Archiv April/Mai 2005                                                                   

Eine der besten Erfindungen

Eine Auswahl an US-amerikanischen Technologie-Experten zählen moderne Hörgeräte zu den 25 besten Erfindungen der letzten 25 Jahre

Die Liste der besten Erfindungen wurde 2005 aus Anlass des 25-jährigen Jubiläums des Fernsehnachrichtensenders CNN aufgestellt. Das Internet steht beim Ranking an der ersten Stelle, gefolgt von Handy und Computer.

Das moderne Hörgerät ist Nummer 24 auf der Liste der bahnbrechenden Technologien, eine beeindruckende Position in Anbetracht der anderen, konkurrierenden High-Tech-Erfindungen.

Die Experten betonen, dass Hörgeräte ihre hohe Einstufung verdienen, da sie die Lebensqualität von Hörgeschädigten durch unauffälligere, ansprechender gestaltete Hörgeräte verbessern.

Untersuchungen zeigen, dass rund 10-12 Prozent der Weltbevölkerung an Hörschäden und Schwerhörigkeit leidet und von einer Behandlung mit Hörgeräten profitieren könnten.

Quelle: www.cnn.com, 18.01.2005 , Fundstelle: hear-it.org

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Lärm und Tinnitus

Lärm ist eine Hauptursache von Tinnitus, doch nicht die einzige. Mittelohr- und Nasennebenhöhlenentzündungen verursachen fast genau so viele Fälle von Tinnitus, und ernste Nackenverletzungen erhöhen das Risiko, einen Tinnitus davonzutragen, um ein Drittel. Das sind die Ergebnisse einer australischen Studie mit 2015 Menschen über 55 Jahren.

Tinnitus ist eine Nebenwirkung von Ohren- und Nasennebenhöhlenentzündungen. Personen, die an Ohr- oder Nebenhöhlenentzündungen leiden, haben ein 30 bis 35 Prozent höheres Risiko, an Tinnitus zu leiden. Insgesamt schätzen die Forscher, dass diese beiden Krankheiten 12 Prozent aller Tinnitus-Fälle ausmachen. Im Vergleich dazu, verursacht Lärm am Arbeitsplatz 14 Prozent aller Tinnitus-Fälle.

Ernste Nackenverletzungen können auch zu Tinnitus führen. Die Studie ergab, dass Menschen mit schweren Nackenverletzungen eine 34 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit haben als die allgemeine Bevölkerung, an Tinnitus zu leiden.

Andere Faktoren wurden auch untersucht. Es zeigte sich, dass Migränepatienten eine 29 prozentig höhere Häufigkeit aufwiesen, Tinnitus davonzutragen. Der Zusammenhang von Hörverlust und Tinnitus erwies sich als begrenzt. Für jede 10 dB von Hörverlust erhöhte sich das Risiko von Tinnitus um 11 Prozent.

Arbeitsbezogener Lärm wurde als größter Faktor angesehen. Laut der Studie besteht bei Personen, die bei 'tolerierbaren' Schallpegeln arbeiten, eine um 39 Prozent erhöhte Wahrscheinlichkeit, an Tinnitus zu leiden. An Arbeitsplätzen, wo eine normale Unterhaltung von Lärm übertönt wird, liegt das zusätzliche Risiko um 53 Prozent höher. Das Risiko, sowohl Tinnitus als auch Hörverlust zu bekommen, kann durch das Tragen von Ohrstöpseln oder anderem Gehörschutz jedoch erheblich gesenkt werden.

Quelle: Risk Factors for Tinnitus in a Population of Older Adults: The Blue Mountains Hearing Study, Ear & Hearing, 2003 , Fundstelle: hear-it.org
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Mehrheit würde Eigenanteil tragen

Die große Mehrheit der älteren Menschen in Deutschland ist bereit, für gutes Hören eigene Kosten zu übernehmen. Das hat eine repräsentative Umfrage des Instituts tns-emnid im Auftrag des Forum Besser Hören ergeben. Demnach erklärten 90 Prozent der Befragten, sie würden im Falle einer notwendigen Versorgung mit Hörsystemen eine entsprechende Zuzahlungen leisten.

Befragt nach dem konkreten Anteil gaben 35 Prozent an, sie wären bereit bis zu einem Fünftel der Kosten selbst zu tragen. 33 Prozent würden die Hälfte des Anschaffungspreises selbst bezahlen. 22 Prozent der Befragten würden die Kosten notfalls auch komplett übernehmen. Nur neun Prozent meinten, sie würden selbst nichts bezahlen und gegebenenfalls auf die Versorgung mit Hörgeräten verzichten.

„Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, wie wichtig den allermeisten Menschen gutes Hören und die damit verbundene Lebensqualität sind“, kommentiert Karsten Mohr vom Forum Besser Hören. Er verwies auf einen weiteren Befund der Studie, demzufolge gutes Hören als ähnlich wertvoll eingeschätzt wird wie gutes Sehen. Als „sehr wichtig“ für die eigene Lebensqualität stuften 89 Prozent der Befragten gutes Sehen ein. Fast genauso viele - 86 Prozent - gaben die Einschätzung „sehr wichtig“ für gutes Hören ab. tns-emnid befragte 1112 Personen ab 50 Jahren mittels einer repräsentativen Stichprobe.

Seit Beginn des Jahres gelten für Hörsysteme bundeseinheitliche Festbeträge, die von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet werden. Eine adäquate Versorgung mit Hörgeräten ist in der Regel bereits zum Festbetrag erhältlich. Wer eine hochwertigere Versorgung wählt, muss die Differenz aus eigener Tasche zahlen.
Quelle: FORUM BESSER HÖREN
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Ruhe in Ihren Alltag

  - Machen Sie nicht mehr Lärm  als unbedingt erforderlich und unter gegebenen Umständen vermeidbar ist.
- Schützen Sie sich! Tragen Sie immer Gehörschutz, wenn es vorgeschrieben oder ratsam ist. Benutzen Sie dafür ausschließlich Produkte mit optimaler Schutzfunktion.
- Schützen Sie Ihre Kinder! Überprüfen Sie das Spielzeug Ihrer Kinder! Knackfrösche und Schreckschusspistolen können auch bei kurzzeitiger Einwirkung erhebliche Gehörschäden nach sich ziehen!
- Ohrschutz bereithalten! Überprüfen Sie vor jeder Tätigkeit, ob ein Hörschutz notwendig ist: zum Beispiel beim Rasen mähen, Hecke schneiden
oder beim Heimwerken.
- Denken Sie an Ihre Freunde! Ermutigen Sie Freunde und Bekannte, es Ihnen gleich zu tun und obige Punkte jeden Tag neu zu überdenken und zu
beachten.
- Ruhige Freizeitgestaltung: Unterlassen Sie Freizeitaktivitäten, die mit viel Lärm verbunden sind.
- Zimmerlautstärke: Überprüfen Sie kritisch die Lautstärkeeinstellung an Ihren Radio- und Fernsehgeräten, von denen Sie täglich beschallt
werden.
- Kontrolluntersuchungen: Lassen Sie in regelmäßigen Abständen Ihr Gehör von Fachleuten überprüfen.
- Öfter mal Stille: Überdenken Sie Ihre Gewohnheiten! Muss der CD-Player, das Radio oder Fernsehgerät im Hintergrund laufen?
 
Den ersten Schritt gegen die Belästigung durch zuviel Lärm kann jeder selber unternehmen, nämlich eigenen Lärm vermeiden. Das heißt, den CD-Player oder das Fernsehgerät einfach mal abschalten und die Ruhe auf sich wirken lassen. Denn: Wir entscheiden uns durch unser Verhalten und
unseren Lebensstil, ob es um uns herum leiser wird oder nicht.
Quelle: Gesundheit.de, Fundstelle: hoerforum.de
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Wellness gemeinsam genießen

Wellness gehört zu den wichtigsten Bestandteilen der Gesundheitsvorsorge. Wer Wohlbefinden und Lebensqualität steigern will, sollte aktiv auf gezielte Entspannungsangebote zurückgreifen und zugleich ungestörte Stunden im Wellness- Tempel verbringen – am besten gemeinsam mit Freunden oder mit dem Partner.

Auch Hörsysteme-Träger sollten diese Möglichkeiten intensiv nutzen. Hörsysteme gleichen Hörschwäche aus und helfen bei der Pflege menschlicher Kontakte im Gespräch oder im Beisammensein. Hörsysteme unterstützen aber auch die heilende Wirkung von Wellness- Anwendungen. Viele Entspannungstechniken sind untrennbar mit dem sinnlichen Erlebnis von wohltuenden Klängen verbunden.  

„Es gibt nichts Schöneres als nach einer La-Stone-Massage entspannt am Pool zu sitzen und sich endlich mal wieder ausführlich mit der besten Freundin zu unterhalten“, sagt Reisebürofachfrau Eva-Maria S.. Die 46jährige Hamburgerin ist bekennende Hörgeräteträgerin und seit Jahren Wellness-Fan. Von Akupressur bis Yoga, von Body-Wrapping bis Tai Chi, von Klangmassage bis Zillgrei: Die Vielfalt der Wellness-Welt ist groß. Um einen genauen Überblick zu geben, hat das Forum Besser Hören ein Wellness-ABC konzipiert und herausgegeben. Es ist angelegt als Leitfaden für die Nutzer von Hörsystemen und für alle, die es werden wollen. Hinter welchem Begriff steht welche Anwendung, was bewirkt sie und wie kann ich diese Anwendung mit meinem Hörsystem wahrnehmen?

Das Wellness-ABC im Pocketformat ist kostenfrei beim Forum Besser Hören erhältlich. Weitere Informationen gibt es auch im Internet unter www.forumbesserhoeren.de oder am Beratungstelefon des Forum Besser Hören. Die kostenfreie Nummer 0800-360-9-360 ist an jedem Montag von 15 bis 17 Uhr geschaltet.
Quelle: FORUM BESSER HÖREN
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Hörscreening spart Geld

Eine Studie, die in dem Journal Pediatrics veröffentlicht wurde, zeigte, dass die finanziellen Gewinne von einem umfassenden Hörscreening für Neugeborene die Kosten ausgleichen, weil mehr Kinder rechtzeitig behandelt werden.

Die Berechnungen der Forscher stützen sich auf Zahlen aus den USA und zeigen, dass die Einsparungen der US-amerikanischen Gesellschaft durch 100-prozentiges Hörscreening aller 80 000 Neugeborener sich jährlich auf 2,33 Milliarden US-Dollar belaufen. Das steht im Vergleich zu Einsparungen von 1,46 Milliarden Dollar, wenn nur Neugeborene, bei denen ein Verdacht auf Hörverlust besteht, in einem selektiven Hörscreening getestet werden.

Der Nutzen vom Neugeborenen-Screening ist an die Sprachentwicklung gekoppelt. Wenn ein Hörverlust erkannt und frühzeitig behandelt wird, haben die Kinder eine wesentlich bessere Voraussetzung dafür, ihre Sprache normal zu entwickeln. Das resultiert in einer Kostenreduzierung für Sonderunterricht und, im späteren Leben, für Produktivitätsverlust bzw -einschränkung.

Die Studie zeigte, dass durch ein umfassendes Neugeborenen-Screening die Wahrscheinlichkeit der Kinder, eine normale Sprachentwicklung zu durchlaufen, um 23 Prozent steigt. Das umfassende Screening führt zu einer Verdreifachung der Frühentdeckungen von Hörverlust bei Babys unter 6 Monaten im Vergleich zu einem fehlenden, universellen Screening-Programm.

Das Screening aller Neugeborenen kann jedoch auch kleinere Nachteile haben. Einigen Eltern kann fälschlicherweise erklärt werden, dass ihr Kind Hörverlust hat. Auch wenn eine fehlerhafte Diagnose bei Folge-Untersuchungen korrigiert wird, kann die anfängliche Fehldiagnose unnötige Sorge bei den Eltern auslösen.

Quelle: Projected Cost-Effectiveness of Statewide Universal Newborn Hearing Screening, Pediatrics 2002, Nr. 5. , Fundstelle: hear-it.org
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