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Auch
die Kollegen sind gefragt
Mitarbeiter können für schwerhörige Berufstätige eine wichtige Stütze
sein – Hinweis
auf Hörprobleme wird dankbar angenommen
Wenn
es um Hörprobleme geht, spielen die
Arbeitskollegen eine große
Rolle: Eine Umfrage im Auftrag des Forum Besser
Hören hat ergeben, dass
jeder fünfte Schwerhörige entsprechende Hinweise
oder Tipps gern annehmen
würde. „Im täglichen Umgang und bei intensiver
Zusammenarbeit fallen
Kollegen die Hörprobleme eines Mitarbeiters schnell auf
– z.B. durch wiederholtes Nachfragen oder häufige Missverständnisse bei
Konferenzen oder im
Gespräch unter vier Augen“ weiß Gerhard Hillig vom
Forum Besser Hören.
Viele Berufstätige sind
sich jedoch ihrer Hörminderung gar nicht bewusst und
suchen die Ursache für
das schlechtere Verstehen erst einmal bei anderen. Dabei
sind das frühzeitige
Erkennen von Hörproblemen und eine entsprechende
Vorsorge bei Berufstätigen
besonders wichtig: Denn wer häufiger wichtige
Informationen nicht
mitbekommt, riskiert nicht nur irritierte Blicke der
Kollegen, sondern gefährdet
unter Umständen sogar seinen Arbeitsplatz.
Gerhard
Hillig: „Hinweise von Kollegen mögen zunächst unangenehm erscheinen,
sind aber Gold wert: Da
sich Hörprobleme oft schleichend einstellen, werden
Sie häufig
‘verschleppt’. Umso bedeutender ist es daher, dass man frühzeitig
etwas unternimmt, um den
Hörverlust auszugleichen.
Gerhard Hillig rät:
Wenn ein Kollege durch häufiges Nachfragen auffällt, sollte
man ihn unbedingt auf
eine Überprüfung seines Gehörs beim Hörgeräte-
Akustiker oder HNO-Arzt aufmerksam machen. Der Hörtest ist kostenlos und
dauert nur fünf
Minuten. Eine Anmeldung hierfür ist in der Regel nicht erforderlich.
Weitere
Tipps:
- deutlich sprechen;
- den Kollegen beim Sprechen ansehen;
- das Gesagte durch Mimik und Gestik unterstützen;
- bei Nebengeräuschen die Tür zum Besprechungszimmer schließen;
- wichtige Punkte bei einer Besprechung noch einmal wiederholen.
Quelle:
FORUM BESSER HÖREN
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Ohrenschäden
durch Medikamente
Bestimmte Medikamente können unerwünschte Nebenwirkungen mit sich bringen.
Dazu zählt auch Aspirin. Bei längerer Anwendung in höheren Dosen kann es
zu Schwindel, Ohrensausen und Hörverlust führen. Wer unter solchen
Nebenwirkungen zu leiden hat, ist nach Absetzen des Medikamentes wieder
davon befreit.
Anders
liegt der Fall bei bereits bestehenden Ohrenschäden und Tinnitus. Denn hier
können schon geringe Medikamentengaben zu einer Verschlimmerung führen,
von der sich das Ohr nicht mehr erholt. Daher sollte man in solchen Fällen
mit der Einnahme von ASS 100 und Aspirin 100 bei Durchblutungsstörungen
vorsichtig sein.
Bei
Kopf- und Gliederschmerzen sowie grippalen Infekten bieten die Wirkstoffe
Paracetamol oder Ibuprofen gute Alternativen.
Fernreisende
sollten sich der möglichen Nebenwirkungen von Anti-Malaria-Mitteln bewusst
sein. Zu nennen ist hier vor allem Chinin. Häufig im Rahmen einer
Impfprophylaxe verabreicht, kann es zu einer Schwerhörigkeit mit
Hochtonverlust kommen.
Quelle:
schwerhoerigen-netz.de
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Fehlende
Behandlung kostet Milliarden
Laut
einer Studie des schwedischen Hörverbundes HRF kosten hörgeschädigte
Personen, die erwerbsunfähig sind, die schwedische Gesellschaft jährlich
über 5 Milliarden Schwedische Kronen. Dies sind Kosten, die durch eine frühere
und genauere Beratung und Behandlung vermieden werden könnten.
Die
Studie des HRF zeigt, dass eine erwerbsunfähige Person die Gesellschaft fünf
Mal mehr kostet als die Ausgaben, um einen Hörgeschädigten mittels
notwendiger Hilfestellungen auf dem Arbeitsmarkt zu halten. Die Kosten von
Erwerbsunfähigkeit belaufen sich auf rund 100 000 SKR, während sich die
Ausgaben für Rehabilitation und Hilfsausrüstung auf weniger als 20 000 SKR
beziffern lassen. Mit anderen Worten könnten relativ kleine Investitionen
die von der Gesellschaft zu tragenden Kosten durch Hörgeschädigte deutlich
senken.
Wenn
sie angemessene Hilfe bekämen könnten viel Hörgeschädigte ihren Job
behalten und ihrem Arbeitsplatz gerecht werden anstatt Anwärter auf die Frühpension
zu werden. Doch viele sind dazu gezwungen aus dem Arbeitsleben
auszuscheiden, weil sie es schwierig finden, die Herausforderung Hörverlust
zu überwinden. Rund 12 Prozent der Hörgeschädigten im erwerbsfähigen
Alter erhalten Frühpension, was doppelt soviel ist wie in der Allgemeinbevölkerung.
Besonders hörgeschädigte Frauen haben es schwer, auf dem Arbeitsmarkt zu
bleiben. Fast jede Fünfte (19,4 Prozent) ist erwerbsunfähig.
Quelle: Hörselskadedes Riksförbund (HRF), Jahresreport
2003
Fundstelle:
hear-it.org
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EU-Direktive
schützt vor Lärm
Die
europäische Direktive 2003/10/EC vom 6. Februar 2003 führt neue Maßstäbe
bezüglich der Risiken, die Arbeiter durch Lärm ausgesetzt sind, ein. Diese
Maßstäbe sollen nicht nur die Gesundheit und Sicherheit des einzelnen
Arbeiters absichern, sondern auch eine allgemeine Schutzbasis für alle
Arbeiter in der Europäischen Gemeinschaft schaffen, um eine mögliche
Verzerrung des Wettbewerbs zu vermeiden.
Die Direktive führt strengere Grenzen für die wöchentliche
Lärmbelastung ein. Diese darf einen Grenzwert von 87 dB nicht überschreiten.
Davor lag die Grenze bei 90 dB. Wenn eine obere
Belastungsgrenze von 85 dB(A) überschritten wird, sollte der Arbeitgeber
ein Programm zur technischen und/oder organisatorischen Messung einführen,
um die Lärmbelastung zu reduzieren, wie z.B durch:
-
Andere Arbeitsmethoden, die weniger lärmintensiv sind
- Design
und Layout von Arbeitsplätzen und Workstations
- Adäquate
Information und Schulung, um den Arbeitern zu zeigen, wie man die
Arbeitsausrüstung korrekt benutzt
- luft-
oder strukturbedingten Lärm verringern, z.B. durch Absperrungen, Isolation
etc.
- Arbeitsorganisierung,
Begrenzung von Dauer und Intensität der Belastung.
Wenn
die Risiken der Lärmbelastung nicht durch andere Mittel verhindert werden können,
muss den Arbeitern Ohrschutz gewährleistet werden. Der Arbeitgeber sollte
sich darum bemühen, dass der Ohrschutz auch getragen wird.
Wenn ein niedrigerer Action-Wert von 80 dB überschritten
wird, muss der Arbeitgeber sicherstellen, dass alle Arbeiter, die diesem Lärm
ausgesetzt sind, Informationen und Aufklärung über die Risiken durch Lärmbelastung
erhalten.
Die Mitgliedsstaaten müssen die Direktive spätestens
bis zum 15. Februar 2006
umsetzen.
Quelle: " Directive 2003/10/EC of the European
Parliament and the Council of 6 February, 2003
Fundstelle:
hear-it.org
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Hören
heute: Ausgezeichnet
Die Website hören
heute erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Ständig steigende
Besucherzahlen, gute Bewertungen, Auszeichnungen und Verlinkungen von
namhaften Einrichtungen unterstreichen dies.
Zum
dritten Mal in Folge zählt hören heute zu den 6.000 besten deutschen
Internet-Adressen des marktführenden Internet-Guides „Das Web- Adressbuch
für Deutschland“ aus dem m.w. Verlag. Die Fachzeitschrift Computerbild zählte
die Website zu den „besten 100 Internetadressen“ (Ausgabe 1/2001). In
der Rubrik „Gesundheit“ landete hören heute auf Rang 3 mit der
Gesamtbeurteilung „gut“ (Ausgabe 6/2003). Noch wichtiger jedoch ist die
Beurteilung durch die Besucher, die hören heute durchweg mit den Noten
"sehr gut" und "gut" versahen.
Zahlreiche
Links (beispielsweise vom ZDF, WDR, MDR, BR, HR, 3Sat und vielen anderen
renommierten Medien) unterstreichen die Beliebtheit und Kompetenz der
Website.
Die
mit Abstand am meisten aufgerufene Seite ist der Online-Hörtest. „Dies
ist ein Zeichen dafür, dass das Hörbewusstsein deutlich zugenommen hat“,
erläutert der Betreiber der Website Wolfgang Euerle, für den die
Auszeichnungen Ansporn sind, auch weiterhin hochkarätige Informationen rund
ums gute Hören und Verstehen in ansprechender Form darzubieten.
Aber
nicht nur für Ratsuchende ist hören heute eine der ersten Adressen, auch Hörgeräte-Akustiker
finden gute und preiswerte Möglichkeiten der Darstellung in einem adäquaten
Umfeld. Wer sich als Hörgeräte-Akustiker für eine Aufnahme in das
Branchenverzeichnis interessiert, sollte jetzt die Sonderaktion
zu äußerst attraktiven Konditionen nutzen.
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Schulprobleme
durch Hörminderung
(fgh)
Mindestens eine halbe Million Kinder in Deutschland haben Hörprobleme.
Gerade geringe Hörminderungen fallen aber oft erst nach vielen Jahren auf.
Spätestens in der Schule, wo man nur begreifen kann, was man vorher
akustisch verstanden hat, haben es diese Kinder schwer. Sie müssen sich stärker
konzentrieren als andere und haben dennoch Schwierigkeiten mitzukommen. Die
Fördergemeinschaft Gutes Hören rät, im Zweifelsfall immer das Gehör des
Kindes überprüfen zu lassen. Egal, ob es sich um eine vorübergehende Hörminderung
durch eine Mittelohrentzündung handelt, oder um eine bleibende: nur wenn
man das Problem erkannt hat, kann man es lösen.
Ein
leichter Hörverlust fällt oft erst bei der Einschulungsuntersuchung auf,
oder gar Jahre später. Wer im Kindergarten vielleicht noch als
"schlechter Sprecher" durchgeht, bekommt spätestens in der Schule
Probleme. Nach einer US-amerikanischen Studie haben dort 11,3 Prozent der
Schüler Hörprobleme und damit Schwierigkeiten, dem Unterricht zu folgen.
Die Folge: Jedes dritte Kind, das nicht ganz optimal hören kann, bleibt während
seiner Schulzeit mindestens einmal sitzen. Die schlechte Akustik in vielen
Klassenräumen tut ein Übriges. In hallenden Räumen kann Sprache
schlechter verstanden werden und Nebengeräusche bleiben länger im Raum.
Selbst gut hörende Kinder müssen sich oft anstrengen, um die Lehrerstimme
aus dem Lärmpegel herauszuhören. Fatal ist die schlechte Raumakustik für
Kinder, die nicht optimal hören können. Sie können dem Unterricht nur
schwer folgen. Daher sollte beim geringsten Zweifel an der Hörfähigkeit
eines Kindes ein professioneller Hörtest gemacht werden.
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