Archiv April 2002                                                                   

Zum Tag gegen den Lärm am 24. April 2002:
Auf die Ohren hören

Es kann 400.000 Töne unterscheiden, ist rund um die Uhr im Einsatz und reagiert auf die kleinsten Reize. Die Rede ist von unserem Gehör. Obwohl das Ohr ein wahres Wunderwerk ist, machen sich viele Menschen über Schädigungen des Gehörs wenig Gedanken: „Hörbewusstsein – also ein bewusster Umgang mit dem Gehör – ist für viele Deutsche immer noch ein Fremdwort“, so Silke Brandes vom Forum Besser Hören.
Zahlreiche wissenschaftliche Studien haben bestätigt, dass ein gutes Gehör ein
Garant für mehr Lebensqualität ist. Denn nur wer gut hört, bleibt geistig fit und vital und kann problemlos mit anderen Menschen kommunizieren und sich im Alltag sicher bewegen. Trotzdem wird die Bedeutung eines gut funktionierenden Gehörs gemeinhin unterschätzt: Solange es funktioniert, macht sich niemand Gedanken darüber; gutes Hören wird eher als Selbstverständlichkeit hingenommen.
Eine Schädigung des Gehörs kann jedoch schneller eintreten, als
man denkt. Der Freizeitlärm, dem wir uns freiwillig aussetzen, ist hierfür nur ein Beispiel. Dabei ist gerade die Lärmschwerhörigkeit tückisch, da sie schleichend fortschreitet. Die Schädigung des Ohres bemerkt man erst dann, wenn es schon zu spät ist.
Hinzu kommt: Ein bereits geschädigtes Ohr ist gegenüber weiteren
Lärmschäden noch anfälliger. Da Lärmschwerhörigkeit nicht heilbar ist, ist Vorsorge und ein bewusster Umgang mit dem Gehör geboten.
Silke Brandes rät: „Am besten lässt man seine Ohren regelmäßig untersuchen. Eine Untersuchung ist jederzeit in Form eines kostenlosen Hörtests beim
- Hohe Lautstärken meiden bzw. Gehörschutz tragen.
- Beim Kauf elektrischer Geräte auf deren Lautstärke achten. In den eigenen
vier Wänden schützen schallreduzierte Fenster und schalldämmende Fußbodenbeläge vor unangenehmen Außengeräuschen.
- Auch die Ohren brauchen eine Pause. Als Faustregel gilt: Die Ruhephase sollte immer mindestens genauso lang sein wie die Belastungsphase.
- Gegen Hörprobleme sollte man rechtzeitig etwas unternehmen. Wenn sich
das Gehör verschlechtert, empfiehlt sich ein umgehender Besuch beim Hörgeräte-Akustiker. Das Tragen von modernen HörSystemen kann nicht nur eine weitere Verschlechterung verhindern, sondern gibt auch Lebensqualität zurück.

FORUM BESSER HÖREN
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Schritt für Schritt zum Hörerfolg

(fgh) "Mach doch mal den Fernseher leiser." Diesen Satz hört Wolfgang S. (58) nun schon seit Wochen von seiner Frau. Er empfindet den Ton gar nicht als laut. Beim Fernsehen, Radio hören und auch sonst bei den täglichen Gesprächen zu Hause und am Arbeitsplatz versteht Wolfgang S. nicht mehr alles, was gesagt wird. Vieles kann er aus dem Zusammenhang heraus erahnen. Aber eben nicht alles. Und das stört ihn zunehmend. Wolfgang S. ist in bester Gesellschaft: Jeder fünfte Erwachsene hat Hörprobleme. Das sind hier zu Lande rund 14 Millionen Menschen. Der kostenlose Hörtest beim Hörakustiker verschafft Wolfgang S. Gewissheit: Er hat eine Hörminderung.

Wolfgang S. sucht den Hals-Nasen-Ohrenarzt auf, der die weitere Diagnostik durchführt und entscheidet, wie dem Patienten geholfen werden kann. Eine bleibende Hörminderung kann in den meisten Fällen mit Hörsystemen ausgeglichen werden. So auch bei Herrn S. Der HNO-Facharzt stellt eine beidohrige Verordnung aus.

Mit dieser Verordnung geht Wolfgang S. zum Hörakustiker-Geschäft. Zunächst möchte der Hörakustiker wissen, in welchen Situationen Schwierigkeiten mit dem Hören und Verstehen auftreten. Anschließend erstellt er ein ausführliches Hörprofil und ermittelt die akustischen Kenndaten des Gehörs. Da Herr S. sich mit Hörsystemen nicht auskennt, informiert ihn der Hörakustiker über die Vielfalt der modernen Versorgungsmöglichkeiten. Herr S. ist überrascht, dass sich fast jede Technik so umbauen lässt, dass sie im Gehörgang Platz findet. Der Hörakustiker stellt eine Auswahl an Techniken zusammen, mit denen der vorher ermittelte Hörbedarf gut versorgt werden kann. Schließlich nimmt er Abdrücke der Ohren, um die Ohrpassstücke (Otoplastiken) anzufertigen.  
Beim nächsten Termin vergleicht der Hörakustiker mit Herrn S. die verschiedenen Techniken. Diese wurden vorher per Computer so eingestellt, dass sie das individuelle Hördefizit so gut wie möglich ausgleichen. Es wird gemeinsam erarbeitet, mit welchen Hörsystemen Wolfgang S. am besten zurecht kommt. Letztlich entscheidet er sich für diejenigen, welche den für ihn angenehmsten Klang und das beste Verstehen bieten. Bei der Aushändigung wird ihre Handhabung erklärt und geübt.
Nach ein paar Tagen hat Wolfgang S. seine Hörsysteme in unterschiedlichen Hörsituationen erlebt. Diese Erfahrungen bespricht er mit dem Fachmann.
So wird klar, was an der Einstellung der Geräte eventuell noch nachjustiert und verbessert werden kann. Bei dieser stufenweisen Feinanpassung wird das optimale Hörergebnis Schritt für Schritt erreicht. Häufig ist auch ein Hörtraining sinnvoll, um sich besser an das neue Hören gewöhnen zu können. Der Hörakustiker zeigt außerdem, wie die Geräte gereinigt werden und erklärt die Wartungsintervalle.

Nach der Anpassung überprüft der HNO-Facharzt das Hörvermögen mit den Hörsystemen. Wenn der Arzt bestätigt, dass die angepassten Hörhilfen den Anforderungen entsprechen, beteiligt sich die Krankenkasse mit einem Festbetrag an den Kosten.

In den folgenden Jahren wird Herr S. immer wieder zur Überprüfung des Hörerfolgs sowie zur Funktionskontrolle und Wartung seiner Geräte zum Hörakustiker gehen. Vieles wird direkt vor Ort vom Hörakustiker geregelt: Er übernimmt die Feineinstellung, reinigt die Ohrpassstücke, kontrolliert den Sitz der Otoplastik, überprüft die Funktionsfähigkeit der Technik und vieles mehr. Darüber hinaus ist er Ansprechpartner für alle technischen Fragen rund um die Hörsysteme und für das Hören mit ihnen. Bezahlen muss Herr S. dafür nichts. Denn mit dem Kauf der Hörsysteme sind viele Servicearbeiten bis zum Neukauf eines anderen Hörsystems (in der Regel nach spätestens sechs Jahren) abgegolten.

Fördergemeinschaft Gutes Hören

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Lärm schädigt Ohren dauerhaft

(fgh) "Was unsere Ohren alles hören (müssen)". Unter diesem Motto steht der diesjährige Tag gegen Lärm, der am 24. April zum 5. Mal in Deutschland begangen wird. Tatsächlich sind die Ohren in der Lage, Lärm bis zur Schmerzschwelle von 120 dB(A) (Dezibel) zu ertragen, wenn sie danach Zeit haben, sich zu erholen. So ist die innerhalb einer Woche zumutbare Schallbelastung für das menschliche Gehör bei einer Lautstärke von 100 Dezibel nach 90 Minuten überschritten. Solche Schallpegel sind in Diskos und bei Rockkonzerten durchaus üblich. Alles, was über diese festgelegten Zeiten hinausgeht, kann langfristig das Gehör schädigen. 

Da Lautstärken über 85 Dezibel den Ohren schaden, ist für Arbeitsplätze mit derartiger Lärmbelastung Gehörschutz vorgeschrieben. Die freiwillige Belastung durch lautes Musikhören oder Heimwerken in der Freizeit ist jedoch unbegrenzt möglich. Vor allem laute Knalle schaden dem Gehör. Waffen – echte ebenso wie Spielzeugpistolen – oder Böller können bis zu 180 Dezibel laut sein. Da Knalle so schnell vorübergehen, erscheinen sie nicht so laut. Doch der Bruchteil einer Sekunde reicht dann aus, um das Gehör für immer zu schädigen. Ebenso verheerend wirkt übrigens auch eine Ohrfeige.
Durch Lärm werden die Hörsinneszellen (Haarzellen) im Innenohr geschädigt. Wenn diese Belastung immer wieder auftritt, die Lautstärke sehr hoch ist oder die Ruhepausen zu kurz sind, dann wird das Gehör bleibend und unwiederbringlich geschädigt. Es kommt zu einer unheilbaren Hörminderung.
Durch Lärm wird der Frequenzbereich betroffen, für den das menschliche Gehör besonders empfindlich ist (etwa 3.000 bis 5.000 Hertz). Hier sind auch die meisten Konsonanten unserer Sprache angesiedelt. Sprache wird dann schlechter verstanden und Kommunikationsprobleme treten auf.
Um Lärmschäden zu verhindern, sollte man das Gehör vor Dauerlärm und Knallen bewahren. Hörakustiker bieten viele unterschiedliche Gehörschutz-Möglichkeiten an, auch nach Maß angepasste. Wenn das Gehör bereits geschädigt ist, sollte man einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt aufsuchen. Dieser entscheidet, wie geholfen werden kann. Bei Lärmschäden verordnet der HNO-Facharzt  wahrscheinlich Hörsysteme, die dann vom Hörakustiker fach- und sachkundig individuell angepasst werden. Hörsysteme können das perfekte Hören mit einem gesunden Gehör zwar nicht ersetzen, sie können den Schaden aber sehr gut ausgleichen. Gespräche am Arbeitsplatz und im Privatleben fallen dann leichter und peinliche Missverständnisse gehören der Vergangenheit an.
Informationen zu den Themen Lärm und Gehörschutz gibt es bei der Fördergemeinschaft Gutes Hören, Stichwort Gehörschutzbroschüre, Untere Kanalstr. 1a, 90530 Wendelstein. 
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Wissenswertes rund um den Lärm

(fgh)  Hätten Sie es für möglich gehalten, dass es einen Wettbewerb um die lauteste Auto-HiFi-Anlage gibt und Nachtfluglärm gegen die Menschenrechte verstößt? Anlässlich des Tages gegen den Lärm am 24. April zieht die Fördergemeinschaft Gutes Hören einen Bogen, der zeigt, dass Lärm viele Lebensbereiche beeinträchtigt.

Wussten Sie schon, dass...

  ...Singvögel durch zunehmenden Umweltlärm das Singen verlernen?
Nach einer britischen Studie können Vögel, die in der Nähe von Straßen aufwachsen und leben, ihren eigenen Gesang nicht mehr richtig hören. Das führe zu Schwierigkeiten beim Einüben des Gesangs und bei der Kommunikation mit Artgenossen, so die Wissenschaftler. Einige Vogelarten seien bereits stark zurückgegangen, weil sie keinen Paarungsgesang mehr erlernen und dadurch keinen Partner finden könnten. Vor allem in Wohngebieten sei es so, dass Vögel ihren ursprünglichen Gesang verlernen und statt dessen ihre Umweltgeräusche imitieren. Ihr Gesang klingt dann wie das Klingeln von Handys oder das Heulen von Autoalarmanlagen.

  ...es einen Wettbewerb um die lauteste Auto-HiFi-Anlage gibt?
Nein, damit ist nicht der alltägliche Wahnsinn junger Autofahrer gemeint, die an Straßencafés oder Ampeln gerne die Leistungsfähigkeit ihrer Radios demonstrieren. Vielmehr findet im Rahmen einer großen Auto-HiFi-Messe in Sinsheim ein offizieller Wettbewerb um die höchstmögliche Lautstärke im Innenraum eines PKWs statt. Der bisherige Rekord dieser Wettbewerbe liegt bei 168,1 dB(A) in einem Kleinwagen. Das entspricht etwa der Lautstärke eines Silvesterböllers, wenn er auf der Schulter explodieren würde. Während des Wettbewerbs darf allerdings niemand im Auto sitzen.  

 ...Fahren mit offenem Schiebedach gehörschädigend sein kann?
Lärmmessungen während der Fahrt mit offenem Schiebedach auf der Autobahn ergaben einen schädlich hohen Pegel. So wird die Schwelle von 85 dB(A) (Dezibel) bereits bei 130 km/h überschritten.  

Jenseits dieser Dezibel-Schwelle muss man grundsätzlich mit Hörschäden rechnen. Da man bei dieser Lautstärke zudem das Autoradio kaum verstehen kann, wird es entsprechend lauter eingestellt, was den Krach im Innenraum noch verstärkt. Bei Autobahnfahrten sollte man daher das Schiebedach geschlossen halten. 

...Lärmschwerhörigkeit seit Jahren die Liste der Berufskrankheiten anführt?
In der gewerblichen Wirtschaft ist Lärm die Krankheitsursache Nummer eins. Lärmschwerhörigkeit stellt die häufigste anerkannte Berufskrankheit dar. Etwa jeder dritte gemeldete Fall bezieht sich auf Lärm. Mit weitem Abstand folgen die Berufskrankheiten Silikose und Asbestose.

  ...Nachtfluglärm gegen die Menschenrechte verstößt?
In einem noch nicht rechtskräftigen Urteil entschied der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte im vergangenen Oktober, dass nächtlicher Fluglärm gegen Artikel 8 der europäischen Menschenrechtskonvention verstoße. In Artikel 8 geht es um die Achtung des Privat- und Familienlebens, der Wohnung und des Briefverkehrs. Geklagt hatten Bürger gegen das Vereinigte Königreich von Großbritannien.

  ...starker Schiffsverkehr Pottwale schwerhörig macht?
Biologen der Universität Las Palmas de Gran Canaria gehen davon aus, dass Pottwale, die bei den Kanarischen Inseln leben, vom Lärm des ständigen Schiffsverkehrs schwerhörig geworden sind. Die von den Schiffsmotoren erzeugten laute Töne könnte das Hörvermögen der Wale in eben diesem Frequenzbereich geschädigt haben. Nun hören manche Wale die Schiffe nicht mehr rechtzeitig und stoßen mit ihnen zusammen. 

Auch Sonarsysteme zur Ortung von U-Booten haben verheerende Auswirkungen auf das Verhalten von Walen. Durch die starken Unterwasserschallwellen wird die Kommunikation der Tiere gestört. Es können dadurch auch innere Blutungen ausgelöst werden, die zum Tod der Tiere führen.
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Jedes fünfte Vorschulkind leidet an Sprachstörungen
Ursache ist zunehmende "Sprachlosigkeit" in den Familien

(pgk) "W-w-w-wa-rum", "Totolade" statt "Schokolade" oder "Kakalog" statt "Katalog" - die Sprache der Kleinen ist zu Beginn eine ganz eigene. Eine holprige Sprechweise wird mit dem Nachreifen des Nervensystems erklärt und auch damit, dass Denken und Ausdruck sich erst einmal "einstimmen" müssen. Eltern können zu diesem Zeitpunkt noch korrigierend eingreifen und das Sprechen fördern. Doch wenn die Sprache trotz Wachstum auf der Strecke bleibt, die Kinder mit vier Jahren immer noch unverständlich sprechen, stammeln, stottern, lispeln oder gar nicht sprechen, wird es kritisch.
Das ist leider keine Seltenheit: Etwa jedes fünfte Kind im Vorschulalter leidet an Sprachstörungen - oft trotz normaler Intelligenz und normalen Gehörs. Gründe für die Verzögerung der Sprachentwicklung können Hörstörungen, Sehstörungen, Wahrnehmungsschwäche des Tast- und Lagesinns, eine verkürzte Aufmerksamkeitsspanne, motorische Unreife, familiäre Anlage zur Sprachschwäche, frühkindliche Hirnschädigung, mangelnde sprachliche Anregung, ungünstiges soziales Umfeld oder eine allgemeine Entwicklungsverzögerung sein.
Eine weitere Ursache sehen Mediziner in der "Sprachlosigkeit" vieler Familien. Kinder werden oft alleine vor dem Fernseher sitzen gelassen. Viele Kinder mit Sprachstörungen ziehen sich zurück oder werden aggressiv. Bei fehlender Diagnose und Therapie von Sprachstörungen drohen Schulprobleme, Schulversagen und bleibende psychologische Beeinträchtigungen.
Doch nicht jedes vierjährige Kind, das noch Schwierigkeiten mit der richtigen Aussprache hat, muss sprachtherapeutisch behandelt werden. Die Sprachentwicklung von Kindern ist individuell sehr verschieden und hängt unter anderem von der Intelligenz und der Entwicklung des Gehörs ab. Mit dem Eintritt in die Schule sollten Störungen allerdings behoben sein.
Deutet die sprachliche Entwicklung Ihres Kind auf eine dieser Sprachstörungen hin, zögern Sie nicht, zu einem Kinderarzt zu gehen. Dieser wird Sie, falls es nötig ist, an eine Logopädin oder einen Logopäden weiter vermitteln. Hier können die Probleme Ihres Kindes altersentsprechend behandelt werden.
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Katzenminze schreckt Stechmücken ab

(smog) Katzen lieben den Duft des Heilkrautes, das auch in Deutschland heimisch ist. Mücken hassen es. Das natürliche Mittel Nepetalacton, die Essenz der Katzenminze, ist zehnmal wirksamer gegen die Plagegeister als Chemikalien. Das fanden die Insektenforscher Chris Peterson von der US-Behörde für Land- und Forstwirtschaft in Starkville und seine Kollegen heraus. Die Wissenschaftler hatten den Katzenminze-Extrakt in Versuchen mit der Gelbfieber übertragenden Mücke getestet. Dabei war nur ein Zehntel der Menge des Naturstoffs im Vergleich zu chemischen Mitteln nötig, um die Mücken gleichermaßen von einer Oberfläche fern zu halten. Ob Nepetalacton für die Insekten ein Reizmittel ist oder ob sie den Geruch einfach nicht mögen, sei noch ein Rätsel, so Peterson. Verträglichkeitstests an Tieren oder Menschen müssten nun folgen. Peterson ist zuversichtlich, dass aus Katzenminze ein kommerzielles Mückenmittel hergestellt werden kann.
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Senioren am Steuer
Höheres Alter steht nicht für mehr Unfallrisiko
ADAC: Menschen über 65 fahren sicherer als die Jungen

Ältere Autofahrer sind wesentlich besser als ihr Ruf. Die über 65-jährigen fallen in der Unfallstatistik eher positiv auf: Im Jahr 2000 waren Senioren bei Unfällen mit Personenschaden nur zu acht Prozent die Hauptverursacher, während der Bevölkerungsanteil autofahrender Senioren in Deutschland rund 16 Prozent beträgt.
Für ältere Menschen ist der Führerschein besonders wichtig. Die Möglichkeiten, die sich dadurch bieten, werden zur Pflege sozialer Kontakte, für Einkaufsfahrten, Arztbesuche oder für Freizeit und Urlaub genutzt. Und: Auf vier Rädern sind sie nachweislich sicherer unterwegs als auf dem Rad oder zu Fuß. Die Frage, ob man Senioren die Fahrerlaubnis pauschal entziehen oder obligatorische medizinische Tests einführen sollte, verneint der ADAC entschieden.
Ältere Kraftfahrer sind am gesamten Unfallgeschehen unterdurchschnittlich beteiligt. An die Unfallzahlen der jüngeren Verkehrsteilnehmer kommen sie bei weitem nicht heran. Die Leiterin Verkehrssicherheitsprogramme beim ADAC, Beate Pappritz: 
"Entscheidend für unfallfreies Fahren ist nicht das Alter, sondern vor allem der Gesundheitszustand. Selbst wenn mit zunehmenden Alter Sehkraft, Beweglichkeit oder Reaktionsfähigkeit nachlassen, so gleichen ältere Verkehrsteilnehmer diese Schwächen häufig durch Besonnenheit, Ruhe und vor allem Erfahrung aus". Der Automobilclub appelliert an die Senioren, ihr Sehvermögen regelmäßig testen zu lassen. Die nachlassende Leistung ihrer Augen ist für ältere Menschen oft ein Grund, ihren Führerschein freiwillig abzugeben.
Der ADAC ist der größte Partner des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) bei der Umsetzung spezieller Angebote für Senioren.
In Programmen wie "Ältere aktive Kraftfahrer" wird gezielt auf die Bedürfnisse und Schwierigkeiten älterer Fahrerinnen und Fahrer eingegangen, um ihnen die uneingeschränkte und sichere Teilnahme am Straßenverkehr zu erhalten. Der ADAC hält unter anderem die Broschüre "Älter werden - sicher fahren" für sie bereit
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Unterrichtskonzept zum Thema Hören:
Bei jungen Menschen Hörbewusstsein schaffen

(fgh) Für die Bedeutung guten Hörens sensibilisieren, zu gehörschonendem Verhalten motivieren, dieses Ziel haben sich HNO-Ärzte und Hörakustiker gemeinsam gesteckt. Erreicht werden soll es unter anderem durch die Schulkampagne “Take care of your ears”. “Wir möchten den zunehmenden Hörschäden bei jungen Menschen wirksam begegnen”, so Dr. Karin Uphoff von der Fördergemeinschaft Gutes Hören, die die Kampagne mit begleitet. “Laute Musik und Freizeitlärm können schon in jungen Jahren bleibende Hörprobleme schaffen. Da Warnungen und Verbote aber bekanntlich nicht viel bringen, geht das Unterrichtskonzept einen anderen, konstruktiven Weg.” Ohne erhobenen Zeigefinger vermittelt es, wie wertvoll und schützenswert das Gehör ist.
 “Take care of your ears” geht auf eine Initiative des Bundesverbandes der HNO-Ärzte zurück. Erarbeitet wurden die Unterrichtsmaterialien von Musikpädagogen und -therapeuten. Die kostenlose Versorgung der Schulen mit den Materialien wird durch die finanzielle Unterstützung der Fördergemeinschaft Gutes Hören und des Forums Besser Hören sichergestellt. Die bundesweite Organisation und Koordinierung hat das Deutsche Grüne Kreuz übernommen.  
“Take care of your ears” wenden sich an Schüler der 5. und 6. Klasse. Über positive Hörerlebnisse wird ein neues Hörbewusstsein vermittelt, das letztlich das Hörverhalten beeinflussen soll. In den unterschiedlichen Unterrichtseinheiten geht es um

  • das intensive Zuhören und Erraten von Klängen

  • bedrohliche Geräusche, auf die das Gehör aufmerksam macht

  • die Orientierung mit geschlossenen Augen

  • Botschaften, die allein durch den Klang der Sprache vermittelt werden,

  • Gefühle, die die Musik in Menschen zu erzeugen vermag,

  • und auch darum, wie man die Ohren schützen kann.

Bei der Umsetzung im Musikunterricht können die Lehrer auf fachkundige Unterstützung zählen: Hörakustiker und HNO-Ärzte aus dem gesamten Bundesgebiet haben sich bereit erklärt, bei der lokalen Umsetzung der Kampagne tatkräftig mitzuarbeiten. Interessierte Schulen, Lehrer, HNO-Ärzte und Hörakustiker erhalten nähere Informationen bei der Fördergemeinschaft Gutes Hören, Stichwort “Take care of your ears”, Schuhmarkt 4, 35037 Marburg.
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