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Krach
als Todesursache
(fgh) Für Wale ist der Krach in den Weltmeeren lebensgefährlich. Die
Tiere nutzen ihr hochentwickeltes Gehör, um Beute zu finden, sich zu
orientieren und sich mit anderen Walen zu verständigen. Doch das wird immer
schwieriger: Die zunehmende Schallbelastung in den Meeren durch
Schiffsverkehr, Unterwasserbohrungen oder Schallexperimente des Militärs stört
das Leben der großen Meeressäuger und zerstört es mitunter sogar.
Wasser überträgt Schallwellen anders als Luft. So können Wale über
hunderte Kilometer hinweg miteinander kommunizieren. Doch das Meer trägt
nicht nur die Walgesänge, sondern auch den Lärm, den Menschen produzieren,
viele Seemeilen weit. Dadurch werden die Meeresbewohner von einer ständigen
Geräuschkulisse bedroht, die sie unter Stress setzt. Zum Beispiel die
zahllosen Bohrinseln in der Nordsee verwirren vorbeiziehende Wale. Tiere,
die sich sonst problemlos zurechtfinden können, verlieren in diesem Lärm
die Orientierung. Sie stranden im flachen Nordseewasser und sterben. Der Lärm löst zudem Gehörschädigungen
bei Walen und Delfinen aus. Durch schlechteres Hören und zusätzlichen
Krach werden nicht nur potentielle Beutetiere, sondern auch Räuber, die den
Tieren gefährlich werden können, zu spät wahrgenommen. Auf der Flucht vor
dem Lärm verändert sich das Tauchverhalten der Tiere, so dass offenbar die
tödlichen Symptome der Taucherkrankheit ausgelöst werden, beklagt die
Whale and Dolphin Conservation Society, die sich ebenfalls für den Tag
gegen Lärm engagiert.
Quelle: http://de.wdcs.org/laerm/index.htm
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Tag
gegen Lärm - kostenlose Beratung
(fgh) Lärm ist für etwa 75
Prozent der Menschen in Deutschland ein Thema. Denn so viele fühlen sich
durch laute Geräusche gestört – am Arbeitsplatz, zu Hause oder
unterwegs. Besonders durch Straßenverkehr, aber auch durch Nachbarn, Flug-
und Schienenverkehr, sowie durch Industrielärm fühlt man sich belästigt.
Die Ohren leiden, der ganze Organismus steht unter Stress, Fragen tauchen
auf.
Wie kann ich eine Hörschädigung durch hohe Schallpegel verhindern? Was
kann ich tun, um eine bereits bestehende Schädigung behandeln zu lassen?
Welcher Gehörschutz ist für mich und meine Bedürfnisse genau der
richtige?
Welche Möglichkeiten gibt es,
mit Hörsystemen wieder besser zu hören? Solche und viele weitere Fragen
beantworten FGH-Hörgeräte-Akustiker und HNO-Ärzte am kostenlosen
Beratungs-telefon der Fördergemeinschaft Gutes Hören. Unter der
Telefonnummer 0800 – 0112 112 stehen Hörgeräte-Akustiker für die
individuelle Beratung bereit, medizinische Fragen rund um die Lärm-Schädigung
beantworten HNO-Ärzte unter 0800 – 0112 113.
Das Beratungstelefon ist jeden Mittwoch von 14 bis 16 Uhr besetzt. Am 25.
April bildet „Lärm“ das Schwerpunktthema, die Anrufe sind gebührenfrei.
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Schwerhöriges
Kabinettsmitglied
Starke
Schwerhörigkeit hindert Schwedens Kultusministerin Lena Adelsohn Liljeroth
nicht daran, Karriere zu machen.
Das
51-jährige Kabinettsmitglied hatte schon immer Probleme mit dem Hören. Die
Kultusministerin überlegte lange, ob sie die anspruchsvolle Position in der
schwedischen Regierung annehmen sollte.
”Ich bin so schwerhörig, dass ich nicht sagen kann, aus welcher Richtung
ein Geräusch kommt. Ich habe noch nie Vogelzwitschern gehört. Außerdem
bereiten fremde Sprachen mir Schwierigkeiten und das war einer Gründe
weshalb ich zögerte, „Ja“ zu diesem Job zu sagen”, so Adelshon
Liljeroth gegenüber der schwedischen Zeitung Aftenposten.
Das schwedische Kabinettsmitglied ist ein lebendes Beispiel für eine hörgeschädigte
Person, die es bis ganz nach oben geschafft hat. Lena Adelshon Liljeroth
wurde von dem schwedischen Magazin Veckans Affärer zu einer der mächtigsten
Frauen Schwedens gekürt.
Quellen: Aftenposten,
24.10.2006 und www.hlf.no, 30.10.2006, Fundstelle: hear-it.org
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Mehr
Lärm am Arbeitsplatz
Auf
Dänemarks Arbeitsplätzen wird es immer schwerer, sein eigenes Wort zu
verstehen. Berufstätige arbeiten oft bei so viel Lärm, dass sie sich nur
durch lautes Sprechen mit ihren Kollegen verständigen können.
Lehrer, Mitarbeiter auf Schlachthöfen und
Klempner gehören zu den lautesten Berufen der Welt.
Mehr als ein Drittel dänischer Arbeitnehmer muss ca. 25 % seiner
Arbeitszeit so viel Lärm ertragen, dass eine Verständigung untereinander
nur durch sehr lautes Sprechen möglich ist. Das sind 12 Prozent mehr als im
Vergleich zu einer ähnlichen Studie aus dem Jahr 2000. Männer müssen
häufiger bei schädigendem Lärm arbeiten als Frauen. 11 Prozent der Männer
sind so hoher Lautstärke ausgesetzt, dass sie Hörschäden riskieren. 7
Prozent der Frauen sagen, dass sie rufen müssen, um sich bei einem Abstand
von einem Meter unterhalten zu können.
Die Studie über Lärm am Arbeitsplatz in Dänemark basiert auf
Informationen von 9.000 Teilnehmern.
Quelle:
Arbejdsmiljøinstituttet, www.ami.dk, 11. Dezember 2006, Fundstelle:
hear-it.org
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Bitte
nicht schreien!
(fgh) Wenn wir etwas
erzählen, möchten wir, dass unser Gesprächspartner aufmerksam zuhört. Er
soll „ganz Ohr“ sein, denn sonst wird er unsere Worte kaum richtig
verstehen. Aber tatsächlich ist Kommunikation manchmal gar nicht so einfach
– und das kann unterschiedliche Gründe haben.
Wir kennen das alle: Sobald mehrere Menschen zusammentreffen, wird plötzlich
nicht nur mit-, sondern auch durcheinander gesprochen. In Kombination mit
Hintergrundgeräuschen wie Straßenverkehr, Musik, einem laufenden
Fernseher, Baustellenkrach oder dem Lärm einer Kneipe wird Kommunikation
sehr schwierig. Doch für etwa 15 Millionen Deutsche kommt noch ein weiteres
Problem hinzu: Sie leiden unter einer Hörminderung und schlechte Außenbedingungen
machen es noch komplizierter, etwas zu verstehen.
Tipps für Gespräche bei Hörminderung
Wenn Ihr Gegenüber Hörprobleme hat, sollten Sie Folgendes berücksichtigen:
- Bitte nicht schreien! Das hilft nicht – es schadet eher. Denn viele
Menschen, die leises Sprechen nicht verstehen, sind zugleich bei großen
Lautstärken besonders empfindlich. Dieses scheinbar widersprüchliche Hörempfinden
wird durch eine Schädigung der Haarzellen im Innenohr ausgelöst. Deshalb:
deutlich, aber in normaler Lautstärke sprechen.
- Nicht von hinten ansprechen. Man erschreckt den anderen nur unnötig.
Verstanden wird man so ohnehin kaum.
- Auch bei mehrmaligem Wiederholen geduldig bleiben.
- Den Gesprächspartner nicht überfordern. Langes, konzentriertes Zuhören
ermüdet.
Verstehen
erleichtern
Ob mit oder ohne Hörminderung: Wenn man folgende Tipps beherzigt, fällt
Zuhören und Verstehen leichter:
- Die Umgebung sollte möglichst ruhig sein.
- Deutlich und nicht zu schnell sprechen, kurze Sätze verwenden.
- Es hilft, wenn man den Gesprächspartner beim Sprechen gut sehen kann, um
unterstützend auch von den Lippen ablesen zu können.
- Beim Sprechen den Mund nicht mit der Hand verdecken. Auch Kaugummi oder
Zigarette im Mund erschweren das Zuhören und Verstehen.
Ihr eigenes Gehör lässt nach?
Hören Sie selbst nicht mehr gut, sollten Sie Ihre Gesprächspartner darauf
hinweisen. Fragen Sie nach, wenn Sie etwas nicht verstanden haben. Das mag lästig
erscheinen, ist aber besser, als den Eindruck zu erwecken, man hätte alles
verstanden.
Werden Gespräche als anstrengend empfunden oder kommt es immer wieder zu
Missverständnissen, liegt es vielleicht an "nuschelnden"
Zeitgenossen - es kann aber auch am eigenen nachlassenden Gehör liegen. Ein
kostenloser Hörtest sorgt hier für Klarheit. Bei einer Hörminderung können
meist Hörsysteme helfen, die der Hörgeräte-Akustiker exakt an das
individuelle Hörproblem anpasst. Mit Spracherkennungsprogrammen, die die
Sprache hervorheben und Nebengeräusche absenken, verhelfen diese
Mini-Computer zu besserem Hören und Verstehen; Richtmikrofone in Hörsystemen
machen es einfacher, sich auf einzelne Stimmen zu konzentrieren und tragen
dazu bei, dass Kommunikation ohne Missverständnisse wieder möglich ist
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Wussten
Sie schon, ...?
(fgh) ... dass jeder
dritte Feuerwehrmann schlecht hört? Eine Untersuchung bei 3.300 Feuerwehrmännern
in Madrid zeigte, dass Schwerhörigkeit bei den berufsbedingten Leiden den
zweiten Platz einnimmt. Als Ursache werden laute Sirenen, Maschinen und Geräte
angenommen. Auf Platz eins rangieren Verätzungen durch den Kontakt mit
Chemikalien.
... dass es im Zentrum von Bangkok gehörschädigend
laut zugeht? Wer sich ständig an den belebten Straßen der thailändischen
Hauptstadt aufhält, riskiert sein Gehör. Hörtests bei 4.000 Menschen
ergaben, dass Innenstadt-Fahrer und Straßenverkäufer besonders belastet
sind. Sie hören deutlich schlechter als ihre Kollegen, die in weniger
lauten Gegenden arbeiten. Auch Verkehrspolizisten und Anwohner hören
schlechter als der Durchschnitt.
... dass die Verordnung zum Schutz der Beschäftigten
vor Gefährdungen durch Lärm und Vibrationen nach der Zustimmung des
Bundesrates Ende Februar jetzt geltendes Recht ist? Danach müssen
Arbeitgeber ab einem Dauerschallpegel von 80 Dezibel Gehörschutz zur Verfügung
stellen. Ab 85 Dezibel sind die Arbeitnehmer sogar verpflichtet, ihn zu
nutzen. Die bisher möglichen Ausnahmeregeln für Einzelfälle gibt es nicht
mehr. In Deutschland werden die Ohren am Arbeitsplatz besser geschützt, als
von der EU vorgeschrieben. Diese hatte den Grenzwert am Arbeitsplatz auf 87
Dezibel festgelegt.
... dass es trotz klarer
Regeln immer wieder zu Lärm-Unfällen kommt? Auch in Norwegen liegt die
Obergrenze der Schallbelastung am Arbeitsplatz bei 85 Dezibel.
Nichtsdestotrotz sind Hörschäden die mit Abstand häufigsten Schädigungen
am Arbeitsplatz, drei mal häufiger als Belastungen der Haut oder der
Atemwege. Offenbar waren laute Arbeitsorte nicht ausreichend gekennzeichnet,
so dass der angebotene Gehörschutz ungenutzt blieb.
... dass auch an deutschen Arbeitsplätzen noch
immer Ohren geschädigt werden? Lärmschwerhörigkeit führt seit Jahren die
Statistik der anerkannten Berufskrankheiten an. Im Jahr 2004 gab es allein
bei den gewerblichen Berufsgenossenschaften 42.000 lärmbedingte Rentenfälle,
für die 162 Millionen Euro aufgebracht werden müssen. Zudem wurden
innerhalb des gleichen Jahres rund 6.000 neue Fälle von berufsbedingter Lärmschwerhörigkeit
gemeldet, so das Bundesministerium für Arbeit und Soziales.
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