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Warum
Männer und Frauen sich nicht verstehen
Dass Männer ihren Frauen
manchmal (oder oft) nicht zuhören, ist ein bekanntes Phänomen und auch
gerne Anlass zu einem hausgemachten Streit. Vorsicht, liebe Leserinnen, es
gibt jetzt eine wissenschaftliche Begründung für das "Unverständnis"
der Männer. Laut einer britischen Studie der Universität Sheffield hat das
männliche Gehirn nämlich Schwierigkeiten bei der Wahrnehmung und dem
Verstehen von weiblichen Stimmen. Die Forscher haben die Hirnaktivitäten
von 12 Männern gemessen, während sie männliche und weibliche Stimmen auf
Band hörten. Je nach Stimmlage, so stellten die Wissenschaftler fest,
wurden unterschiedliche Gehirnregionen angesprochen.
Dabei waren die Frauenstimmen für das Gehirn
schwerer zu entziffern, da die Bandbreite der akustischen Wellen größer
ist als bei Männerstimmen. Dies erfordert eine höhere Hirnaktivität und führt
schnell zur Ermüdung.
Was wollen die Wissenschaftler uns nun also damit sagen? Dass Männer
schlichtweg von Frauen überfordert sind? Unser Tipp: Vielleicht liegt
ja in manchen Fällen auch einfach eine Hörschwäche vor. Und das lässt
sich mit einem Hörtest schnell herausfinden.
Quelle:
Hören und Verstehen, Fundstelle: hoerforum.de
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Intelligenter
durch Hörsysteme
(fgh)
Wer mit Hörgeräten versorgt wird, hört nicht nur besser, er wird auch
wieder schlauer. Dies ist das Ergebnis einer Pilotstudie der Universität
Erlangen-Nürnberg. Demnach konnte eine deutliche Steigerung der Intelligenz
um 3,43 IQ-Punkte festgestellt werden, nachdem Hörsysteme angepasst wurden.
Untersucht wurden Personen, die vorher keine Hörgeräte getragen hatten. So
konnte man die geistige Leistungsfähigkeit vor und während der Nutzung von
Hörgeräten vergleichen.
Bei der Studie des Psychologen und Psychotherapeuten Dr. Siegfried Lehrl,
des Hörgeräte-Akustikers Reinhold Funk und des HNO-Arztes Professor Dr.
Klaus Seifert wurden 15 Personen untersucht und getestet. Die Untersuchungen
fanden unmittelbar vor und etwa zwei Monate nach der Hörgeräteanpassung
statt. Eine Kontrollgruppe wurde zum Vergleich ebenso getestet. Bei beiden
Gruppen lag der IQ zu Untersuchungsbeginn im Durchschnitt bei etwa 100, dem
Durchschnittswert der Bevölkerung. Während das aktuelle geistige Niveau
bei der Kontrollgruppe unverändert blieb, nahm es bei den Trägern von Hörsystemen
deutlich zu. Es
wurde im Schnitt eine Steigerung des Intelligenz-Quotienten (IQ) um 3,43
Punkte festgestellt. Den größten Effekt hatten Personen, die beidohrig
versorgt waren und ihre Geräte täglich zwischen viereinhalb und acht
Stunden nutzten, mit Steigerungen von rund 10 IQ-Punkten.
Diese Steigerung der geistigen Leistungsfähigkeit kann mehrere Gründe
haben: Wer sich nicht mehr so stark auf das Hören und Verstehen
konzentrieren muss, hat mehr „Arbeitsspeicher“ frei, kann sich mehr auf
Inhalte konzentrieren und erhält vielfältigere Anregungen. „Frühzeitiger
Einsatz von Hörhilfen“, so folgert Professor Dr. Klaus Seifert, „ist
ein wesentlicher Schutz gegen geistigen Abbau und gegen ein vorzeitiges
Altern infolge eines Hörverlustes im Erwachsenenalter.“ Die Fördergemeinschaft
Gutes Hören empfiehlt daher, sich möglichst früh für Hörgeräte zu
entscheiden.
Quelle: S.
Lehrl, R. Funk, K. Seifert: HNO 53, 852-862 (2005): Erste Hörhilfe
erhöht die geistige Leistungsfähigkeit – offene kontrollierte
Anwendungsbeobachtungsstudie als Pilotstudie
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Millionen
für Hörverlust-Forschung
Die Europäische Union fördert die Forschung
im Bereich Hören und Hörverlust und bewilligt dem Eurohear-Projekt 12,5
Millionen Euro.
Das fünf Jahre dauernde Forschungsprojekt soll
fundamentales Wissen über die Entwicklung und Funktion des Innenohrs
darlegen und die molekularen Defekte identifizieren, die für erbliche Hörschäden
verantwortlich sind.
Zweiundzwanzig
akademische Einrichtungen aus 10 verschiedenen Ländern arbeiten gemeinsam
an dem Projekt, das 250 Wissenschaftler aus aller Welt zusammenbringt.
Das gemeinsame Forschungsprojekt wird 2009 enden.
Mehr über Eurohear erfahren Sie im Internet unter www.eurohear.org.
Quelle:
www.eurohear.org, Fundstelle: hear-it.org
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Unkontrollierter
Lärm
Lärmpegel
von 110 dB und eine höhere Patientenzahl bei HNO-Ärzten zeigen, dass der Lärm
in Ecuador außer Kontrolle ist.
Es
gibt keine klare Bestimmungen oder Umweltgesetze, die der ecuadorianischen
Bevölkerung Schutz bieten. Das bestehende Gesetz schreibt einige Grenzwerte
vor, doch diese werden nicht durchgesetzt, so Umweltberater Juan Carlos
Fonseca.
Bis zu 110 dB auf den Straßen
Eine der Hauptlärmquellen in fast allen
ecuadorianischen Provinzen ist der Verkehr. In einigen Regionen gibt es
Kampagnen und Sanktionen gegen die Lärmverschmutzung durch öffentliche
Transportmittel und exzessives Hupen.
Eine Studie, die 2004 in Loja für die CAJE-Stiftung
durchgeführt wurde, sollte die Lautstärkenpegel in dieser Stadt Ecuadors
bestimmen. Die Forscher nahmen Schallpegel in Gegenden mit vielen Menschen,
z.B. auf Märkten und an Bushaltestellen auf. Mancherorts überschritten die
Pegel 110 dB, ein Zustand, der als akustisch traumatisierend gilt.
“Normalerweise sollten Menschen 40 bis 60 dB ausgesetzt sein,” so der
Arzt Ramon Aguirre, einer der Studienforscher zu dem Online- Magazin
lahora.com.ec.
Immer
mehr Hörschäden
Die Zahl der Besuche bei Audiologen hat zugenommen. “Täglich
besuchen durchschnittlich 15 Personen den Arzt wegen leichter, mittlerer
oder schwerer Hörprobleme”, erklärt Gladys Espinoza, Audiologin am
Carlos-Andrade-Marin- Krankenhaus, dem Magazin lahora.com.ec. “Fast die Hälfte
von ihnen hat schwere Hörschäden wegen zu viel Lärms.” Außerdem haben
die Forscher eine beunruhigend hohe Anzahl junger Leute unter 25 Jahre
ermittelt, die offensichtlich Hörschäden davongetragen haben, ergänzt
Espinoza.
Es sei sehr schwer, Umweltregeln in Ecuador
durchzusetzen, so Juan Carlos Fonseca. Das liege vor allem an den fehlenden
Mitteln und daran, dass es keine Ordnungsbehörde gebe, die sich um Lärmverschmutzung
kümmere.
Quelle:
www.lahora.com.ec,
30. August
2005, Fundstelle: hear-it.org
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Studie
zum Hörscreening
In Deutschland gibt es kein bundesweites Hörscreening
für Neugeborene. Das Bundesgesundheitsministerium bietet Testprogramme für
eine Reihe von Bundesländern an.
Das Bundesgesundheitsministerium reagiert damit auf den
hohen volkswirtschaftlichen Verlust, den unbehandelte Hörschäden nach sich
ziehen. Laut Ministerium kommen in Deutschland ein bis zwei von 1.000
Kindern mit einer gravierenden Schwerhörigkeit zur Welt.
80.000 bis 150.000 Kinder sind mittelgradig schwerhörig.
Drei bis vier Prozent aller Kinder leiden an einer leichten Schwerhörigkeit.
Das sind bundesweit insgesamt über 500.000 Kinder mit Hörschäden.
Das Deutsche Zentralregister für kindliche Hörstörungen
in Berlin ermittelte, dass rund 80.000 Kinder einen so hochgradigen Hörverlust
haben, dass sie spezielle Sonderschulen besuchen müssen.Als Folge
unbehandelter Schwerhörigkeit drohen irreversible Beeinträchtigungen der
sprachlichen, intellektuellen, sozialen und emotionalen Entwicklung. Seit
Jahren fordern Fachleute ein generelles Hörscreening für alle Bundesländer
Deutschlands. In den USA, Österreich, den Niederlanden, Belgien, England
und Israel ist das universelle Neugeborenen-Hörscreening weitgehend
verwirklicht.
Mehrere weltweit abgeschlossene Studien haben die
Notwendigkeit sowie Effizienz des Hörscreenings bewiesen. In Deutschland
sollen durch die Pilotstudie Umsetzbarkeit, Effektivität und gesundheitsökonomische
Gesichtspunkte des Neugeborenen-Hörscreenings untersucht werden.
Danach obliegt es dem Gemeinsamen Bundesausschuss, das Hörscreening
in die Richtlinien der Kindervorsorgeuntersuchungen aufzunehmen.
In Deutschland ist ein Kind im Durchschnitt 2½ Jahre
alt, bis eine angeborene Schwerhörigkeit entdeckt wird.
Quellen:
www.bmgs.bund.de; www.dgk.de; www.medizin.fu-berlin.de/audio/indexdeu.html,
30. November
2005, Fundstelle: hear-it.org
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EU-Direktive
gegen Lärm
Eine
EU-Direktive verordnet strengere Lärmgrenzen am Arbeitsplatz. Ab dem 15.
Februar 2006 müssen die Gesetze und Bestimmungen aller EU-Länder an allen
Arbeitsplätzen den Standards der Lärmdirektive entsprechen.
Die
EU-Direktive setzt einen täglichen Lärmbelastungsgrenzwert von 87 dB fest.
Das bedeutet eine Verschärfung der Lärmbestimmungen in einer Reihe von Ländern,
wo bislang eine Lärmbelastungsgrenze von 90 dB galt.
Auf Arbeitsplätzen mit Lärmpegeln über 87 dB zwingt
die Direktive Firmen, Maßnahmen zur Lärmreduzierung zu ergreifen. Hörschutz
wird getestet
Wenn Lärmpegel nicht adäquat gesenkt werden können, müssen
die Angestellten mit Hörschutz ausgestattet werden. Die neue Direktive
umfasst Tests zur Sicherstellung der Hörschutz-Effizienz, um die Lärmpegel,
denen die Arbeitnehmer ausgesetzt sind, auf ein akzeptables Niveau zu
senken.
Weitere Informationen über die Lärmreduzierung und
-kontrolle gibt es auf der Internetseite der Europäischen Agentur für
Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz: http://agency.osha.eu.int/publications/factsheets/
58/en/index.htm
Quelle:
Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheits- schutz am Arbeitsplatz
- http://osha.eu.int/OSHA , Fundstelle: hear-it.org
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