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Experten warnen vor Krankheitsursache Lärm
Berlin/Magdeburg/Schwerin (rpo). Wer oft Lärm ausgesetzt ist, hat
ein höheres Herzinfarktrisiko. Nach Angaben des Bundesumweltministeriums
leiden vier von fünf Menschen in Deutschland unter lärmbedingten
Krankheiten.
Für rund zwölf Millionen Bundesbürger
ist der Lärm nach Angaben des Umweltbundesamtes (UBA) sogar das
Umweltproblem Nummer eins. Besonders in Städten litten die Menschen am
Dauerschallpegel des Verkehrlärms und am Flugkrach, teilte das Amt am
Dienstag in Berlin mit. Zum internationalen Tag gegen den Lärm an diesem
Mittwoch forderten Umweltschutzorganisationen zum wiederholten Mal ein Lärmschutzgesetz,
mehr Tempo-30-Zonen und Ruheregelungen.
Lärm
schädigt dem Umweltbundesamt zufolge nicht nur die Ohren, sondern den
gesamten Organismus. "Menschen, die an Straßen mit einem mittleren Lärmpegel
von 65 Dezibel und mehr wohnen, haben ein um 20 Prozent höheres
Herzinfarktrisiko", sagte der Abteilungsleiter Verkehr im
Umweltbundesamt, Axel Friedrich. Insbesondere bei Kindern könne Lärmbelastung
Lernvermögen und die Konzentrationsfähigkeit verringern. "Lärm ist
eine Plage, die krank macht."
Lärmbelästigung
Straßenverkehr
Die
Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Gila
Altmann, nannte als Hauptverursacher der Lärmbelästigung Straßenverkehr,
an zweiter und dritter Stelle stünden Flug- und Schienenverkehr. Wie bei
kaum einem anderen Umweltthema seien alle Bürger Täter und Opfer
zugleich, sagte Altmann. "Wir fahren Auto, nutzen das Flugzeug und
selbst die ansonsten umweltfreundliche Bahn hat ein großes Lärmproblem."
Nach
Angaben der Berufsgenossenschaften ist Lärmschwerhörigkeit auch die häufigste
Berufskrankheit. Über drei Millionen Menschen seien Lärm am Arbeitsplatz
ausgesetzt. Im Jahr 2000 waren nach einem Bericht der Bundesregierung 6 872
Fälle von Lärmschwerhörigkeit neu als Berufskrankheit anerkannt worden.
Das entspricht einen Anteil von knapp 37 Prozent an den insgesamt 18 689
neu anerkannten Fälle von Berufskrankheiten.
Die
Ursachen liegen den Berufsgenossenschaften zufolge zumeist in
unzureichendem Lärmschutz in Betrieben der Metallbranche oder auf dem
Bau. Die Behandlungskosten für Lärmschwerhörigkeit lägen bei 150
Millionen Euro im Jahr.
Auch
die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) sieht im Lärm
die am häufigsten wahrgenommene Umweltbelastung. Doch nicht nur fremde
Einflüsse verletzten das Gehör. Ein Viertel aller Jugendlichen schädige
die Ohren durch überlaute Musik, teilte die BzgA mit. Nach Einschätzung
des Schweriner Arztes Henning Wiegels werden die Jugendlichen in
Deutschland mit 40 Jahren im Schnitt so schlecht hören wie die heute 60-Jährigen.
Wichtige Ursache dafür sei der "eigentlich unnötige Freizeitlärm"
in Discotheken und beim Musikhören mit dem Walkman, sagte der Chefarzt
der Hals-Nasen-Ohren- Klinik Schwerin in einem dpa-Gespräch.
Schwerhörigkeit
nicht heilbar
"Lärmschwerhörigkeit
ist heute und auch in der nächsten Zukunft nicht heilbar", betonte
Nils-Carsten Waga, Facharzt für Arbeitsmedizin der Berufsgenossenschaft
Nahrungsmittel in Hannover. Schwerhörigen könne neben gesundheitlichen
Problemen auch die gesellschaftliche Isolation drohen: Wer den Sinn von
Worten nicht mehr heraushöre, werde oft fälschlicherweise für dumm
gehalten.
Prof.
Eberhard Pfister, Direktor des Instituts für Arbeitsmedizin und Hygiene
der Universität Magdeburg, warnte vor den Gefahren des Lärms im täglichen
Leben. In der Freizeit und am Arbeitsplatz sollten die Menschen für mehr
Ruhe sorgen. Lärm müsse nicht immer laut sein. "Lärm ist jede Art
von Schall, die stört. Auch das leise Ticken eines Weckers kann Lärm
sein", sagte Pfister in einem dpa-Gespräch. Beim Schlaf sei eine
leise Umgebung ebenfalls wichtig. "Auch der Lärm nachts wird
wahrgenommen und muss verarbeitet werden."
Pfister
warnte auch davor, Lärm dauerhaft zu akzeptieren. "Eine Gewöhnung
an Lärm gibt es nicht, auch wenn einige Menschen das glauben." Zum
"Tag gegen den Lärm" haben zahlreiche Verbände, Einrichtungen,
Institutionen, Krankenkassen und Behörden in Deutschland aufgerufen.
Quelle:
RP-Online
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Hören
in sechzig Bildern
Foto-Ausstellung
"Erlebnis Hören" kommt nach Weimar – Die Exponate sind
vom 22. Mai bis 16. Juni im Sophien- und Hufeland-Klinikum zu sehen
Weimar/Hamburg
– Es ist wie Radio hören: Nur umgekehrt. So ließe
sich
kurz und prägnant die Idee der Foto-Ausstellung "Erlebnis Hören"
umschreiben,
die
das Forum Besser Hören, Hamburg, vom 22.5. bis 16.6.2002 im Weimarer
Sophien-
und Hufeland-Klinikum zeigt. "Während beim Radio hören zum Gehörten
automatisch
Bilder im Kopf entstehen, entwickeln sich beim Betrachter unserer
Exponate
wie von selbst Klangwelten", erläutert Gerhard Hillig, Sprecher des
Forum
Besser
Hören, die Faszination der Ausstellung. "Man sieht einen ruhigen See
und
meint
sofort das sanfte Schlagen der Wellen zu hören. Man sieht ein Flugzeug am
So
unterschiedlich die Empfindungen jedes Einzelnen sind, so deutlich wird
beim
Betrachten der Fotos der Stellenwert unseres Gehörs.
Die
Wander-Ausstellung, die aus einem bundesweiten Foto-Wettbewerb unter
Profi- und
Amateurfotografen
hervorgegangen ist, wird in Weimar im Rahmen des Projektes
Kunst
im Krankenhaus (KIK) gezeigt. "Das Klinikum Weimar ist nicht nur
aufgrund
dieses Engagements der ideale Partner für unsere Ausstellung", so
Hillig weiter.
"Vielmehr
fällt die Eröffnung der Ausstellung mit dem Start des "Thüringer-Säuglings-
Hörscreening-
Zentrums" von Prof. Dr. Olaf Arndt, Chefarzt der Klinik
für HNO-Heilkunde, zusammen."
Die
Foto-Ausstellung ist als Wander-Ausstellung konzipiert. Weitere Standorte
nach
Weimar
sind in der Planung. Aktuelle Ausstellungsdaten, Informationen zum Hören
allgemein
sowie der Versorgung mit modernen HörSystemen bietet das Internet-Portal
unter www.forumbesserhoeren.de
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„Prinzen“
als Botschafter der Ohren
Popgruppe
als Botschafter für "Take care of your ears"
(fgh) Sie sind seit zehn Jahren
in der deutschen Musikszene erfolgreich. "Die Prinzen" (Ich wär'
so gerne Millionär; Küssen verboten; Alles nur geklaut) sind für
A-cappella-Gesänge und pfiffige Texte bekannt. Derzeit ist die Popgruppe
auf Deutschland-Tournee. Die Stimmung bei den Auftritten ist gut, die
Musik kommt hervorragend rüber. Doch Hörschäden muss kein Fan befürchten.
"Bei uns wird der Lautstärke-Regler bewusst nicht voll
aufgedreht", betonen die Prinzen. Da ist es sehr stimmig, dass die
Prinzen
Botschafter der Schulkampagne "Take care of your ears" geworden
sind. Diese Aktion für Schüler der 5. und 6. Schulklassen vermittelt,
dass die Ohren leistungsfähig, aber zugleich auch sensibel und schützenswert
sind. Die Prinzen hierzu: "Wir finden es berufsbedingt natürlich
gut, dass es eine Kampagne gibt, die sich mit den Ohren als
ernstzunehmenden Körperteilen beschäftigt."
"Wir
freuen uns sehr, dass wir die Prinzen für die Schulkampagne gewinnen
konnten", so Dr. Karin Uphoff von der Fördergemeinschaft Gutes Hören.
"Vorbilder können einen enormen Einfluss auf das Verhalten von
Kindern und Jugendlichen haben. Gerade auch in Bezug auf das Hören sind
gute Vorbilder ungeheuer wichtig." Die Prinzen machen Popmusik, bei
der mehrstimmiger Gesang im Vordergrund steht - Musik zum Hinhören und
nicht zum Volldröhnen. Ganz im Sinne der Schulkampagne, für die die
Prinzen sich ehrenamtlich einsetzen. "Man muss den Kids einfach klar
machen, dass es mehr Spaß bringt,
wenn man alles von der Musik mitkriegt und nicht nur Kreissägen oder
Ultramultimegabässe", so die Band. "Take care of your ears"
läuft nun seit zwei Jahren sehr erfolgreich. Bundesweit nutzen rund 3.900
Schulen die Unterrichtsmaterialien. An der Umsetzung sind auch Hörakustiker
und HNO-Ärzte beteiligt, die den Lehrern fachliche Unterstützung
anbieten. Organisatorisch und finanziell wird die Aktion von der Fördergemeinschaft
Gutes Hören und dem Forum Besser Hören unterstützt. Die Organisation
hat das Deutsche Grüne Kreuz übernommen. Schirmherr der Kampagne ist
Peter Maffay.
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Mit
Gong und Xylophon gegen Schmerzen
(sra)
Singen, Musizieren und bewusstes Zuhören ermöglichen Schmerz-Patienten
zu entspannen, nachzudenken und neuen Mut zu schöpfen. Das bestätigen
Forscher vom Memorial Sloan-Kettering Cancer Center in New York. Der
schmerzlindernde Effekt von Musik beruht darauf, dass schmerzleitende und
akustische Nervenbahnen im Körper dicht beieinander liegen. Akustische
Reize sind deshalb in der Lage, die Weiterleitung von Schmerzsignalen zu
hemmen. Die Musiktherapie bietet darüber hinaus
dem Patienten durch eigenes Musizieren
die Möglichkeit, die Behandlung aktiv mitzugestalten. Für Menschen,
deren Leben häufig nur noch vom Schmerz bestimmt wird, bedeutet das
wieder ein Stück Selbstbestimmung. Ein weiterer schmerzlindernder Aspekt
liegt darin, dass die Patienten beim Musizieren negative Gefühle ausleben
können. Da beispielsweise Trauer und Angst die Schmerzintensität
steigern, schafft eine Verarbeitung dieser Gefühle Erleichterung und
verringert dadurch das Leiden.
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Große
Nachfrage nach Informationen
zum
Hören
Ab sofort Online-Bestellung
"Unsere
Informations-Unterlagen finden bei den Endverbrauchern
reißenden
Absatz. Wir bieten deshalb sämtliche Drucksachen rund
ums
Hören ab sofort auch online zum Bestellen an", so Silke Brandes vom
des Presse- und Informationszentrums der Vereinigung der Hörgeräte-Industrie
ist
aus
diesem Anlass deutlich erweitert und überarbeitet worden. "Drucksachen"
drei Produkte schnell und kostenlos bestellt werden: die Broschüre
"hören",
das Faltblatt "Das sollten Sie wissen" sowie der Katalog zur
Foto-Ausstellung
"Erlebnis
Hören", die bis Mitte Mai im Berliner Museum für Kommunikation zu
sehen
ist.
Design
und Inhalt der Drucksachen entsprechen dabei den unterschiedlichen
Ansprüchen
der Endverbraucher. Silke Brandes: "Wir informieren nicht nur
sachlich
umfassend über Hören, Hörminderungen und deren Ausgleich durch
Anpassung
moderner
HörSysteme, sondern vermitteln den Menschen darüber hinaus Spaß
am Hören."
FORUM
BESSER HÖREN, Presse- und Informationszentrum,
Spadenteich 1, 20099 Hamburg, Tel.: 040-284013-50, Fax: 040-284013-40
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Verwendung
von Hörgeräte-Batterien
In einigen Ländern
werden Hörgerätebatterien kostenlos ausgegeben, während die Hörgeräteträger
diese in anderen Ländern auf eigene Rechnung erwerben müssen. Unabhängig
davon sollten alle Hörgeräteträger folgendes beachten:
Eine Standard-Hörgerätebatterie hat eine Lebensdauer
von zwischen 5 und 40 Tagen, je nach Hörgerätetyp, Leistung, Batterietyp
und Verwendungsdauer des Geräts.
Die Batterie sollte gewechselt werden, wenn die
Wiedergabe der Laute verzerrt ist oder die Lautstärke außergewöhnlich
aufgedreht werden muss. Hörgerätebatterien entladen sich häufig sehr plötzlich,
so dass man immer einen Satz Ersatzbatterien mitführen sollte. Halten Sie
die Ersatzbatterien von Münzen oder anderen metallischen Gegenständen
fern, um eine Entladung der Batterien zu verhindern. Einige Hörgeräte
erzeugen einen leisen Warnton, um einen schlechten Ladezustand der
Batterien anzuzeigen.
Vergewissern Sie sich, dass der Schutzstreifen der
Batterie unbeschädigt ist, da Hörgerätebatterien sich entladen, sobald
dieser Streifen entfernt ist. Kaufen Sie daher Batterien nur in ungeöffneten
Verpackungen.
Darüber hinaus hat man
selbst Einfluss darauf, dass die Lebenszeit der Batterien und des Hörgeräts
länger erhalten bleibt. Öffnen Sie nachts das Batteriefach, so dass die
Feuchtigkeit entweichen kann und die Batterie nicht korrodiert bzw. das
Gerät beschädigt wird. Es ist ebenfalls zu empfehlen, die Hände vor dem
Batteriewechsel gründlich zu waschen, da Creme oder Schmutz auf den
Batterien das Hörgerät beschädigen können.
Die Lebenszeit der Batterien ist länger unter kühlen
Klimabedingungen. Die Lagerung an kalten oder warmen Orten sollte
vermieden werden, da dies zu Spannungsverlust der Batterien und zu einer kürzeren
Lebenszeit führt.
Batterien sind in verschiedener Größe und Leistung
erhältlich. Die Leistung wird in Milliamperestunden (mAh) gemessen,
wodurch die Dauer angegeben ist, die die Batterie hält. Eine 70
mAh-Batterie hat daher eine kürzere Lebenszeit als eine 610 mAh-Batterie.
Daneben sollte natürlich auf den Preis und die Leistungsabgabe geachtet
werden.
Kaufen Sie nur Einwegbatterien mit Umweltzeichen. So
weit wie möglich sollte es sich hierbei um Zink-Luft-Knopfzellen handeln,
die fast ausschließlich als Hörgerätebatterien verwendet werden, oder
um Silberoxid- oder Alkali-Knopfzellen. Batterien sind giftig und sollten
daher von Kindern ferngehalten werden.
Quelle:
www.german.hear-it.org
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(ap) Nachdem kürzlich
bereits eine Studie zur Luftbelastung der Alpentäler veröffentlicht
worden war, wiesen die Alpen-Initiative und die Ärztinnen und Ärzte für
Umweltschutz nun auf die spezielle Lärmbelastung hin. Die Berghänge
führten zu einer Akustik wie im Amphitheater, sagte der Münchner Lärmexperte
Ulrich Kurze. Bei bestimmten Wetterlagen würden die engen Bergtäler zu
eigentlichen Lärm-Kesseln. Selbst bessere Lärmschutzwände brächten in
dieser Situation kaum wesentliche Entlastung. Die Alpen-Initiative
fordert, den Lärm im Alpenraum zu senken. Dazu müsse der Güterverkehr
wie im Alpenschutzartikel vorgeschrieben auf die Schiene verlagert werden.
Quelle:
St. Galler Tagblatt
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Kopfschmerz:
Den richtigen Zeitpunkt nicht verpassen
Was
ist bei der Einnahme einer Kopfschmerztablette zu beachten?
(dgk) Der
richtige Zeitpunkt für die Einnahme einer Kopfschmerztablette hängt
entscheidend von der Form des Schmerzes und den verwendeten Substanzen ab.
Damit Betroffene besser einordnen können, unter welcher Kopfschmerzform
sie leiden, sollten sie sich immer genau notieren, wo die Schmerzen
auftraten, welche Vorboten es gab, wie lange die Beschwerden dauerten,
welche Medikamente sie genommen haben und wie diese wirkten. So müssen
zum Beispiel Patienten mit Migräne oder Spannungskopfschmerzen nicht
warten bis die Schmerzen nicht mehr auszuhalten sind. "Häufig genügt
schon eine Tablette, um die Schmerzkaskade zu verhindern", sagt Dr.
Jan-Peter Jansen von der Stiftung Kopfschmerz in Berlin. Wer schon bei den
ersten Anzeichen wie erhöhter Reizempfindlichkeit ein Medikament
einnimmt, hat gute Chancen, dass die Kopfschmerzen erst gar nicht
ausbrechen.
Zum Abblocken von leichten Migräne-Attacken oder Spannungskopfschmerzen
haben sich nach Empfehlungen der amerikanischen Kopfschmerzgesellschaften
Kombinationspräparate mit den Wirkstoffen Acetylsalicylsäure (ASS),
Paraceta-mol und Koffein bewährt. Da die einzelnen Substanzen sich
gegenseitig in ihrer Wirkung unterstützen, kann schon eine Tablette
ausreichen, um weitere Kopfschmerzen zu verhindern. Diese Präparate sind
außerdem gut verträglich, weil durch die Kombination die
Einzelsubstanzen geringer dosiert werden können.
Bei starken Migräneanfällen rät die Deutsche Migräne- und
Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) zu einer Therapie mit Triptanen. Je früher
der Patient diese Medikamente nimmt, desto besser kann der Verlauf
abgemildert werden. Aber auch während einer Attacke ist ihr Einsatz noch
möglich. Es sollte jedoch generell eine Viertelstunde vorher ein Mittel
gegen Übelkeit eingenommen werden, um die Wirksamkeit des Medikamentes zu
verbessern.
Bei Spannungskopfschmerzen kann man auch versuchen, sich mit kalten
Kompressen, einem Spaziergang oder Akupressurmassage Linderung zu
verschaffen. "Jeder Patient sollte individuell ausprobieren, welche
Entspannungsmethoden oder Hausmittel für ihn Erleichterung bringen",
so Jansen. Wenn sie nicht helfen oder keine Möglichkeit zur Anwendung
besteht, ist der Griff zu einem Schmerzmittel eher zu empfehlen, als den
Schmerz auszuhalten. Ob rezeptfreie Medikamente oder vom Arzt
verschrieben, den Kopfschmerzmittelverbrauch sollten die Betroffenen genau
im Auge behalten. Denn zu viele Schmerzmittel können wiederum selbst zu
Kopfschmerzen führen. Deshalb rät die DMKG, Schmerztabletten nicht häufiger
als an zehn Tagen im Monat und nicht länger als drei Tage hintereinander
einzunehmen.
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Tinnitus: Pausen
für´s Ohr
(DTL) - Lärm
ist die Umweltgeißel Nummer 1. Und Lärm macht krank. Er ist
Spitzenreiter bei den anerkannten Berufskrankheiten.
Lärm wird zudem von 30% der rund 3 Millionen Tinnitus-Patienten in
Deutschland als Auslöser von ihren Ohrgeräuschen angegeben. "Wir
haben zuviel um die Ohren, und wir bekommen zuviel auf's Ohr"
resümiert Elke Knör, Vorsitzende der Deutschen Tinnitus-Liga. Die permanente
Beschallung an nahezu jedem Ort lasse die unentbehrlichen Inseln der
Ruhe schwinden. Und unsere hektische und schnelllebige Zeit lasse uns
zudem nicht mehr zur Ruhe kommen. Bei einigen Menschen brenne daher
regelrecht die Sicherung durch. Hörsturz und Tinnitus können die
Folge sein, führt Knör weiter aus. Entspannungsübungen haben sich
in vielen Fällen als Therapie bewährt, oft kombiniert mit weiteren
individuellen Therapieansätzen. Pausen und regelmäßige
Entspannung sind gleichzeitig auch wirkungsvolle Vorbeugemaßnahmen
gegen Ohrgeräusche. Denn das Ohr schläft nie. Es ist permanent im
Einsatz. "Wer sich und seinen Ohren ab und an eine Pause gönnt,
der kann auch zukünftig ganz Ohr sein", konstatiert Knör.
Deswegen sei es notwendig, verstärkt Bewusstsein für die
fantastischen Leistungen des Hörsinns zu schaffen. Denn nur was uns
wichtig ist, schützen wir. Und nur mit diesem Bewusstsein kann man
wirkungsvoll gegen unnötigen Lärm einschreiten.
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