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Pfunde
schaden Gehör
Übergewichtige
oder Fettleibige haben ein doppelt so hohes Risiko, Probleme mit dem Gehör
zu bekommen. Das ist das Ergebnis einer schwedischen Studie an 245.000
schwedischen Wehrpflichtigen.
Die
Ergebnisse der Studie wurden im Dezember 2004 bei einer Konferenz in Göteborg
präsentiert. Die Studie zeigte den Zusammenhang zwischen Schwerhörigkeit
und körperlicher Entwicklung von der Geburt bis zum Wehrpflichtigenalter.
"Da sich Übergewicht und Fettleibigkeit als
bedeutende Risikofaktoren in Relation zu Hörverlust zeigen, müssen wir mit
einer Zunahme der Zahl an Personen mit früher Schwerhörigkeit
rechnen," erklärte Marie-Louise Barrenäs, Dozentin an der "Sahlgrenska
Akademie" in Göteborg der schwedischen Tageszeitung "Göteborgs-Posten",
bezüglich einer Konsequenz von zunehmenden Gewichtsproblemen in der
schwedischen Bevölkerung.
Die Forscher
fanden heraus, dass Schwerhörigkeit bei drei Gruppen mindestens doppelt so
häufig auftritt wie bei anderen Wehrpflichtigen. Die
erste Gruppe bestand aus Männern mit niedrigem Geburtsgewicht, die im Laufe
der Zeit, bis zum Wehrpflichtigenalter, Übergewicht entwickelt hatten. Die
zweite Gruppe bestand aus Männern, die bei ihrer Geburt ein normales
Gewicht hatten und beim Eintritt in die Armee übergewichtig waren. Die
dritte Gruppe umfasst Männer mit Wachstumsstörungen bei der Geburt, während
der Pubertät und bei Eintritt in die Armee.
Die Forscher betonen, dass Wachstumsstörungen schwer zu
überwinden sind, dass man gegen Übergewicht und Fettleibigkeit jedoch
leichter vorgehen und dadurch Hörprobleme reduzieren kann.
Die Studie lässt nicht den Umkehrschluss zu, dass
schwerhörige Menschen generell übergewichtig sind.
Quelle:
Gøteborgs-Posten, www.gp.se,
Fundstelle:
hear-it.org
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Gehör
nicht vergessen!
Gesundheitliche
Prävention wird heute immer wichtiger.
Unverzichtbar für eine umfassende Vorsorge ist auch die frühzeitige und
regelmäßige
Überprüfung des Gehörs. Darauf weisen Experten des Forum Besser Hören
hin. „Menschen, die
auf gesundheitliche Prävention achten wollen, dürfen ihr Gehör nicht
vergessen. Ihre Vorsorge
ist nur dann komplett, wenn sie auch ihr Hörvermögen rechtzeitig und
zuverlässig untersuchen
lassen“, sagt Forum-Sprecher Karsten Mohr. „Je früher Hörprobleme
erkannt werden, desto
besser lassen sich die Konsequenzen in den Griff bekommen.“
Hörprobleme
sind längst keine Alterserscheinung mehr. Betroffen sind immer mehr
Menschen
mittleren Alters, junge Erwachsene, aber auch Jugendliche und Kinder.
„Verantwortlich dafür ist
vor allem die zunehmende Lärmbelastung in unserer modernen Gesellschaft“,
erläutert Mohr.
Insgesamt leben in Deutschland mindestens 15 Millionen Menschen mit Hörschwäche.
Viele
davon sind sich dessen nicht bewusst oder schieben das Problem vor sich her.
Die
Folgen sind ernst. Menschen, die nichts gegen die eigene Hörschwäche
unternehmen,
rutschen zunehmend in die soziale Isolation, weil der reibungslose Austausch
von Mensch zu
Mensch immer schwieriger wird. Häufige Begleiterscheinungen sind private
Vereinsamung und
Probleme im Beruf. „Die daraus resultierenden seelischen Belastungen sind
oftmals verbunden
mit psychosomatischen Erkrankungen und depressiven Zuständen“, so Mohr.
Verhindern lässt
sich dies durch eine rechtzeitige Versorgung mit modernen Hörsystemen, die
Hörprobleme
ausgleichen und die individuelle Kommunikationsfähigkeit erhalten.
Ob
das Gehör noch in Ordnung ist, verrät ein Test beim Hörakustiker vor Ort.
Der Check-Up
dauert nur wenige Minuten und ist kostenlos. Aufschluss gibt auch eine
Untersuchung beim
HNO-Arzt. Weitere Informationen sowie einen Online-Hörtest gibt es im
Internet unter
www.forumbesserhoeren.de. Das Forum-Beratungstelefon unter der kostenfreien
Nummer
0800-360-9-360
ist an jedem Montag von 15 bis 17 Uhr geschaltet. FBH
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Veranstalter
haftet bei Hörschäden
Konzertveranstalter
müssen mit entsprechenden Vorkehrungen ihre Besucher vor Gehörschäden
durch übermäßig laute Musik schützen. Ansonsten haften sie den
verletzten Personen gegenüber. Das hat das Landgericht Nürnberg-Fürth
entschieden.
Wie der
Anwalt-Suchservice mitteilt, hatte eine junge Frau ein Open-Air-Konzert der
Musikgruppe „Bon Jovi“ besucht. Während der Veranstaltung stand sie
rund drei Stunden im Zentrum des Zuschauerfeldes. Etwa fünf Meter von ihr
entfernt waren große Lautsprecher-Boxen aufgestellt. Beim Verlassen des
Konzertes hörte die Besucherin nur noch „dumpf“ und verspürte kurz
darauf einen starken Druck und ein heftiges Pfeifen auf ihrem linken Ohr.
Der behandelnde Arzt stellte eine Innenohrschädigung mit Tinnitus fest. Die
Frau war vier Wochen lang arbeitsunfähig und musste mit Infusionen
behandelt werden.
Die Besucherin
verlangte später 4.000 Euro Schmerzensgeld von den Konzertveranstaltern.
Doch diese weigerten sich. Schließlich seien die Musiker und die
„amerikanischen Tontechniker“ für die Beschallung zuständig gewesen,
so die Veranstalter. Die Frau zog vor Gericht und bekam Recht.
Das LG Nürnberg-Fürth
sah in der Untätigkeit der Konzertveranstalter einen klaren Verstoß gegen
ihre Verkehrssicherungspflicht (Urt. v. 1.12.2004 – 6 O 4537/03). Ein
Konzertveranstalter habe alle erforderlichen Maßnahmen zu treffen, um seine
Zuschauer vor Gesundheitsschäden zu schützen, so die Richter. Er dürfe
diese Überwachung nicht auf die „Lärmverursacher“ abwälzen. Die
verletzte Frau treffe auch keine Mitschuld, so das Gericht. Als Besucherin
eines großen Konzertes einer namhaften Musikgruppe habe sie in der Mitte
des Zuschauerfeldes nicht damit rechnen müssen, Gehörschäden zu erleiden.
Die
Konzertveranstalter haben Berufung eingelegt.
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Hörsysteme
immer kleiner
Die
Zeiten, in denen Hörsysteme bloße Verstärker waren, sind endgültig
vorbei. Dank modernster Technik gleichen die Geräte heutige einem
Mini-Computer, der
Schallwellen analysiert und zu einem neuen digitalen Klangbild wieder
zusammenfügt. Dadurch
kann nahezu jedes Hörproblem individuell ausgeglichen werden.
Gleichzeitige
Stimmen und Störgeräusche während eines Gesprächs - der sogenannte
Cocktail-
Party-Effekt - gehören seit jeher zu den größten Herausforderungen der
Forschung. Hörsysteme
der jüngsten Generation haben auf diesem Gebiet einen Qualitätssprung
gemacht, weil sie die
Trennung von Sprache und Lärm ermöglichen. Anhand der gemessenen
Frequenzen entscheidet
das Hörsystem automatisch, um welche Geräuschquelle es sich handelt und
schaltet innerhalb
von Sekundenbruchteilen in das für die Hörsituation optimale Hörprogramm.
Störschall wird
dabei unterdrückt, menschliche Sprache hervorgehoben. Zudem justieren
moderne Hörsysteme
die Lautstärke automatisch.
Einen
Fortschritt stellt auch die Richtmikrofontechnik dar. Richtmikrofone werden
inzwischen
extrem raumsparend gebaut. Sie verstärken ausgewählte Raumbereiche und
blenden die
angrenzenden Störquellen aus. Dies ist beispielsweise bei Einzelgesprächen
sehr hilfreich. Die
Stimme des Gesprächspartners kann so genauer erfasst und verstärkt werden.
„Es
ist davon auszugehen, dass die Zukunft durch eine weitere
Leistungssteigerung der
Hörsysteme gekennzeichnet sein wird. Ein Aspekt stellen dabei miteinander
kommunizierende
Geräte dar, die Daten austauschen und einseitige Schwankungen im Hörvermögen
ausgleichen“,
sagt Dr. Ascan Gossler von Forum Besser Hören. Um die ästhetischen Bedürfnisse
der Nutzer zu
befriedigen, werden die Geräte immer kleiner. Weiteren Spielraum, um die Hörsysteme
noch
kleiner und gleichzeitig leistungsstärker zu machen, sehen Experten für
die Zukunft bei den
Batterien. Gegenwärtig beträgt das durchschnittliche Leistungsvermögen
bis zu 250 Stunden. In
den Forschungslaboren wird bereits mit Hochdruck an einer Ausweitung
gearbeitet.
Quelle:
FBH
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Grundschüler
(84 J.) kann wieder hören
Sein Fall ging
im Herbst 2004 durch alle Medien: Der älteste
Grundschüler der Welt, der 84jährige Kenianer Kimani Maruge wünschte sich
ein Hörgerät, um
dem Unterricht besser folgen zu können. Wenn seine Mitschüler sich
lautstark unterhielten,
konnte er dem Unterricht nicht folgen. Als das Forum Besser Hören davon
erfuhr, zögerte es
nicht lange. Es ließ bei dem 30fachen Großvater einen Hörtest durchführen
und ein
Audiogramm anfertigen. Anschließend wurden geeignete Hörsysteme nach
Nairobi gesandt, die
ein lokaler Hörakustiker dem wissbegierigen Schüler anpasste. Da nur in
der kenianischen
Hauptstadt eine qualifizierte Anpassung gewährleistet war, musste Kimani
Maruge, der in einem
abgelegenen Dorf im Landesinneren wohnt, extra nach Nairobi gebracht werden.
Doch all diese
Strapazen haben sich für ihn gelohnt: Mittlerweile kann er seine Umwelt
wieder laut und
deutlich verstehen.
„Kimani Maruge hätte sich ein Hörgerät, das allein Abhilfe schafft,
selbst nicht leisten können“,
sagt der behandelnde Arzt Dr. Harish Rupani von der HNO-Abteilung des
Nairobi Hospital.
Kimani Maruge fällt in seiner Klasse auf wie ein bunter Hund. Als Kind
durfte er nicht in die
Schule gehen, weil er sich um das Vieh seiner Eltern kümmern musste.
Deshalb holt er jetzt im
fortgeschrittenen Alter nach, endlich lesen und schreiben zu lernen. Seine
Lehrer loben und
beschreiben ihn als einen fleißigen, pünktlichen und ehrgeizigen Schüler.
Und auch für die
Zukunft hat er noch große Pläne: Nach dem Schulabschluss möchte er
Tiermedizin studieren
und ein Buch über seine Zeit als Freiheitskämpfer schreiben. „Mein Alter
macht mir nichts aus.
Ich weiß, dass Gott mich nicht so bald wegholen und mir die Möglichkeit
geben wird, dies zu
Ende zu bringen“, sagt er.
Quelle: FBH
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Wir
sind ganz Ohr
(fgh) Schon im
Mutterleib können wir hören. Kein Wunder, dass Neugeborene die Stimme
ihrer Mutter von allen anderen Stimmen unterscheiden können, bevor sie in
der Lage sind, ihr Gesicht zu erkennen. Tag und Nacht, pausenlos sind die
Ohren im Einsatz – ein Leben lang. Dabei leisten sie Unglaubliches. Wir können
extrem leise Geräusche wahrnehmen. Wenn wir ebenso gut sehen könnten, würden
wir eine 10-Watt-Birne noch aus 1.000 Kilometern Entfernung erkennen. Wir hören
eine Spannbreite von über 10 Oktaven – von 20 Hertz bis 16.000 Hertz.
Wenn man den Dynamikbereich des Gehörs auf eine Waage übertragen würde, könnte
diese Waage vom Sandkorn bis zum Traktor alles wiegen, ohne umgeschaltet
werden zu müssen. Das Gehör ist das empfindlichste und dynamischste
Sinnesorgan des Menschen.
Was das Gehör täglich für uns leistet:
-
Alarmieren:
Telefonklingeln, Türläuten, Knalle, Rufe, Donner oder Hupen können
uns auf Gefahren aufmerksam machen.
-
Orientieren:
Bei geschlossenen Augen hören wir, ob wir uns in einem großen Raum
oder in einem kleinen Zimmer befinden. Da wir mit zwei Ohren hören, können
wir einschätzen, aus welcher Richtung Geräusche kommen.
-
Verständigung
durch Sprache ermöglichen: Dank unseres Gehörs können wir sprechen
lernen.
-
Informieren:
Über die Ohren nehmen wir viele Informationen auf – Gespräche,
Telefon, Radio, Fernsehen.
-
Stimmungen
transportieren: Neben den Inhalten, nehmen wir auch die Lautstärke,
Sprachmelodie oder Tonhöhen wahr und entschlüsseln damit die
Stimmungen und Gefühle der Sprecher, wie z.B. Ironie, Erstaunen,
Aggressionen.
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