Archiv September 2003                                                                   

Auch die Kollegen sind gefragt

Mitarbeiter können für schwerhörige Berufstätige eine wichtige Stütze sein – Hinweis auf Hörprobleme wird dankbar angenommen

Wenn es um Hörprobleme geht, spielen die Arbeitskollegen eine große Rolle: Eine Umfrage im Auftrag des Forum Besser Hören hat ergeben, dass jeder fünfte Schwerhörige entsprechende Hinweise oder Tipps gern annehmen würde. „Im täglichen Umgang und bei intensiver Zusammenarbeit fallen Kollegen die Hörprobleme eines Mitarbeiters schnell auf – z.B. durch wiederholtes Nachfragen oder häufige Missverständnisse bei Konferenzen oder im Gespräch unter vier Augen“ weiß Gerhard Hillig vom Forum Besser Hören. Viele Berufstätige sind sich jedoch ihrer Hörminderung gar nicht bewusst und suchen die Ursache für das schlechtere Verstehen erst einmal bei anderen. Dabei sind das frühzeitige Erkennen von Hörproblemen und eine entsprechende Vorsorge bei Berufstätigen besonders wichtig: Denn wer häufiger wichtige Informationen nicht mitbekommt, riskiert nicht nur irritierte Blicke der Kollegen, sondern gefährdet unter Umständen sogar seinen Arbeitsplatz.

Gerhard Hillig: „Hinweise von Kollegen mögen zunächst unangenehm erscheinen, sind aber Gold wert: Da sich Hörprobleme oft schleichend einstellen, werden Sie häufig ‘verschleppt’. Umso bedeutender ist es daher, dass man frühzeitig etwas unternimmt, um den Hörverlust auszugleichen. Gerhard Hillig rät: Wenn ein Kollege durch häufiges Nachfragen auffällt, sollte man ihn unbedingt auf eine Überprüfung seines Gehörs beim Hörgeräte- Akustiker oder HNO-Arzt aufmerksam machen. Der Hörtest ist kostenlos und dauert nur fünf Minuten. Eine Anmeldung hierfür ist in der Regel nicht erforderlich.

Weitere Tipps:
- deutlich sprechen;
- den Kollegen beim Sprechen ansehen;
- das Gesagte durch Mimik und Gestik unterstützen;
- bei Nebengeräuschen die Tür zum Besprechungszimmer schließen;
- wichtige Punkte bei einer Besprechung noch einmal wiederholen.

Quelle: FORUM BESSER HÖREN
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Ohrenschäden durch Medikamente

Bestimmte Medikamente können unerwünschte Nebenwirkungen mit sich bringen. Dazu zählt auch Aspirin. Bei längerer Anwendung in höheren Dosen kann es zu Schwindel, Ohrensausen und Hörverlust führen. Wer unter solchen Nebenwirkungen zu leiden hat, ist nach Absetzen des Medikamentes wieder davon befreit.

Anders liegt der Fall bei bereits bestehenden Ohrenschäden und Tinnitus. Denn hier können schon geringe Medikamentengaben zu einer Verschlimmerung führen, von der sich das Ohr nicht mehr erholt. Daher sollte man in solchen Fällen mit der Einnahme von ASS 100 und Aspirin 100 bei Durchblutungsstörungen vorsichtig sein. 

Bei Kopf- und Gliederschmerzen sowie grippalen Infekten bieten die Wirkstoffe Paracetamol oder Ibuprofen gute Alternativen.

Fernreisende sollten sich der möglichen Nebenwirkungen von Anti-Malaria-Mitteln bewusst sein. Zu nennen ist hier vor allem Chinin. Häufig im Rahmen einer Impfprophylaxe verabreicht, kann es zu einer Schwerhörigkeit mit Hochtonverlust kommen.

Quelle: schwerhoerigen-netz.de
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Fehlende Behandlung kostet Milliarden

Laut einer Studie des schwedischen Hörverbundes HRF kosten hörgeschädigte Personen, die erwerbsunfähig sind, die schwedische Gesellschaft jährlich über 5 Milliarden Schwedische Kronen. Dies sind Kosten, die durch eine frühere und genauere Beratung und Behandlung vermieden werden könnten.

Die Studie des HRF zeigt, dass eine erwerbsunfähige Person die Gesellschaft fünf Mal mehr kostet als die Ausgaben, um einen Hörgeschädigten mittels notwendiger Hilfestellungen auf dem Arbeitsmarkt zu halten. Die Kosten von Erwerbsunfähigkeit belaufen sich auf rund 100 000 SKR, während sich die Ausgaben für Rehabilitation und Hilfsausrüstung auf weniger als 20 000 SKR beziffern lassen. Mit anderen Worten könnten relativ kleine Investitionen die von der Gesellschaft zu tragenden Kosten durch Hörgeschädigte deutlich senken.

Wenn sie angemessene Hilfe bekämen könnten viel Hörgeschädigte ihren Job behalten und ihrem Arbeitsplatz gerecht werden anstatt Anwärter auf die Frühpension zu werden. Doch viele sind dazu gezwungen aus dem Arbeitsleben auszuscheiden, weil sie es schwierig finden, die Herausforderung Hörverlust zu überwinden. Rund 12 Prozent der Hörgeschädigten im erwerbsfähigen Alter erhalten Frühpension, was doppelt soviel ist wie in der Allgemeinbevölkerung. Besonders hörgeschädigte Frauen haben es schwer, auf dem Arbeitsmarkt zu bleiben. Fast jede Fünfte (19,4 Prozent) ist erwerbsunfähig.

Quelle: Hörselskadedes Riksförbund (HRF), Jahresreport 2003
Fundstelle: hear-it.org

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EU-Direktive schützt vor Lärm

Die europäische Direktive 2003/10/EC vom 6. Februar 2003 führt neue Maßstäbe bezüglich der Risiken, die Arbeiter durch Lärm ausgesetzt sind, ein. Diese Maßstäbe sollen nicht nur die Gesundheit und Sicherheit des einzelnen Arbeiters absichern, sondern auch eine allgemeine Schutzbasis für alle Arbeiter in der Europäischen Gemeinschaft schaffen, um eine mögliche Verzerrung des Wettbewerbs zu vermeiden.
Die Direktive führt strengere Grenzen für die wöchentliche Lärmbelastung ein. Diese darf einen Grenzwert von 87 dB nicht überschreiten. Davor lag die Grenze bei 90 dB. Wenn eine obere Belastungsgrenze von 85 dB(A) überschritten wird, sollte der Arbeitgeber ein Programm zur technischen und/oder organisatorischen Messung einführen, um die Lärmbelastung zu reduzieren, wie z.B durch:

- Andere Arbeitsmethoden, die weniger lärmintensiv sind
- Design und Layout von Arbeitsplätzen und Workstations
- Adäquate Information und Schulung, um den Arbeitern zu zeigen, wie man die Arbeitsausrüstung korrekt benutzt

- luft- oder strukturbedingten Lärm verringern, z.B. durch Absperrungen, Isolation etc.
- Arbeitsorganisierung, Begrenzung von Dauer und Intensität der Belastung.

Wenn die Risiken der Lärmbelastung nicht durch andere Mittel verhindert werden können, muss den Arbeitern Ohrschutz gewährleistet werden. Der Arbeitgeber sollte sich darum bemühen, dass der Ohrschutz auch getragen wird.

Wenn ein niedrigerer Action-Wert von 80 dB überschritten wird, muss der Arbeitgeber sicherstellen, dass alle Arbeiter, die diesem Lärm ausgesetzt sind, Informationen und Aufklärung über die Risiken durch Lärmbelastung erhalten.

Die Mitgliedsstaaten müssen die Direktive spätestens bis zum 15. Februar 2006 umsetzen.

Quelle: " Directive 2003/10/EC of the European Parliament and the Council of 6 February, 2003
Fundstelle: hear-it.org

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Hören heute: Ausgezeichnet

Die Website hören heute erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Ständig steigende Besucherzahlen, gute Bewertungen, Auszeichnungen und Verlinkungen von namhaften Einrichtungen unterstreichen dies.

Zum dritten Mal in Folge zählt hören heute zu den 6.000 besten deutschen Internet-Adressen des marktführenden Internet-Guides „Das Web- Adressbuch für Deutschland“ aus dem m.w. Verlag. Die Fachzeitschrift Computerbild zählte die Website zu den „besten 100 Internetadressen“ (Ausgabe 1/2001). In der Rubrik „Gesundheit“ landete hören heute auf Rang 3 mit der Gesamtbeurteilung „gut“ (Ausgabe 6/2003). Noch wichtiger jedoch ist die Beurteilung durch die Besucher, die hören heute durchweg mit den Noten "sehr gut" und "gut" versahen.

Zahlreiche Links (beispielsweise vom ZDF, WDR, MDR, BR, HR, 3Sat und vielen anderen renommierten Medien) unterstreichen die Beliebtheit und Kompetenz der Website. 

Die mit Abstand am meisten aufgerufene Seite ist der Online-Hörtest. „Dies ist ein Zeichen dafür, dass das Hörbewusstsein deutlich zugenommen hat“, erläutert der Betreiber der Website Wolfgang Euerle, für den die Auszeichnungen Ansporn sind, auch weiterhin hochkarätige Informationen rund ums gute Hören und Verstehen in ansprechender Form darzubieten.

Aber nicht nur für Ratsuchende ist hören heute eine der ersten Adressen, auch Hörgeräte-Akustiker finden gute und preiswerte Möglichkeiten der Darstellung in einem adäquaten Umfeld. Wer sich als Hörgeräte-Akustiker für eine Aufnahme in das Branchenverzeichnis interessiert, sollte jetzt die Sonderaktion zu äußerst attraktiven Konditionen nutzen.
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Schulprobleme durch Hörminderung

(fgh) Mindestens eine halbe Million Kinder in Deutschland haben Hörprobleme. Gerade geringe Hörminderungen fallen aber oft erst nach vielen Jahren auf. Spätestens in der Schule, wo man nur begreifen kann, was man vorher akustisch verstanden hat, haben es diese Kinder schwer. Sie müssen sich stärker konzentrieren als andere und haben dennoch Schwierigkeiten mitzukommen. Die Fördergemeinschaft Gutes Hören rät, im Zweifelsfall immer das Gehör des Kindes überprüfen zu lassen. Egal, ob es sich um eine vorübergehende Hörminderung durch eine Mittelohrentzündung handelt, oder um eine bleibende: nur wenn man das Problem erkannt hat, kann man es lösen.

Ein leichter Hörverlust fällt oft erst bei der Einschulungsuntersuchung auf, oder gar Jahre später. Wer im Kindergarten vielleicht noch als "schlechter Sprecher" durchgeht, bekommt spätestens in der Schule Probleme. Nach einer US-amerikanischen Studie haben dort 11,3 Prozent der Schüler Hörprobleme und damit Schwierigkeiten, dem Unterricht zu folgen. Die Folge: Jedes dritte Kind, das nicht ganz optimal hören kann, bleibt während seiner Schulzeit mindestens einmal sitzen. Die schlechte Akustik in vielen Klassenräumen tut ein Übriges. In hallenden Räumen kann Sprache schlechter verstanden werden und Nebengeräusche bleiben länger im Raum. Selbst gut hörende Kinder müssen sich oft anstrengen, um die Lehrerstimme aus dem Lärmpegel herauszuhören. Fatal ist die schlechte Raumakustik für Kinder, die nicht optimal hören können. Sie können dem Unterricht nur schwer folgen. Daher sollte beim geringsten Zweifel an der Hörfähigkeit eines Kindes ein professioneller Hörtest gemacht werden.  
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