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Karneval:
Jetzt gibt´s was
auf die Ohren
Nun
steht sie wieder bevor, die „fünfte“, die närrische Jahreszeit. Wer möchte
nicht einmal aus seiner eigenen Haut schlüpfen, dem Alltagstrott einfach
Lebewohl sagen und sich in die tollen Tage stürzen? Doch die närrische
Zeit ist auch eine laute Zeit: Karnevalsschlager aus großvolumigen
Lautsprechern, Böller aus Konfettikanonen, Schießereien zwischen Cowboys
und Indianern ...
Was
aber das Auge erfreut, macht unseren Ohren umso mehr zu schaffen.
Insbesondere die kleinen Winnetous und Old Shatterhands sind hier am stärksten
gefährdet. Denn sie benötigen, um standesgerecht ausgerüstet zu sein,
ihre großkalibrigen „Schießeisen“. Diese scheinbar harmlosen
Spielzeuge sind nicht selten lauter als ein startender Düsenjet. Mit bis zu
180 Dezibel steht eine am Ohr abgefeuerte einfache Zündplättchenpistole
einem Gewehr der Bundeswehr nichts nach. Gerade die kurzen Knalle aber
sind besonders gefährlich. Weil sie nur für den Bruchteil einer Sekunde
hörbar sind, erscheinen sie uns gar nicht so laut. „Doch diese kurze
Zeit reicht aus, das Innenohr zu schädigen und die Hörfähigkeit
schlagartig zu verschlechtern. Auch Ohrgeräusche können durch das
Knalltrauma ausgelöst werden. Verschwinden diese nicht nach kurzer Zeit,
sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden“, empfiehlt Wolfgang
Euerle vom Informationsdienst hoeren-heute.
Was
ist also zu tun? Das Verbot dieser Spielzeuge wäre die wirkungsvollste,
aber nicht kindgerechteste Art, mit diesem Thema umzugehen. Vielmehr
sollten Eltern Ihre Kinder auf die Gefahren hinweisen und dazu anhalten,
eine Pistole nie in der Nähe des Ohrs abzufeuern. Schließlich lässt
sich über den langen, gestreckten Arm viel besser zielen :-)
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Mindestens
8 Stunden täglich
Hörerfolg
wird von der Tragedauer wesentlich beeinflusst
(fbh)
Wer sich Hörgeräte anpassen lässt, sollte diese mindestens acht Stunden täglich
tragen. „Je seltener die Geräte getragen werden, desto länger wird die
Eingewöhnungszeit dauern“, weiß Gerhard Hillig
vom
Forum Besser Hören – entsprechend lässt der Hörerfolg auf sich warten.
Ähnlich
wie ein Muskel, der über längere Zeit nicht beansprucht wird und
erschlafft,
verkümmern bei Schwerhörigkeit die nicht genutzten Haarzellen im
Innenohr.
Das Gehirn erreicht keine Signale mehr. Die Folge: Es „vergisst“ einige
Laute
regelrecht und kann diese nicht mehr zuordnen. Die Haarzellen müssen
erst
wieder trainiert werden. Die Aufgabe des Trainers übernehmen moderne
HörSysteme:
Sie leiten akustische Signale ins Innenohr weiter. Je nach Länge
und
Intensität werden hierdurch die Hörzellen stimuliert und die Schwingungen
in
Impulse umgewandelt. Die
Fasern des Hörnervs nehmen diese Impulse auf
und
leiten sie ans Gehirn weiter. Hier werden sie entschlüsselt, gehört und
verstanden.
Wie
bei jedem Training gilt jedoch auch hier: Je länger und ausdauernder man
trainiert,
desto schneller wird man Erfolg haben – und das Leben wieder hörend
in
all seinen Facetten genießen können. Es ist daher auch sehr wichtig,
dass man
die
Hörgeräte nicht nur in besonderen Situationen trägt, sondern auch, wenn
man
allein zu Hause ist. Letzteres ist nicht zuletzt für die Gewöhnung an
Alltagsgeräusche
wie z.B. das Summen des Kühlschranks von Bedeutung.
Übrigens:
Für alle, die ihre HörSysteme und ihr Gehör besser kennen lernen
möchten,
bieten Hörgeräte-Akustiker ein Hörtraining an. Die Kosten werden
von
der Krankenkasse übernommen.
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Hörprobleme
am Arbeitsplatz
(fbh) Mal ehrlich, war es
bei Ihnen früher nicht auch so, dass das Telefon öfter geklingelt hat. Die
Kollegen haben deutlicher gesprochen und die Verträge enthielten auch die
Klauseln, die während der Verhandlung besprochen wurden.
Ihr Unmut wächst, Sie fühlen sich ausgegrenzt. Bevor Sie den Fehler bei
Ihrem Gegenüber suchen, machen Sie sich bitte über Ihre Ohren Gedanken. Hörminderungen
beginnen schleichend und daher schwer zu erkennen. Eine frühe Diagnose
jedoch ist wichtig, um eine erfolgreiche Therapie einzuleiten.
Wie können Sie eine Hörminderung erkennen?
-
Sie
verstehen Ihre Gesprächspartner schlecht, vor allem in größeren
Gruppen haben Sie Schwierigkeiten dem Gespräch zu folgen.
-
Hintergrundgeräusche
nehmen Sie zunehmend als störend wahr.
-
Telefongesprächen
sind schwer verständlich für Sie.
-
Die Kollegen
sind genervt von Ihnen, was unter anderem daran liegen kann, dass Sie ständig
nachfragen.
Abgesehen davon, dass Sie
nicht mehr alles im Leben mitbekommen, können diese Probleme auf Dauer auch
zu Depressionen führen. Ständiges Nachfragen oder Verständnisschwierigkeiten
bei Geschäftsessen können sich auch negativ auf ihren Job auswirken.
Stellen Sie fest, dass auch Sie unter solchen Problemen leiden, gehen Sie zu
einem HNO-Arzt oder einem Hörgeräte-Akustiker. Dieser berät Sie, ob und
was für ein Hörgerät sie benötigen. Hörsysteme sind mittlerweile im
Berufsleben akzeptiert und wegen ihrer geringen Größe unauffällig. Ihre
Umwelt wird es Ihnen danken und Ihnen gehen keine Informationen mehr
verloren.
Quelle: Forum Besser Hören
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Auf
den Ohren sitzen bleiben
Selbst eine
geringe Hörstörung kann das Leben eines Kindes sehr belasten. So bleibt
jedes dritte Kind, das nicht optimal hört, in der Schule sitzen. Im neunten
Schuljahr muss sogar jeder zweite Schüler mit leichter Hörminderung die
Klasse wiederholen. Dies ergab eine Untersuchung an 1.228 Schülern in den
Vereinigten Staaten. Schon minimale Hörstörungen führten zu schlechteren
schulischen Leistungen, geringerem Selbstvertrauen und stärker empfundenem
Stress. Jedes neunzehnte Kind (5,4 %) hatte einen - bisher nicht erkannten -
minimalen Hörverlust. Keines der Kinder war mit Hörgeräten versorgt.
FGH
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Hörprobleme
in allen Altersgruppen
(fgh)
"Wer bei sich selbst oder bei seinen Angehörigen Hörprobleme
vermutet, sollte sofort den Hals-Nasen-Ohren-Facharzt oder Hörakustiker
aufsuchen." Darauf weist Dr. Karin Uphoff von der Fördergemeinschaft
Gutes Hören hin. "Hörschäden gibt es in allen Altersgruppen. Wichtig
ist, dass man sie erkennt und behandelt, sobald sie auftreten."
Jeder Dritte über sechzig hat Hörprobleme. Gerade ältere Menschen neigen
aber dazu, schlechteres Hören als eine Alterserscheinung abzutun, an der
man nichts mehr ändern kann. Das ist ein folgenschwerer Irrtum. Denn
moderne Hörgeräte können das Hören und Verstehen deutlich verbessern.
Doch nicht nur Senioren haben Hörprobleme. Fünf Prozent der 30-Jährigen
und rund 25 Prozent der 50- bis 60-Jährigen haben eine Hörminderung.
Bei den heutigen
Jugendlichen und jungen Erwachsenen hört bereits etwa jeder Zehnte nicht
mehr optimal. Schuld sind Freizeitlärm wie Discomusik, Besuche von
Rockkonzerten oder Musikhören über Kopfhörer. Auch Knalltraumata, zum
Beispiel durch Silvesterböller, verursachen schwerwiegende Schädigungen
des Gehörs. Wer unsicher ist, wie es um sein Hörvermögen bestellt ist,
sollte sich daher so schnell wie möglich vom Hals-Nasen- Ohrenarzt
untersuchen lassen oder einen Hörtest beim Hörakustiker machen.
Eine Hörminderung kann auch angeboren oder in frühester Kindheit erworben
sein. In Deutschland kommen jährlich etwa 800 Kinder mit einer gravierenden
Hörbehinderung zur Welt. In diesem Alter ist die Früherkennung und
Versorgung von Hörschäden ganz besonders wichtig. Denn das beeinträchtigte
Gehör entwickelt sich in den ersten Lebensjahren noch weiter, wenn es
entsprechend gefördert wird. Daher sollten Eltern ein Kind beim geringsten
Hinweis auf eine Hörstörung dem Arzt vorstellen. Bestätigt sich der
Verdacht, sollte mit der Anpassung von Hörgeräten nicht gezögert werden -
bei Kindern wie bei Erwachsenen.
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Mit
dem Hörgerät umgehen lernen
Der
effektive Einsatz eines Hörgeräts ist nicht nur eine Frage der
Technologie, sondern setzt auch ein Verständnis der eigenen Person und der
Gesellschaft voraus. Mehr als ein Drittel aller Hörgeräte landen in der
Schublade, weil die Anleitungen und Beratung unzureichend waren. Eine 1996
durchgeführte norwegische Studie hat die Bedeutung eines kurzen, 15-stündigen
Einführungskurses für die richtige Nutzung des Hörgeräts über einen
kurzen Zeitraum, aber auch längerfristig, bewiesen.
Die Audiotherapeutin Kari Antonsen hat den Versuch am
Ullevål Hospital in Norwegen in ihrem Bericht "Rehabilitation of adult
hearing aid users" beschrieben. 54 Hörgeräteträgern und 11 Angehörigen
wurde in fünf Abende langen Kursen mit 6-8 Teilnehmern ein Einblick in die
Anwendung von Hörgeräten gegeben. In den Kursen wurden alle Aspekte des
Tragens von Hörgeräten behandelt - von der Anatomie des Ohrs bis hin zu
den Möglichkeiten und Begrenzungen beim Tragen von Hörgeräten im täglichen
Leben.
Das
Ergebnis war, dass die Teilnehmer wesentlich bessere Voraussetzungen für
die richtige Anwendung ihrer Hörgeräte hatten als die 32 Personen einer
Kontrollgruppe, die nicht an einer vergleichbaren Schulung teilnahmen.
Kari Antonsen erforschte ebenfalls die langfristigen
Auswirkungen. Drei Jahre später setzten die Teilnehmer der Kurse ihre Hörgeräte
immer noch mit großem Erfolg ein. Sie waren aktiv, nahmen am sozialen Leben
teil und empfanden ihr Hörleiden in geringerem Maße als störend oder ärgerlich.
Laut Kari Antonsen ist die Untersuchung ein Beweis dafür,
dass Information, Kundendienst und Beratung extrem wichtig sind, um beim
Tragen eines Hörgeräts den größtmöglichen Nutzen zu erzielen.
Quelle: "Din hörsel", Nr. 4, Mai 2002.
Fundstelle:
german.press.hear-it-org.org
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