|
Hörgeräte:
Was zahlt die Kasse?
(fgh)
Wer Hörgeräte nutzen möchte, um besser hören zu können, bekommt einen
Zuschuss von der Krankenkasse. Daran hat auch die Gesundheitsreform nichts
geändert. Bisher gab es in allen Bundesländern unterschiedliche Beträge.
Doch seit dem 1. Januar ist dieser Festbetrag bundesweit gleich: Die Kassen
beteiligen sich mit 421,28 Euro an den Kosten für ein Hörgerät. Da
normalerweise beide Ohren betroffen sind, werden auch zwei Hörgeräte
verordnet. Das zweite Hörgerät bezuschussen die Kassen mit 337,02 Euro, so
dass insgesamt 758,30 Euro gezahlt werden.
Zunächst klärt der HNO-Arzt, welche Ursachen ein Hörproblem hat. Oft sind
die Innenohren unheilbar geschädigt, dann verordnet der Arzt in der Regel Hörgeräte.
Dieses “Rezept” ist die Voraussetzung dafür, dass die Kassen später
Kosten übernehmen. Der Fachmann für die Anpassung ist der Hörgeräte-Akustiker.
Nach genauen Messungen und individuellen Beratungen sucht er gemeinsam mit
dem Kunden aus dem vielfältigen Angebot geeignete Hörgeräte aus. Man
testet unterschiedliche Geräte, die jeweils so programmiert werden, dass
sie den individuellen Hörverlust in etwa ausgleichen. Bei der Wahl kommt es
auf ganz persönliche Einschätzungen an: Welche technischen Möglichkeiten
sind wichtig, welcher Klang gefällt am besten und welches Design wird gewünscht?
Nach der
Entscheidung für ein bestimmtes Modell, beginnt die Feinanpassung. Dabei
werden die Geräte Schritt für Schritt exakt an das jeweilige Hörvermögen
angepasst. Denn nur, wenn Hörgeräte genau angepasst werden, können sie
den optimalen Nutzen bringen.
Anschließend überprüft
der HNO-Arzt, ob der Patient nun besser hören kann. Danach beteiligt sich
die Krankenkasse an den Kosten. Das, was über den Festbetrag hinaus geht,
trägt der Versicherte selbst. Der Hörgeräte-Akustiker überprüft die Hörsysteme
in den folgenden Jahren regelmäßig. Diese Gerätewartung und viele
Serviceleistungen sind mit dem Kaufpreis abgegolten.
Noch Fragen? Am Beratungstelefon der Fördergemeinschaft Gutes Hören (FGH)
stehen jeden Mittwoch von 14 bis 16 Uhr Experten für die individuelle
Beratung am Telefon bereit: Hörakustiker (0800 - 0112 112) und HNO-Ärzte
(0800 - 0112 113). Die Anrufe sind gebührenfrei. Am 23. Februar sind die
Festbeträge und der Ablauf der Hörgeräte-Anpassung das Schwerpunktthema.
Die FGH bietet das Beratungstelefon gemeinsam mit dem Berufsverband der
Hals-Nasen-Ohrenärzte und dem Deutschen Grünen Kreuz an.
< zurück zur Archiv-Übersicht
Gutes
Hören:
Bei Wellnes ein Muss
Ob
Ayurveda, Body-Wrapping, La-Stone-Therapie oder Yoga – mit
gezielten
Wellness-Angeboten können auch Hörsysteme-Träger ihr Wohlbefinden, ihre
Gesundheit und ihre
Lebensqualität deutlich steigern. Körperliche und seelische Entspannung
sowie ein gutes
Lebensgefühl sind wichtig, um ein stressbedingtes Fortschreiten des Hörverlustes
zu verhindern.
Dabei unterstützen Hörsysteme
den heilenden Wellness-Effekt. Denn die volle Wirkung vieler
Anwendungen entfaltet
sich nur dann, wenn auch das sinnliche Erlebnis wohltuender Wellness-
Klangwelten möglich
ist. „Um die ganze Vielfalt der Wellness-Welt erleben zu können, ist
gutes
Hören ein Muss“, sagt
Karsten Mohr, Sprecher des Forum Besser Hören. „Moderne Hörsysteme
helfen dabei. Sie machen
Wellness für Menschen mit Hörproblemen auch hörbar.“
So
wird bei der Bewegungstherapie der positive Effekt auf Ausdauer, Kraft und
Koordination mit
Hilfe von
Entspannungsmusik gesteigert. Gleiches gilt für die verschiedenen
Anwendungen der
Massage, deren
entspannende Wirkung durch sanfte Klänge unterstützt wird. Ideal ist auch
die
Ergänzung einer
Farblicht-Therapie mit einer Klang-Therapie. Und Techniken wie Step-
Aerobic sind ohne das Hörerlebnis
von Musik und Rhythmus erst gar nicht denkbar.
Bei
Wellness-Angeboten, die mit Wasser verbunden sind, wie etwa das
Hamam-Dampfbad, das
Schwitzen in der
finnischen Sauna oder die klassische Kneipp-Kur, sollte man darauf achten,
dass
die feine
Hochtechnologie der Hörsysteme nicht beeinträchtigt wird.
Quelle: FORUM BESSER HÖREN
< zurück zur Archiv-Übersicht
Hörende
Ohrstöpsel
Neuartige
Ohrstöpsel schützen die Ohren vor Lärm, während man sich gleichzeitig
problemlos mit anderen unterhalten kann. Die modernen Ohrstöpsel kommen nun
beim norwegischen Militär zum Einsatz.
Die
aller neuesten Ohrstöpsel, die eines Tages den herkömmlichen Gehörschutz
ersetzen könnten, sehen auf den ersten Blick aus wie normale Ohrstöpsel.
Doch innen sitzen zwei schmale Röhren, die mit einem kleinen Lautsprecher
und einem Mikrofon verbunden sind, und dem Träger ein gleichzeitiges Hören
und Sprechen ermöglichen, ohne die Ohrstöpsel zu entfernen.
Eine
elektronische Box in dem Raum filtert die Töne und kontrolliert, welcher
Teil der Signale das Ohr erreicht, damit die Person hören kann.
Die Entwicklung der neuen Ohrstöpsel wurde vom
norwegischen und schwedischen Verteidigungsministerium finanziert. Die erste
Lieferung geht an das norwegische Militär.
Quelle:
Din Hørsel, 2. März 2004 , Fundstelle: hear-it.org
< zurück zur Archiv-Übersicht
Jede
Fünfte erwerbsunfähig
Hörgeschädigte
Frauen es haben auf dem Arbeitsmarkt schwer. Das besagen Untersuchungen aus
Schweden. Im Vergleich zu anderen Frauen sind hörgeschädigte Frauen
doppelt so häufig erwerbsunfähig.
Die
Zahlen der schwedischen Statistik zeigen an, dass 21 Prozent der hörgeschädigten
Schwedinnen eine Erwerbsunfähigkeitsrente beziehen.
Die
Erhebungen wurden im Jahresbericht 2004 des schwedischen Hörgeschädigtenbunds
Hörselsskadades Riksförbund (HRF) veröffentlicht und besagen, dass der
Durchschnitt bei Frauen im Alter zwischen 20 und 64 Jahren deutlich
niedriger liegt, nämlich bei knapp 9 Prozent. Im
Vergleich zu hörgeschädigten Frauen ergeht es hörgeschädigten Männern
etwas besser. Rund 15 Prozent dieser Männer sind erwerbsunfähig.
Es
gibt keine eindeutige Erklärung dafür, warum mehr Frauen als Männer
erwerbsunfähig sind. Im Bericht des HRF wird spekuliert, dass Frauen möglicherweise
stärker unter Hörverlust bedingten Kommunikationsproblemen leiden.
Hörgeschädigte Frauen sehen ihren allgemeinen
Gesundheitszustand außerdem kritischer als Frauen mit normalem Gehör. 13,4
Prozent hörgeschädigter Frauen empfinden ihren Gesundheitszustand als
schlecht. 5,9 Prozent der Frauen mit normalem Gehör stufen ihre Gesundheit
als schlecht ein.
Quelle:
Hörselsskadades Riksförbund (HRF), 'Mitt i och utanför - om hörselskadades
situation i Sverige', Jahresbericht 2004., Fundstelle: hear-it.org
< zurück zur Archiv-Übersicht
Hörprobleme
zu spät erkannt
Hörprobleme
bei Kindern werden in Neuseeland oft zu spät entdeckt. Der Kinder- und
Jugendbeauftragte des Gesundheitsministeriums bestätigte den Bedarf an
effektiveren Maßnahmen auf diesem Gebiet, doch es ist kein nationales
Screening-Programm in Sicht.
Neuseeland
ist "sehr schlecht" beim Erkennen von Hörverlust bei Kindern,
sagte Pat Tuohy, Kinder- und Jugendbeauftragter des Gesundheitsministeriums
der Neuseeländischen Zeitung "The Dominion Post".
Eine Früherkennung von Hörverlust bei Kindern ist sehr
wichtig. Sonst können die Konsequenzen u.a. eine langsame Sprachentwicklung
und Verhaltensprobleme sein.
'Obwohl es allgemein anerkannt ist, dass Hörverlust
innerhalb der ersten sechs Lebensmonate diagnostiziert werden sollte, um
eine Behandlung und normale Entwicklung zu ermöglichen, wird Hörverlust
bei den meisten neuseeländischen Kindern erst im Alter von drei Jahren
entdeckt', erklärte Tuohy.
Die
meisten US-Staaten verfügen über Screening-Programme für Neugeborene. Ähnliche
Programme gibt es mittlerweile in Europa. Janet Wilson, eine Gehörlosen-Lehrerin,
meint, Neuseeland solle dem guten Beispiel folgen.
'Je früher man eingreift, desto besser ist die
Prognose', sagte sie zu "The Dominion Post".
Laut Tuohy ist eine Studie in Planung, um die Einführung
eines landesweiten Screening-Programms auf seine Durchführbarkeit hin zu
untersuchen. Doch es werden noch viele Jahre vergehen, bevor ein solches
Screening-Programm beginnt, sagte er.
Emily Hunter, Leiterin eines Screening-Projekts, das
1000 Neugeborene umfasst, hat keine Zweifel daran, dass die frühest mögliche
Erkennung von Hörverlust bei Kindern auch finanzielle Vorteile hätte.
'Obwohl das Screening die finanziellen Mittel in den nächsten
fünf Jahren strapazieren würde, wäre es auf lange Sicht
kosteneinsparend', erklärte Emily Hunter, die Koordinatorin des
Screeningprogramms für Neugeborene in Waikato.
Quelle:
The Dominion Post, 12.07.2004, Fundstelle: hear-it.org
< zurück zur Archiv-Übersicht
Erfolgreiche
Deaflympics
Über
3.500 Athleten aus mehr als 75 Ländern nahmen an den 20. Sommer
Deaflympic-Spielen für gehörlose und hörgeschädigte Athleten in
Melbourne, Australien, teil.
Während
der Spiele im Januar 2005 wetteiferten die Athleten miteinander in
Leichtathletik, Basketball, Wasserpolo und 12 weiteren
Hauptsport-Disziplinen.
Die 12 Tage der Deaflympic-Spiele sind fast so alt wie
die eigentlichen Olympischen Spiele, gehören mittlerweile zu den
Haupt-Sport-Events und werden immer größer. Die ersten Spiele für gehörlose
und hörgeschädigte Athleten fanden 1924 in Paris mit 145 Teilnehmern aus
neun verschiedenen europäischen Ländern statt.
Um
an den Deaflympics teilnehmen zu können, müssen die Athleten mindestens
einen Hörverlust von 55 dB auf dem besseren Ohr haben. Während der Wettkämpfe
ist das Tragen von Hörgeräten untersagt. Hörgeschädigte
Athleten können nicht an den Paralympics für behinderte Sportler
teilnehmen, weil ein Hörverlust ihre Leistung nicht in dem gleichen Masse
beeinflusst wie andere Behinderungen. Dennoch sind getrennte Olympiaden für
Gehörlose und Hörgeschädigte nötig, da sie besondere Kommunikationsbedürfnisse
haben. Nur wenige gehörlose oder hörgeschädigte Athleten sind in der
Lage, auf gleichwertiger Basis mit normal hörenden Athleten bei den
Olympischen Sommer- und Winterspielen zu konkurrieren.
Die nächsten Deaflympics werden im Januar 2007 in Park
City und Salt Lake City, USA, stattfinden.
Quelle:
www.bbc.co.uk und www.deaflympics.com
Fundstelle: hear-it.org
< zurück zur Archiv-Übersicht
|
|