Wie
Flugzeugeinweiser
im Frack
In der Hitliste der lautesten Arbeitsplätze
liegt das Flughafenvorfeld auf einem der ersten Plätze. Flugzeugeinweiser
sind ohne Lärm senkende Kopfhörer einem Schallpegel von bis zu 125
Dezibel ausgesetzt. Kreissägen in der Metallbearbeitung erreichen aus
einer Entfernung von einem Meter Abstand gemessen rund 115 Dezibel. Nur so
genannte Aufbruchhämmer erreichen nach einer Liste der Bundesanstalt für
Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin noch höhere Werte.
Bei Wagners "Fliegendem Holländer''
wurden schon kreissägenverdächtige 115 Dezibel im Orchestergraben
gemessen. Wenn in der Stuttgarter Oper Pauken und Trompeten auf dem
Programm stehen, schützen sich die Musiker mit Ohrstöpseln,
schallabweisenden Plexiglasscheiben zwischen den Orchestermitgliedern und,
während der Proben, auch mit Schallschutzkopfhörern.
Die neuen Richtlinien, die derzeit im Europäischen
Parlament auf Initiative von Schweden diskutiert werden, sollen lärmmindernde
Schutzmaßnahmen wie diese in Zukunft schon bei Geräuschkulissen von 85
Dezibel in Betrieben zwingend vorschreiben. Bisher lag dieser Grenzwert für
einen acht Stunden währenden Arbeitstag im Mittel bei 90 Dezibel. Der
Knackpunkt: Bei im Tagesdurchschnitt gemessenem Pegel von 87 Dezibel (oder
94 Dezibel im Zeitraum von einer Stunde) müsste nach den geplanten
Vorschriften in Zukunft die Arbeit sogar eingestellt werden.
Im so genannte Expositionsgrenzwert von 87
Dezibel soll zwar neuerdings die Dämmleistung des Gehörschutzes mit berücksichtigt
werden. Da Schallschutzkopfhörer, wie sie in der Industrie verwendet
werden, die Lautstärke aber allenfalls um 25 Dezibel verringern helfen,
"hieße das für viele Arbeitsplätze gleichwohl das Aus'', so ein
Sprecher der Bundesanstalt für Arbeitsschutz.
Und Orchestermusiker? Sie müssten ihre
Trompeten zwar nicht an den Nagel hängen, könnten aber bei
dezibelstarken Opern jetzt auch während der Aufführung
Flugzeugeinweisern im Frack gleichen. Rolf Bolwin, Direktor des deutschen
Bühnenvereins, dringt deshalb darauf, dass »musikalische Aufführungen
von der Richtline nicht berührt werden dürfen«. Thomas Koch, Sprecher
der Stuttgarter Staatsoper, teilt diesen Standpunkt: "Ein
Kunstwerk'', sagt Thomas Koch, "kann man nicht mit Hilfe von
EU-Richtlinien regeln.''
Klaus
Ponto von der Hauptabteilung Prävention bei der Süddeutschen
Metallberufsgenossenschafttreibt noch anderes um: Der Ingenieur fürchtet,
dass die Berücksichtigung des Gehörschutzes beim Ermitteln von Lärmpegeln
in der Praxis dazu führen könnte, dass Arbeitgeber an vorbeugenden Lärmschutzmaßnahmen
sparen könnten: "Die Verantwortung wird auf die Beschäftigten abgewälzt.''
Den Betrieben eröffne sich durch die geplante EU-Richtline die Möglichkeit,
fehlende Prävention mit billigen Ohrenschützern wettzumachen.
Quelle:
Leonberger Kreiszeitung
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Der
Berner Dezibel-Streit
BERN
- Die Kantonspolizei hat die Lautstärke-Kontrollen in Clubs verschärft.
In der Stadt Bern kann die gesetzliche Limite aber weiterhin überschritten
werden.
«Zusammen
mit dem Waadtland haben wir im Kanton Bern eine Vorreiterrolle», sagt
Rolf Schlup von der Fachstelle für Lärmbekämpfung. Seit 1998 seien die
Kontrollen stetig erhöht worden. Letztes Jahr wurde in einem Viertel
aller Fälle eine Anzeige eingereicht.
In anderen Kantonen -
aber auch in der Stadt Bern - wird trotz der gesetzlichen Limite von 93
Dezibel meist ein Auge zugedrückt.
«Die
Stadtpolizei schreitet nur ein, wenn Reklamationen wegen Umgebungslärm
eingehen», sagt Polizeiinspektor Jean-Claude Hess. Auf Tanzflächen würden
keine Schallmessungskontrollen vorgenommen. «Der Aufwand ist viel zu groß»,
so Hess.
«Das ist eine absolute Frechheit», beschwert sich Philippe Cornu vom
Uptown. Weil der Club auf dem Gurten nicht auf Stadtboden steht, ist der
Kanton zuständig. Vor zwei Wochen gabs Probleme mit der Behörde. Grund:
zu hohe Dezibelwerte beim Züri-West-Konzert. Das No Joke in Biel musste
nebst hohen Bußen einen teuren Lautstärke-Limiter installieren. Ueli
Habegger: «Wir werden zu Unrecht so hart angepackt. Andere Clubs überschreiten
die Limite ständig.»
Lärm-Fachmann Schlup:
«Wir kennen die einschlägigen Betriebe, da gehen wir häufiger hin.» Im
Normalfall werde aber nur etwa einmal im Jahr kontrolliert.
Beat Gerber
20 min.ch
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Immer
mehr junge Menschen mit gleichen Symptomen – Hörprobleme auch
durch Nikotinmissbrauch
Die
so genannte Altersschwerhörigkeit ist neben der
Lärmschwerhörigkeit immer noch die am meisten verbreitete Form von Hörminderungen.
Dabei ist sie längst keine Frage des Alters mehr: „Immer mehr junge
Menschen
weisen mit der Altersschwerhörigkeit vergleichbare Symptome auf“, so
Karsten
Mohr vom Forum Besser Hören.
Der Begriff der Altersschwerhörigkeit vermittelt den Eindruck, als träte
diese Form
der Hörminderung ausschließlich im Alter als Folge einer „natürlichen
Abnutzungserscheinung“
auf. Eine Ursache können z.B. Durchblutungsstörungen sein: Mit
den Jahren geht die Versorgung der Blutgefäße im Innenohr zurück. Die
Nervenzellen
hinter
den Sinneshärchen werden nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt
und
dadurch beschädigt. Eintreffende Schallwellen können nicht mehr in
Nervenimpulse
umgesetzt
werden. Die Folgen: Mittlere bis hohe Töne gehen zum Teil
In
geräuschvoller Umgebung wird einwandfreies Verstehen problematisch, so
dass
die Kommunikation mit anderen immer schwieriger wird. Tatsächlich spielen
für
Hörprobleme auch andere Faktoren eine große Rolle: „Neben Lärm können
auch
Medikamente, ein genetischer Defekt oder häufige Infektionen im Mittelohr
Hörprobleme
im Alter verursachen“, gibt Karsten Mohr zu Bedenken. Außerdem
kann
das Hörvermögen auf lange Sicht durch Nikotin- und Alkoholmissbrauch
beeinträchtigt
werden.
Die Symptome bei vielen hörgeminderten Jugendlichen – Durchblutungsstörungen,
beschädigte
Haarsinneszellen, mangelnde Umsetzung der
Schallwellen
– gleichen denen der Altersschwerhörigkeit.
Altersschwerhörigkeit
ist somit das Resultat aller für das Gehör schädlichen Einflüsse
während
des ganzen Lebens. „Die Annahme, dass Hörprobleme im Alter
vorprogrammiert
sind
und man dagegen nichts unternehmen kann, ist somit grundweg
falsch“,
betont Karsten Mohr. „Richtig ist vielmehr: Je mehr man seinen Ohren in
der
Jugend zumutet, desto größer die Wahrscheinlichkeit einer Hörminderung
im
Alter.“ Bereits in jungen Jahren sollte daher ein sorgsamer Umgang mit
dem Gehör
selbstverständlich sein: „Wer seine Ohren – z.B. in der Disko –
regelmäßig großen
Lautstärken
aussetzt, darf sich später über Hörprobleme nicht wundern“, so
Karsten
Mohr.
„Gleiches gilt für den maßlosen Konsum von Zigaretten und Alkohol.
Dass
Missbrauch
hiervon auch das Hörvermögen beeinträchtigen kann, ist fast niemandem
bewusst.“
Rechtzeitige
Vorsorge ist also geboten – am besten durch ein gesundheits- und
„hörbewusstes“
Leben sowie regelmäßige Kontrolle. Letzteres ist jederzeit in Form
eines
kostenlosen Hörtests beim Hörgeräte-Akustiker möglich. Liegt bereits
eine
Einschränkung
des Hörvermögens vor, sollte man diese auf keinen Fall auf sich beruhen
lassen.
Denn wer nichts gegen Hörprobleme unternimmt, wird mit der Zeit
immer
schlechter hören – und auch mit modernen HörSystemen das Hören erst
wieder
erlernen müssen. Wer diese Ratschläge jedoch befolgt, senkt nicht nur
das
Risiko
von Hörproblemen im Alter erheblich, sondern sichert sich auch ein
enormes
FORUM
BESSER HÖREN
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Männer
verbrennen mehr Kalorien im Schlaf als Frauen
(dgk) Es ist
ungerecht, aber wahr: Männer haben es im Leben wirklich leichter als
Frauen, denn sie brauchen nicht ständig auf die Kalorien zu achten und
nehmen bereits im Schlaf ab. Laut dem American Journal of Physiology
verbrennen Männer beim Schlafen ungefähr elf Prozent mehr Energie als
Frauen. Dies ist wohl ein Grund, warum Männer einen höheren Grundumsatz
an Kalorien haben als Frauen und täglich mehr davon zu sich nehmen können,
ohne an Gewicht zuzulegen. Diese "Ungerechtigkeit" hat nichts
mit der Größe, Breite oder der sportlichen Betätigung zu tun. Tagsüber
gilt: Wenn Männer und Frauen dieselben Sportübungen gleich lang machen,
verbrauchen sie auch gleich viel Energie.
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Schulprobleme
schon wegen leichter Hörminderung
(fgh)
Ob PISA-Studie oder Halbjahreszeugnisse: Schlechte Leistungen in der
Schule sind nie willkommen. Schulprobleme können auch auftreten, weil ein
Kind nicht gut hören kann. Wer aufgrund einer Hörminderung nicht alles
versteht, was Lehrer erklären, bringt in der Schule schlechtere
Leistungen. Eine amerikanische Studie belegte zudem, dass sich schon ein
geringer Hörverlust fatal auswirkt: Jedes dritte Kind, das nicht ganz
optimal hören kann, bleibt in der Schule sitzen.
Bereits minimale Hörstörungen führen zu schlechteren schulischen
Leistungen und schwächen das Selbstvertrauen. Die soziale Einbindung in
die Klassengemeinschaft ist geringer und Stress wird stärker empfunden.
Diese Ergebnisse brachte eine Untersuchung an 1.228 Schülern in den
Vereinigten Staaten. Dabei wurden bei allen Schülern das Gehör und die
schulischen Leistungen überprüft. Bei jedem neunzehnten Kind (5,4
Prozent) wurde ein minimaler Hörverlust festgestellt. Alle diese Schüler
galten bis dahin als normal hörend. Keines der Kinder war mit Hörgeräten
versorgt. Jedes dritte dieser Kinder musste bereits die Klasse
wiederholen. Bei weiteren 5,9 Prozent der Schüler wurde ein größerer Hörverlust
festgestellt. Hier könnten in den meisten Fällen gut angepasste Hörsysteme
helfen, die Hörminderung auszugleichen. Insgesamt hatten also 11,3
Prozent der Schulkinder Hörprobleme. Das sind in einer durchschnittlichen
Schulklasse drei von dreißig Schülern.
Seit nunmehr fast zwei Jahren unterstützt die Fördergemeinschaft Gutes Hören
das Unterrichtskonzept "Take care of your ears". In etwa 3.500
Schulen in Deutschland werden seit-dem Schüler und Lehrer auf das
sensible Thema Hören aufmerksam gemacht. Dazu gehören auch kostenlose Hörtests.
Denn nur, wer sein Problem erkannt hat, kann es lösen
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Hörprobleme
im Beruf
Schnelles Handeln ist gefragt
Fast jeder zweite Berufstätige in
Deutschland kennt das Problem: Das Telefon klingelt scheinbar seltener als
sonst, beim Geschäftsessen bekommt man nur noch die Hälfte mit, und die
Kollegen nuscheln immer mehr. Karsten Mohr vom Forum Besser Hören:
"Viele Menschen sind sich ihrer Hörminderung gar nicht bewusst und
suchen die Ursache für das schlechtere Verstehen erst einmal bei
anderen." Dabei sind das frühzeitige Erkennen von Hörproblemen und
eine entsprechende Vorsorge bei Berufstätigen besonders wichtig.
Hörprobleme stellen sich oft schleichend
ein. Umso bedeutender ist es daher, ehrlich zu sich selbst zu sein und die
eigene Situation kritisch zu beleuchten: Denn je eher man etwas
unternimmt, desto größer ist die Chance, dass das Hörvermögen nicht
noch mehr nachlässt. Anzeichen für eine Hörminderung konnen sein:
- Die aktive Teilnahme an Besprechungen
ist problematisch. Man hat Schwierigkeiten, seine Gesprächspartner zu
verstehen - insbesondere, wenn mehrere Personen gleichzeitig reden.
Die Kommunikation ist anstrengend. Auch ein aktiver Gedankenaustausch
ist nicht mehr möglich.
- An Orten mit vielen Hintergrundgeräuschen
- zum Beispiel in Restaurants - wird die Kommunikation zusätzlich
erschwert. Ein ungezwungenes Geschäftsessen ist nicht möglich.
- Beim Telefonieren bekommt man nur
Bruchstücke mit. Wichtige geschäftliche Informationen gehen
verloren.
- Kollegen sind durch ständiges
Nachfragen genervt und ziehen sich zurück.
Hörprobleme führen nicht selten zu
Depressionen der Betroffenen; im schlimmsten Fall kann aber auch der
Verlust der Arbeitsstelle die Folge sein. Hörgeminderte Berufstätige
sollten daher Hörprobleme nicht auf sich beruhen lassen, sondern
sich gezielt beim Hörgeräte-Akustiker informieren. "Im Berufsleben
sind Menschen, die Hörsysteme tragen, voll akzeptiert", betont
Karsten Mohr. "Kollegen werden es begrüßen, dass das ständige
Nachfragen nun entfällt. Das Wesentliche aber ist, dass wichtige
Informationen nicht mehr verloren gehen.
Quelle: Forum Besser Hören
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Mein
Kind hört nicht – alles!
Auswirkungen einer Hörschädigung auf die Familienkommunikation
Bildungsurlaub
für Eltern hörgeschädigter Kinder
Der DSB,
Psychosoziale Beratungsstelle für Hörgeschädigte - LV Niedersachsen
veranstaltet einen Bildungsurlaub für Eltern hörgeschädigter Kinder.
Dieser nach dem Niedersächsischen
Bildungsurlaubsgesetz anerkannte Bildungsurlaub soll Eltern bei der Bewältigung
des Familienalltags mit einem hörgeschädigten Kind unterstützen. Es
werden Hintergrundinformationen über verschiedene Hörschädigungen
gegeben. Gemeinsam wird der Einfluss der Hörschädigung auf die Persönlichkeitsentwicklung
des Kindes und die Familienkommunikation betrachtet.
Informationen über technische Hilfsmittel, Hörtraining und Hörtaktik
werden gegeben.
Außerdem wird Zeit und Raum für den Austausch im Kreis Gleichbetroffener
unter psychologischer Anleitung für das Einbringen eigener Fragen zur
Verfügung gestellt. Darüber hinaus bleibt Platz für Entspannungsübungen,
die helfen, neue Energien für den heimischen Alltag zu tanken.
Ort: Evangelischer Jugendhof
Sachsenhain in Verden/Aller
Zeit:
11.3.2002 – 15.3.2002
Kosten:
220,00 Euro (incl. Unterkunft und Verpflegung)
Ermäßigung
für Menschen mit geringem Einkommen auf Anfrage
Weitere
Informationen und Anmeldung:
Praxis für Körperarbeit und Audiotherapie, Am Loh 13
27283 Verden
Tel.: 0 42 31 / 91 22 98; Fax: 0 42 31/ 90 96 80; E-Mail: almuth.schreiber@gmx.de
Die
Veranstaltung findet in der pädagogischen Verantwortung der LEB statt.
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Kinder
können nicht mehr
so gut singen
Die Stimmqualität von
Kindern hat sich Experten zufolge verschlechtert. Da immer weniger
gesungen wird, haben viele Kinder heute kürzere Stimmbänder, beruft sich
die "Ärzte Zeitung" auf ein Phoniatrie- Symposium in Leipzig.
Auch leidet der Nachwuchs öfter an Atemverspannungen. Die Kinder werden
heute geprägt von lauter Unterhaltungs- und Discomusik, während früher
etwa in Kirche oder Schule viel gesungen wurde, so die Stimmexperten. Eine
gezielte Förderung der Stimmbildung kommt meist zu kurz. Auch wachsen die
Kinder heute schneller und kommen eher in den Stimmwechsel.
Quelle: Rhein-Zeitung
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