Archiv August 2002                                                                   

Hören kann "vergessen" werden

Der Verlust des Hörvermögens ist oft ein schleichender Prozess und wird von den Betroffenen anfangs kaum wahrgenommen. „Bis Hörgeminderte etwas gegen ihre Hörprobleme unternehmen, vergehen in der Regel bis zu zehn Jahre“, weiß Gerhard Hillig vom Hamburger Forum Besser Hören. Viele Betroffene warten ab, ob sich die Hörprobleme von selbst wieder legen. Diese Annahme ist jedoch falsch: Wer seine Hörprobleme auf die lange Bank schiebt, verschenkt nicht nur wertvolle Zeit – sondern wird langfristig immer schlechter hören.
Bei Schwerhörigkeit werden die Hörbahnen nicht mehr effektiv genutzt: Die Hörnerven
verlieren ihre Funktion und leiten somit auch keine Signale an das Gehirn weiter. Die Folge: Das Gehirn "vergisst" mit der Zeit viele Geräusche regelrecht und kann sie nicht mehr interpretieren. „Das Hörzentrum im Gehirn „speichert“ Laute und Geräusche auch nach einer auftretenden Schwerhörigkeit noch bis zu drei Jahre lang“, erklärt Gerhard Hillig. „Danach, spätestens aber nach sieben bis zehn Jahren wird der Speicher jedoch gelöscht. Die Folge: Eingehende Signale können nicht mehr dekodiert und in Informationen umgewandelt werden.“

Umso wichtiger ist es, dass Betroffene bei Hörproblemen schnell handeln und sich über die Anpassung moderner HörSysteme informieren. HörSysteme verstärken das noch vorhandene Resthörvermögen und sorgen dafür, dass das Hörvermögen sich nicht noch weiter verschlechtert. Denn nach der Anpassung von HörSystemen nehmen die Hörbahnen ihre Funktion wieder auf – und versorgen das Gehirn auch wieder mit Signalen. Erfolgt die Anpassung von HörSystemen jedoch erst sehr spät, können auch mit Hörgeräten eingehende Signale nicht mehr problemlos in Information umgewandelt werden. „Selbst Alltagsgeräusche, die man früher jeden Tag gehört hat – wie z.B. das Surren des Kühlschranks oder die Lüftung des Computers – kann das Gehirn nicht mehr problemlos entschlüsseln“, so Gerhard Hillig. Hören muss dann praktisch wieder neu erlernt werden. Viele Hörgeräte-Akustiker bieten mit der Anpassung des ersten Hörgerätes auch ein Hörtraining an. Der Hörgeminderte wird dabei
FORUM BESSER HÖREN

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Arbeiten auf Kosten des Gehörs

(fbh) Lärmschwerhörigkeit rangiert unter den Berufskrankheiten weiterhin an erster Stelle. Über fünf Millionen Bundesbürger sind während ihrer Arbeitszeit hohen Lautstärken ausgesetzt. Jährlich werden von den Berufsgenossenschaften über 6.000 neue Fälle von lärmbedingter Schwerhörigkeit anerkannt.

Viele Arbeitnehmer gehen davon aus, dass allein der Arbeitgeber für den Schutz der Mitarbeiter-Ohren verantwortlich sei. Dies ist jedoch nur bedingt richtig: Der Arbeitgeber ist in erster Linie für die Reduzierung von Lärmquellen am Arbeitsplatz, z.B. durch den Einbau von Schallschutzfenstern, zuständig. Ab einem Dauerschallpegel von 85 dB - das entspricht ungefähr der Lautstärke eines vorbeifahrenden Lastwagens in fünf Metern Entfernung - ist er außerdem verpflichtet, einen entsprechenden Gehörschutz zur Verfügung zu stellen. 

Für den tatsächlichen Gebrauch des Gehörschutzes ist jeder Arbeitnehmer jedoch selbst verantwortlich. Untersuchungen zeigen, dass zwei von drei Arbeitnehmern keinen Gehörschutz tragen. Die Gründe: Bequemlichkeit oder einfach Unkenntnis über die Folgen.

Hörschäden, die durch Lärm hervorgerufen werden, stellen sich oft schleichend ein und macht sich in der Regel erst nach zehn Jahren bemerkbar. Dann ist die Hörminderung jedoch nicht mehr rückgängig zu machen. Sind die Haarsinneszellen im Innenohr erst einmal zerstört, können sie nicht „repariert", das ursprüngliche Hörvermögen nicht mehr hergestellt werden. Vorbeugung ist daher das A und O, um Lärmschwer-hörigkeit zu vermeiden.

Ihr Hörgeräteakustiker informiert Sie ausführlich über unterschiedliche Arten des Gehörschutzes.
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Hörschäden erkennen

Eine Hörschwäche erkennt man nicht einfach so. Denn häufig tritt sie schleichend auf und ihre Entwicklung zieht sich über viele Jahre hin. Meist sind es dann Familienmitglieder, Freunde oder Kollegen, die es zuerst merken, wenn jemand nicht mehr ganz Ohr ist und sich immer mehr von seiner Umwelt isoliert. Zum Beispiel weisen Nachbarn auf die hohe Lautstärke des Fernsehers hin. Oder man überhört das Telefon oder das Klingeln an der eigenen Haustür. Und das immer häufiger. Diese Signale sollte man ernst nehmen. Typische Anzeichen für Hörschwächen:
• Fernsehen oder Radio so laut drehen, dass andere sich beschweren
• sich beim Hören sehr anstrengen und konzentrieren müssen
• bei Unterhaltungen ständig missverstehen
• ein Ohr bevorzugen
• ständig Menschen bitten, etwas Gesagtes noch einmal zu wiederholen
• sich aus sozialen Kontakten zurückziehen.
Sobald man solche Signale bei sich oder anderen feststellt, gibt es nur einen Weg:
Den Gang zum Hörakustiker oder zum Hals-Nasen-Ohren(HNO)-Arzt.
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Aufputschmittel gegen Dauerlärm

Dauerlärm belastet nicht nur das Nervensystem, sondern ist auch ein Risikofaktor bei der Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Der Umweltmediziner Professor Christian Maschke vom Robert-Koch-Institut in Berlin hat herausgefunden, dass Menschen unter chronischer Lärmbelästigung mehr Alkohol und Kaffee trinken, mehr rauchen und mehr Arzneimittel schlucken.
Außerdem ziehen sie sich in geschlossene Räume zurück, was zu Bewegungsmangel führt. Diese Verhaltensweisen können neben lärmbedingten Schlafstörungen Hypertonie, Diabetes, Fettstoffwechselstörungen und Veränderungen im Immunsystem zur Folge haben sowie zur Entwicklung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen beitragen.
Quelle: DAK-Magazin „Fit"
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Senioren leben "kariesgefährlich"

(za) Das Geschmacksempfinden verändert sich im Lauf des Älterwerdens. Auch die geringere Speichelproduktion im Alter führt dazu, dass die Ernährungsgewohnheiten sich verschieben, wie Prof. Dr. Elmar Hellwig aus Freiburg betont. Nahrung, die kaum gekaut werden muss, wie Milchreis oder Griesbrei, stehen dann öfter auf dem Speiseplan. Diese Mahlzeiten sind süß und klebrig. Außerdem, so Prof. Hellwig, können ältere Menschen durch die nachlassende manuelle Geschicklichkeit schwer zugängliche Stellen im Mund nicht mehr so gut sauber halten. Dies alles begünstigt das Entstehen von Karies. Hellwig rät Senioren bei Mundtrockenheit, mit dem Essen auch kleine Schlucke Wasser zu sich zu nehmen, um das Kauen zu erleichtern. Als Zwischenmahlzeit sollte man zu zuckerfreien Produkten greifen. Auf saure Bonbons sollten Senioren ganz verzichten.
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Kostenlose Sprechstunde bei Hörproblemen

Was ist zu tun, wenn das Hörvermögen nachlässt? An wen kann man sich bei Hörproblemen wenden? Was leisten moderne HörSysteme? Für alle, die Antworten auf diese und weitere Fragen suchen, hat das Forum Besser Hören ab sofort ein offenes Ohr:
Jeden Montag von 15 bis 17 Uhr haben Menschen mit
Hörminderungen und deren Angehörigen die Möglichkeit, unter 0800 – 360 9 360
Fragen zum Thema „Hörprobleme und Moderne HörSysteme" zu stellen.
Die Fragen
werden von einer Hörgeräte-Akustikerin individuell beantwortet. Der Anruf ist kostenlos.
„Die anonyme Telefonsprechstunde soll eine erste Anlaufstelle für all diejenigen sein, die
sich aktiv mit Hörproblemen auseinandersetzen wollen, aber den Gang zum HNO-Arzt oder Hörgeräte-Akustiker noch scheuen", beschreibt Gerhard Hillig vom Forum Besser Hören den neuen Service. Wer nicht zum Telefonhörer greifen möchte, kann sich auch schriftlich unter 040-28401340 (Fax) oder per eMail unter info@forumbesserhoeren.de an das Forum Besser Hören wenden.
Die am häufigsten gestellten Fragen zum Thema gibt es auch zum Nachlesen: Das
Faltblatt „Moderne HörSysteme: Das sollten Sie wissen" ist ab sofort beim Hörgeräte-Akustiker oder beim Forum Besser Hören, Spadenteich 1, 20099 Hamburg kostenlos erhältlich.
FORUM BESSER HÖREN
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Schulweg: Tipps für Eltern

„Auf dem Schulweg verunglückten in Deutschland im Jahr 2000 rund 140.200 Kinder, davon etwa 61.500 bei Unfällen im Straßenverkehr", sagt Rainer Hessel, Geschäftsführer der Deutschen Verkehrswacht.

Sicher zur Schule - Tipps für Eltern:
• Die Spielumgebung der Kinder auf Gefahren hin überprüfen. Grenzen der Spielbereiche müssen abgesteckt und erklärt werden.
• Kleinere Gehwege sollten immer wieder eingeübt werden.
• Das Gelernte sollte immer wieder überprüft werden. Das Kind sollte sein eigenes Verhalten den Erwachsenen erklären. So können Erwachsene sicher sein, dass sie verstanden wurden.
• Kinder sollten nicht zu früh im Straßenverkehr Rad fahren. Zum Üben regelmäßig Radtouren unternehmen.
• Erwachsene sollten Kindern ein Vorbild sein, denn Kinder ahmen falsches Verhalten schnell nach.
• Kinder dürfen nur in geeigneten Kindersitzen im Auto mitgenommen werden und sollten immer auf der Gehwegseite aussteigen.
• Eltern sollten ihr Kind nicht zu früh allein dem Straßenverkehr überlassen, egal, wie sicher es auch schon zu sein scheint.

Weitere Tipps, Informationen und auch Übungsmaterialien gibt es bei der Deutschen Verkehrswacht, Am Pannacker 2, 53340 Meckenheim bei Bonn, Telefon: 02225/884-0.
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Spinne im Ohr

Wegen Kopfschmerzen suchte eine Griechin (33) ihren Arzt auf. Der Doktor staunte nicht schlecht: Im Ohr der Frau entdeckte er eine Spinne. „Ich war überrascht, als ich ein Spinnennetz sah, und plötzlich bemerkte ich eine Bewegung", sagte Dr. Evangelos Gollas. Die Patientin habe ihm erzählt, sie sei auf einem Motorroller gefahren und habe plötzlich ein komisches Gefühl im Ohr gehabt.
Quelle: Rhein-Zeitung
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Tee gegen Tinnitus

In seiner Fernsehsendung „Hobbythek" empfiehlt Jean Pütz einen Beruhigungstee gegen Tinnitus zum Selbstmischen.
Das Rezept: Je 25 Gramm
• Hopfen
• Lavendelblüten
• Melissen und
• Passionsblumenkraut
Für eine Tasse nimmt man ein bis zwei Teelöffel dieser Mischung und lässt den Tee 5 bis 10 Minuten ziehen.
Wenn Sie dieses Rezept probieren, würde uns Ihre Erfahrung interessieren. Schreiben Sie bitte eine E-Mail, damit wir Ihre Erfahrungen auch an andere Leser weitergeben können
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