Die Wissenschaftler glauben, dass die Meinung der
Verwandten über Hörgeräte sehr auf die Entscheidung des Hörgeschädigten
einwirkt, ob er sich mit Hörgeräten ausstatten lässt oder nicht. Das ging
aus der Studie hervor. Eine Mehrheit der schwerhörigen Teilnehmer fühlte
sich dazu ermutigt, bei ihren Verwandten Hilfe zu suchen.
Quelle:
”Outcomes of hearing aid fitting for older people with hearing impairment
and their significant others”, International
Journal of Audiology, Fundstelle: hear-it.org
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