Archiv Juni/Juli 2002                                                                   

Experten warnen vor Krankheitsursache Lärm

Berlin/Magdeburg/Schwerin (rpo). Wer oft Lärm ausgesetzt ist, hat ein höheres Herzinfarktrisiko. Nach Angaben des Bundesumweltministeriums leiden vier von fünf Menschen in Deutschland unter lärmbedingten Krankheiten.

Für rund zwölf Millionen Bundesbürger ist der Lärm nach Angaben des Umweltbundesamtes (UBA) sogar das Umweltproblem Nummer eins. Besonders in Städten litten die Menschen am Dauerschallpegel des Verkehrlärms und am Flugkrach, teilte das Amt am Dienstag in Berlin mit. Zum internationalen Tag gegen den Lärm an diesem Mittwoch forderten Umweltschutzorganisationen zum wiederholten Mal ein Lärmschutzgesetz, mehr Tempo-30-Zonen und Ruheregelungen.

Lärm schädigt dem Umweltbundesamt zufolge nicht nur die Ohren, sondern den gesamten Organismus. "Menschen, die an Straßen mit einem mittleren Lärmpegel von 65 Dezibel und mehr wohnen, haben ein um 20 Prozent höheres Herzinfarktrisiko", sagte der Abteilungsleiter Verkehr im Umweltbundesamt, Axel Friedrich. Insbesondere bei Kindern könne Lärmbelastung Lernvermögen und die Konzentrationsfähigkeit verringern. "Lärm ist eine Plage, die krank macht."

Lärmbelästigung Straßenverkehr
Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Gila Altmann, nannte als Hauptverursacher der Lärmbelästigung Straßenverkehr, an zweiter und dritter Stelle stünden Flug- und Schienenverkehr. Wie bei kaum einem anderen Umweltthema seien alle Bürger Täter und Opfer zugleich, sagte Altmann. "Wir fahren Auto, nutzen das Flugzeug und selbst die ansonsten umweltfreundliche Bahn hat ein großes Lärmproblem." 

Nach Angaben der Berufsgenossenschaften ist Lärmschwerhörigkeit auch die häufigste Berufskrankheit. Über drei Millionen Menschen seien Lärm am Arbeitsplatz ausgesetzt. Im Jahr 2000 waren nach einem Bericht der Bundesregierung 6 872 Fälle von Lärmschwerhörigkeit neu als Berufskrankheit anerkannt worden. Das entspricht einen Anteil von knapp 37 Prozent an den insgesamt 18 689 neu anerkannten Fälle von Berufskrankheiten.

Die Ursachen liegen den Berufsgenossenschaften zufolge zumeist in unzureichendem Lärmschutz in Betrieben der Metallbranche oder auf dem Bau. Die Behandlungskosten für Lärmschwerhörigkeit lägen bei 150 Millionen Euro im Jahr.

Auch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) sieht im Lärm die am häufigsten wahrgenommene Umweltbelastung. Doch nicht nur fremde Einflüsse verletzten das Gehör. Ein Viertel aller Jugendlichen schädige die Ohren durch überlaute Musik, teilte die BzgA mit. Nach Einschätzung des Schweriner Arztes Henning Wiegels werden die Jugendlichen in Deutschland mit 40 Jahren im Schnitt so schlecht hören wie die heute 60-Jährigen. Wichtige Ursache dafür sei der "eigentlich unnötige Freizeitlärm" in Discotheken und beim Musikhören mit dem Walkman, sagte der Chefarzt der Hals-Nasen-Ohren- Klinik Schwerin in einem dpa-Gespräch.

Schwerhörigkeit nicht heilbar
"Lärmschwerhörigkeit ist heute und auch in der nächsten Zukunft nicht heilbar", betonte Nils-Carsten Waga, Facharzt für Arbeitsmedizin der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel in Hannover. Schwerhörigen könne neben gesundheitlichen Problemen auch die gesellschaftliche Isolation drohen: Wer den Sinn von Worten nicht mehr heraushöre, werde oft fälschlicherweise für dumm gehalten.

Prof. Eberhard Pfister, Direktor des Instituts für Arbeitsmedizin und Hygiene der Universität Magdeburg, warnte vor den Gefahren des Lärms im täglichen Leben. In der Freizeit und am Arbeitsplatz sollten die Menschen für mehr Ruhe sorgen. Lärm müsse nicht immer laut sein. "Lärm ist jede Art von Schall, die stört. Auch das leise Ticken eines Weckers kann Lärm sein", sagte Pfister in einem dpa-Gespräch. Beim Schlaf sei eine leise Umgebung ebenfalls wichtig. "Auch der Lärm nachts wird wahrgenommen und muss verarbeitet werden."

Pfister warnte auch davor, Lärm dauerhaft zu akzeptieren. "Eine Gewöhnung an Lärm gibt es nicht, auch wenn einige Menschen das glauben." Zum "Tag gegen den Lärm" haben zahlreiche Verbände, Einrichtungen, Institutionen, Krankenkassen und Behörden in Deutschland aufgerufen.

Quelle: RP-Online
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Hören in sechzig Bildern

Foto-Ausstellung "Erlebnis Hören" kommt nach Weimar – Die Exponate sind vom 22. Mai bis 16. Juni im Sophien- und Hufeland-Klinikum zu sehen

Weimar/Hamburg – Es ist wie Radio hören: Nur umgekehrt. So ließe sich kurz und prägnant die Idee der Foto-Ausstellung "Erlebnis Hören" umschreiben, die das Forum Besser Hören, Hamburg, vom 22.5. bis 16.6.2002 im Weimarer Sophien- und Hufeland-Klinikum zeigt. "Während beim Radio hören zum Gehörten automatisch Bilder im Kopf entstehen, entwickeln sich beim Betrachter unserer Exponate wie von selbst Klangwelten", erläutert Gerhard Hillig, Sprecher des Forum Besser Hören, die Faszination der Ausstellung. "Man sieht einen ruhigen See und meint sofort das sanfte Schlagen der Wellen zu hören. Man sieht ein Flugzeug am

So unterschiedlich die Empfindungen jedes Einzelnen sind, so deutlich wird beim Betrachten der Fotos der Stellenwert unseres Gehörs.

Die Wander-Ausstellung, die aus einem bundesweiten Foto-Wettbewerb unter Profi- und Amateurfotografen hervorgegangen ist, wird in Weimar im Rahmen des Projektes Kunst im Krankenhaus (KIK) gezeigt. "Das Klinikum Weimar ist nicht nur aufgrund dieses Engagements der ideale Partner für unsere Ausstellung", so Hillig weiter.

"Vielmehr fällt die Eröffnung der Ausstellung mit dem Start des "Thüringer-Säuglings- Hörscreening- Zentrums" von Prof. Dr. Olaf Arndt, Chefarzt der Klinik für HNO-Heilkunde, zusammen."

Die Foto-Ausstellung ist als Wander-Ausstellung konzipiert. Weitere Standorte nach Weimar sind in der Planung. Aktuelle Ausstellungsdaten, Informationen zum Hören allgemein sowie der Versorgung mit modernen HörSystemen bietet das Internet-Portal unter www.forumbesserhoeren.de
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Prinzen“ als Botschafter der Ohren

Popgruppe als Botschafter für "Take care of your ears"

 

(fgh) Sie sind seit zehn Jahren in der deutschen Musikszene erfolgreich. "Die Prinzen" (Ich wär' so gerne Millionär; Küssen verboten; Alles nur geklaut) sind für A-cappella-Gesänge und pfiffige Texte bekannt. Derzeit ist die Popgruppe auf Deutschland-Tournee. Die Stimmung bei den Auftritten ist gut, die Musik kommt hervorragend rüber. Doch Hörschäden muss kein Fan befürchten. "Bei uns wird der Lautstärke-Regler bewusst nicht voll aufgedreht", betonen die Prinzen. Da ist es sehr stimmig, dass die Prinzen
Botschafter der Schulkampagne "Take care of your ears" geworden sind. Diese Aktion für Schüler der 5. und 6. Schulklassen vermittelt, dass die Ohren leistungsfähig, aber zugleich auch sensibel und schützenswert sind. Die Prinzen hierzu: "Wir finden es berufsbedingt natürlich gut, dass es eine Kampagne gibt, die sich mit den Ohren als ernstzunehmenden Körperteilen beschäftigt."
"Wir freuen uns sehr, dass wir die Prinzen für die Schulkampagne gewinnen konnten", so Dr. Karin Uphoff von der Fördergemeinschaft Gutes Hören. "Vorbilder können einen enormen Einfluss auf das Verhalten von Kindern und Jugendlichen haben. Gerade auch in Bezug auf das Hören sind gute Vorbilder ungeheuer wichtig." Die Prinzen machen Popmusik, bei der mehrstimmiger Gesang im Vordergrund steht - Musik zum Hinhören und nicht zum Volldröhnen. Ganz im Sinne der Schulkampagne, für die die Prinzen sich ehrenamtlich einsetzen. "Man muss den Kids einfach klar machen, dass es mehr Spaß bringt,
wenn man alles von der Musik mitkriegt und nicht nur Kreissägen oder
Ultramultimegabässe", so die Band. "Take care of your ears" läuft nun seit zwei Jahren sehr erfolgreich. Bundesweit nutzen rund 3.900 Schulen die Unterrichtsmaterialien. An der Umsetzung sind auch Hörakustiker und HNO-Ärzte beteiligt, die den Lehrern fachliche Unterstützung anbieten. Organisatorisch und finanziell wird die Aktion von der Fördergemeinschaft Gutes Hören und dem Forum Besser Hören unterstützt. Die Organisation hat das Deutsche Grüne Kreuz übernommen. Schirmherr der Kampagne ist Peter Maffay.

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Mit Gong und Xylophon gegen Schmerzen

(sra) Singen, Musizieren und bewusstes Zuhören ermöglichen Schmerz-Patienten zu entspannen, nachzudenken und neuen Mut zu schöpfen. Das bestätigen Forscher vom Memorial Sloan-Kettering Cancer Center in New York. Der schmerzlindernde Effekt von Musik beruht darauf, dass schmerzleitende und akustische Nervenbahnen im Körper dicht beieinander liegen. Akustische Reize sind deshalb in der Lage, die Weiterleitung von Schmerzsignalen zu hemmen. Die Musiktherapie bietet darüber hinaus dem Patienten durch eigenes Musizieren die Möglichkeit, die Behandlung aktiv mitzugestalten. Für Menschen, deren Leben häufig nur noch vom Schmerz bestimmt wird, bedeutet das wieder ein Stück Selbstbestimmung. Ein weiterer schmerzlindernder Aspekt liegt darin, dass die Patienten beim Musizieren negative Gefühle ausleben können. Da beispielsweise Trauer und Angst die Schmerzintensität steigern, schafft eine Verarbeitung dieser Gefühle Erleichterung und verringert dadurch das Leiden.
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Große Nachfrage nach Informationen zum Hören 
Ab sofort Online-Bestellung

"Unsere Informations-Unterlagen finden bei den Endverbrauchern reißenden Absatz. Wir bieten deshalb sämtliche Drucksachen rund ums Hören ab sofort auch online zum Bestellen an", so Silke Brandes vom des Presse- und Informationszentrums der Vereinigung der Hörgeräte-Industrie ist aus diesem Anlass deutlich erweitert und überarbeitet worden. "Drucksachen" drei Produkte schnell und kostenlos bestellt werden: die Broschüre "hören", das Faltblatt "Das sollten Sie wissen" sowie der Katalog zur Foto-Ausstellung "Erlebnis Hören", die bis Mitte Mai im Berliner Museum für Kommunikation zu sehen ist.

Design und Inhalt der Drucksachen entsprechen dabei den unterschiedlichen Ansprüchen der Endverbraucher. Silke Brandes: "Wir informieren nicht nur sachlich umfassend über Hören, Hörminderungen und deren Ausgleich durch Anpassung moderner HörSysteme, sondern vermitteln den Menschen darüber hinaus Spaß am Hören."

FORUM BESSER HÖREN, Presse- und Informationszentrum,
Spadenteich 1, 20099 Hamburg, Tel.: 040-284013-50, Fax: 040-284013-40

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Verwendung von Hörgeräte-Batterien

In einigen Ländern werden Hörgerätebatterien kostenlos ausgegeben, während die Hörgeräteträger diese in anderen Ländern auf eigene Rechnung erwerben müssen. Unabhängig davon sollten alle Hörgeräteträger folgendes beachten:

Eine Standard-Hörgerätebatterie hat eine Lebensdauer von zwischen 5 und 40 Tagen, je nach Hörgerätetyp, Leistung, Batterietyp und Verwendungsdauer des Geräts.

Die Batterie sollte gewechselt werden, wenn die Wiedergabe der Laute verzerrt ist oder die Lautstärke außergewöhnlich aufgedreht werden muss. Hörgerätebatterien entladen sich häufig sehr plötzlich, so dass man immer einen Satz Ersatzbatterien mitführen sollte. Halten Sie die Ersatzbatterien von Münzen oder anderen metallischen Gegenständen fern, um eine Entladung der Batterien zu verhindern. Einige Hörgeräte erzeugen einen leisen Warnton, um einen schlechten Ladezustand der Batterien anzuzeigen.

Vergewissern Sie sich, dass der Schutzstreifen der Batterie unbeschädigt ist, da Hörgerätebatterien sich entladen, sobald dieser Streifen entfernt ist. Kaufen Sie daher Batterien nur in ungeöffneten Verpackungen.

Darüber hinaus hat man selbst Einfluss darauf, dass die Lebenszeit der Batterien und des Hörgeräts länger erhalten bleibt. Öffnen Sie nachts das Batteriefach, so dass die Feuchtigkeit entweichen kann und die Batterie nicht korrodiert bzw. das Gerät beschädigt wird. Es ist ebenfalls zu empfehlen, die Hände vor dem Batteriewechsel gründlich zu waschen, da Creme oder Schmutz auf den Batterien das Hörgerät beschädigen können.

Die Lebenszeit der Batterien ist länger unter kühlen Klimabedingungen. Die Lagerung an kalten oder warmen Orten sollte vermieden werden, da dies zu Spannungsverlust der Batterien und zu einer kürzeren Lebenszeit führt.

Batterien sind in verschiedener Größe und Leistung erhältlich. Die Leistung wird in Milliamperestunden (mAh) gemessen, wodurch die Dauer angegeben ist, die die Batterie hält. Eine 70 mAh-Batterie hat daher eine kürzere Lebenszeit als eine 610 mAh-Batterie. Daneben sollte natürlich auf den Preis und die Leistungsabgabe geachtet werden.

Kaufen Sie nur Einwegbatterien mit Umweltzeichen. So weit wie möglich sollte es sich hierbei um Zink-Luft-Knopfzellen handeln, die fast ausschließlich als Hörgerätebatterien verwendet werden, oder um Silberoxid- oder Alkali-Knopfzellen. Batterien sind giftig und sollten daher von Kindern ferngehalten werden.

Quelle: www.german.hear-it.org 
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Alpentäler als Lärmkessel

(ap) Nachdem kürzlich bereits eine Studie zur Luftbelastung der Alpentäler veröffentlicht worden war, wiesen die Alpen-Initiative und die Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz nun auf die spezielle Lärmbelastung hin. Die Berghänge führten zu einer Akustik wie im Amphitheater, sagte der Münchner Lärmexperte Ulrich Kurze. Bei bestimmten Wetterlagen würden die engen Bergtäler zu eigentlichen Lärm-Kesseln. Selbst bessere Lärmschutzwände brächten in dieser Situation kaum wesentliche Entlastung. Die Alpen-Initiative fordert, den Lärm im Alpenraum zu senken. Dazu müsse der Güterverkehr wie im Alpenschutzartikel vorgeschrieben auf die Schiene verlagert werden.
Quelle: St. Galler Tagblatt  
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Kopfschmerz: Den richtigen Zeitpunkt nicht verpassen
Was ist bei der Einnahme einer Kopfschmerztablette zu beachten?

(dgk) Der richtige Zeitpunkt für die Einnahme einer Kopfschmerztablette hängt entscheidend von der Form des Schmerzes und den verwendeten Substanzen ab.

Damit Betroffene besser einordnen können, unter welcher Kopfschmerzform sie leiden, sollten sie sich immer genau notieren, wo die Schmerzen auftraten, welche Vorboten es gab, wie lange die Beschwerden dauerten, welche Medikamente sie genommen haben und wie diese wirkten. So müssen zum Beispiel Patienten mit Migräne oder Spannungskopfschmerzen nicht warten bis die Schmerzen nicht mehr auszuhalten sind. "Häufig genügt schon eine Tablette, um die Schmerzkaskade zu verhindern", sagt Dr. Jan-Peter Jansen von der Stiftung Kopfschmerz in Berlin. Wer schon bei den ersten Anzeichen wie erhöhter Reizempfindlichkeit ein Medikament einnimmt, hat gute Chancen, dass die Kopfschmerzen erst gar nicht ausbrechen.

Zum Abblocken von leichten Migräne-Attacken oder Spannungskopfschmerzen haben sich nach Empfehlungen der amerikanischen Kopfschmerzgesellschaften Kombinationspräparate mit den Wirkstoffen Acetylsalicylsäure (ASS), Paraceta-mol und Koffein bewährt. Da die einzelnen Substanzen sich gegenseitig in ihrer Wirkung unterstützen, kann schon eine Tablette ausreichen, um weitere Kopfschmerzen zu verhindern. Diese Präparate sind außerdem gut verträglich, weil durch die Kombination die Einzelsubstanzen geringer dosiert werden können. Bei starken Migräneanfällen rät die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) zu einer Therapie mit Triptanen. Je früher der Patient diese Medikamente nimmt, desto besser kann der Verlauf abgemildert werden. Aber auch während einer Attacke ist ihr Einsatz noch möglich. Es sollte jedoch generell eine Viertelstunde vorher ein Mittel gegen Übelkeit eingenommen werden, um die Wirksamkeit des Medikamentes zu verbessern.

Bei Spannungskopfschmerzen kann man auch versuchen, sich mit kalten Kompressen, einem Spaziergang oder Akupressurmassage Linderung zu verschaffen. "Jeder Patient sollte individuell ausprobieren, welche Entspannungsmethoden oder Hausmittel für ihn Erleichterung bringen", so Jansen. Wenn sie nicht helfen oder keine Möglichkeit zur Anwendung besteht, ist der Griff zu einem Schmerzmittel eher zu empfehlen, als den Schmerz auszuhalten. Ob rezeptfreie Medikamente oder vom Arzt verschrieben, den Kopfschmerzmittelverbrauch sollten die Betroffenen genau im Auge behalten. Denn zu viele Schmerzmittel können wiederum selbst zu Kopfschmerzen führen. Deshalb rät die DMKG, Schmerztabletten nicht häufiger als an zehn Tagen im Monat und nicht länger als drei Tage hintereinander einzunehmen.
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Tinnitus: Pausen für´s Ohr

(DTL) - Lärm ist die Umweltgeißel Nummer 1. Und Lärm macht krank. Er ist Spitzenreiter bei den anerkannten Berufskrankheiten. 
Lärm wird zudem von 30% der rund 3 Millionen Tinnitus-Patienten in  Deutschland als Auslöser von ihren Ohrgeräuschen angegeben. "Wir haben zuviel um die Ohren, und wir bekommen zuviel auf's Ohr"  resümiert Elke Knör, Vorsitzende der Deutschen Tinnitus-Liga. Die permanente Beschallung an nahezu jedem Ort lasse die unentbehrlichen Inseln der Ruhe schwinden. Und unsere hektische und schnelllebige Zeit lasse uns zudem nicht mehr zur Ruhe kommen. Bei einigen Menschen  brenne daher regelrecht die Sicherung durch. Hörsturz und Tinnitus können die Folge sein, führt Knör weiter aus. Entspannungsübungen haben sich in vielen Fällen als Therapie bewährt, oft kombiniert mit weiteren individuellen Therapieansätzen. Pausen  und regelmäßige Entspannung sind gleichzeitig auch wirkungsvolle Vorbeugemaßnahmen gegen Ohrgeräusche. Denn das Ohr schläft nie. Es  ist permanent im Einsatz. "Wer sich und seinen Ohren ab und an eine Pause gönnt, der kann auch zukünftig ganz Ohr sein", konstatiert Knör. Deswegen sei es notwendig, verstärkt Bewusstsein für die  fantastischen Leistungen des Hörsinns zu schaffen. Denn nur was uns  wichtig ist, schützen wir. Und nur mit diesem Bewusstsein kann man wirkungsvoll gegen unnötigen Lärm einschreiten.

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