Hörprobleme im Beruf:
Das sind die Warnsignale
(fgh) Die schlechte Nachricht vornweg: Hörprobleme
darf man nicht auf die leichte Schulter nehmen, weil sie zu großen
Problemen wie Abrutschen in die Einsamkeit oder sogar zum Verlust des Jobs
führen können. Sie sind heutzutage nicht mehr ausschließlich ein
Problem der Senioren. Auch immer mehr Jüngere haben Probleme beim Hören.
Bei einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der Vereinigung der Hörgeräte-Industrie
gab fast jeder Zweite (43,8%) zwischen 40 und 59 Jahren an, Hörprobleme
zu haben. Die gute Nachricht gleich hinterher: Wenn man Hörprobleme
rechtzeitig erkennt und zum Hörgeräte-Akustiker geht, kann man mit
modernen Hörgeräten sehr gut hören und verstehen.
Uschi S. (52) ist ein Beispiel dafür: Sie ist mittelgradig schwerhörig,
als Sekretärin beruflich voll aktiv und trägt moderne volldigitale Hörgeräte,
die nahezu unsichtbar im Gehörgang verschwinden. Sie führt viele Gespräche
und telefoniert häufig. "Durch einen nicht erkannten Hörsturz wurde
meine Hörfähigkeit stark eingeschränkt", berichtet sie. "Ich
selbst merkte es eigentlich nicht sofort. Erst als ich bei Gesprächen und
Besprechungen immer wieder `Wie bitte?´ fragen und bei Restaurantbesuchen
mit meinem Mann angestrengt aufpassen mußte, ging ich zum Hörgeräte-Akustiker",
erzählt sie. Uschi S. ist ein typischer Fall. Niemand möchte es gern
wahrhaben, nicht mehr so gut zu hören wie früher."
Doch wer bei der Arbeit Augen und Ohren offen hält, kann bei Kollegen und
natürlich auch bei sich Warnsignale für Hörprobleme entdecken: Am
Anfang stehen Probleme bei Gesprächen und Besprechungen. Die Betroffenen
bekommen nicht mehr alles mit; die Kommunikation wird sehr anstrengend.
Auch das Telefon entlarvt Menschen mit Hörproblemen. Einerseits überhören
Sie leicht das Klingeln, andererseits müssen sie häufig nachfragen.
Weil Schwerhörige schlecht Sprache aus Hintergrundgeräuschen
herausfiltern können, haben sie besonders Probleme bei
Restaurantbesuchen, im Bahnhof, auf dem Flughafen etc.
Uschi S. konnte bei ihren Hörproblemen geholfen werden. Sie hat bei
einem Hörgeräte-Akustiker volldigitale Hörgeräte bekommen. Mit diesen
Geräten "kann ich wieder alles mitbekommen, problemlos telefonieren
und an Unterhaltungen im Restaurant teilnehmen", freut sie sich.
< zurück zur Archiv-Übersicht
Hörschäden
durch Spielzeug-Handys
Klingelnde und piepsende Spielzeug-Handys können
bei Kindern zu dauerhaften Gehörschäden führen. Das ergab ein
COMPUTERBILD-Test. Die Zeitschrift ließ die Lautstärke von 16 im Handel
gekauften Kinderhandys von einem unabhängigen Testlabor überprüfen.
Das alarmierende Ergebnis: Nur ein einziges Spielzeug bestand alle amtlich
zugelassenen Messungen. Einige Produkte sind, direkt ans Ohr gehalten,
sogar lauter als ein Düsenjet in 15 Metern Entfernung oder eine
Trillerpfeife in einem Meter Entfernung. Das lauteste Spielzeug erreichte
bei einer Schalldruckmessung 133 dB(A). Die "Fördergemeinschaft
Gutes Hören" warnt: Dieser Wert liegt über der Schmerzschwelle von
120 dB(A).
COMPUTERBILD berichtet weiter, dass einige
Kinderhandys die Grenzwerte der "Europäischen
Spielzeugrichtlinie" und der dazu gehörigen Norm "EN 71/1"
weit überschreiten. Experten bestätigen der Zeitschrift, dass
Spielzeuge, die diese Norm nicht erfüllen, nicht verkauft werden dürften.
Darüber hinaus warnt Professor Hans-Peter Zenner, Direktor der Universitätsklinik
für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde in Tübingen: "Schon ab 85
Dezibel tritt eine Gehörgefährdung ein." Sein Kollege Dr.
Hans-Michael Strahl: "Wenn sich Kinder dauerhaft mit zu lautem
Spielzeug beschäftigen, kann es zu irreversiblen Hörschäden
kommen."
Quelle: Computerbild
< zurück zur Archiv-Übersicht
Krach kann krank
machen
(psg) "Was für ein schrecklicher
Krach!" Wer sagt oder denkt das nicht mindestens einmal am Tag. Die
Mehrheit der Deutschen fühlt sich durch Lärm belästigt. Aber nur
wenigen ist bewusst, dass Radau jeglicher Art auch krank machen kann. Die
schlimmsten Folgen von zuviel Lärm sind Hörschäden. Zu laute Töne
zerstören empfindliche Zellen im Ohr, die für das Hören notwendig sind.
Ein Hörschaden kann dazu führen, dass - vor allem ältere Menschen -
ihre sozialen Kontakte verlieren. Bei Kindern kann ständiger Krach zu
Konzentrationsschwächen führen. Die AOK hat einige Tipps für einen
gesunden Umgang mit Lärm zusammengestellt:
Ruhe ist zur Erholung notwendig: Das Schlafzimmer sollte möglichst der
ruhigste Raum in der Wohnung sein. Hintergrundgeräusche sind oft überflüssig.
Fernseher, Radio oder Stereoanlage sollten nur laufen, wenn es notwendig
ist - und in angemessener Lautstärke. Bei allen Tätigkeiten, die mit großem
Lärm verbunden sind - sowohl im beruflichen als auch im privaten Bereich
-, schützt ein Gehörschutz vor einem allzu schädlichen Lärmpegel. In
der Freizeit brauchen auch die Ohren "Erholung". Deshalb sollten
Aktivitäten gemieden werden, die mit viel Lärm verbunden sind.
Kinderspielzeuge - wie Knackfrösche und Schreckschusspistolen - können
schon bei kurzzeitiger Einwirkung erhebliche Gehörschäden verursachen.
< zurück zur Archiv-Übersicht
High-Tech im Ohr
vom Hörakustiker
(fgh) Fällt das Stichwort Hörgerät,
denken viele Menschen immer noch an Hörkästen, die um den Hals hängen,
rauschen und pfeifen. Doch die technische Entwicklung hat in den letzten
Jahren einen Quantensprung vollzogen.
Moderne Hörgeräte können analoge oder voll digitale Technik
beinhalten, die Spanne recht vom Hinter-dem Ohr-Gerät bis hin zum kaum
sichtbaren Hörsystem im Gehörgang. Für die Sichtbaren gibt es Dutzende
von Farben und Formen. Hörakustiker begrüßen diese Entwicklung:
"Die Auswahl ist so groß, dass wir unter 500 Hörsystemen das
richtige für unsere Kunden auswählen können." Die kleinen Hörsysteme
entfalten jedoch nur durch die Leistung des Hörakustikers ihre große
Wirkung.
Das ausgewählte Hörsystem wird im Fachgeschäft vom Hörakustiker per
Computer genau dem Gehör des Kunden angepasst. Bei verschiedenen digital
programmierbaren Hörsystemen kann der Benutzer durch individuell
programmierbare Einstellungen die Geräte auf seine akustische Umgebung
einstellen. So wird der Benutzer auch bei unterschiedlichen Hörsituationen
wie bei einem normalen Gespräch, in lauter Umgebung, bei einem
Telefongespräch oder beim Musikhören das meiste hören und verstehen.
Besonders erfreuliche Hörergebnisse erleben Schwerhörige mit der voll
digitalen Technik: Moderne Hörsystemtechnik kann so perfekt vom Hörakustiker
eingestellt werden, dass sich die Geräte den unterschiedlichen Hörsituationen
automatisch anpassen. Die Lautstärke wird vollautomatisch reguliert und
sowohl Stimmen als auch Klänge brillant wiedergegeben.
< zurück zur Archiv-Übersicht
Schlau ist nur die
Frau
Weiblichkeit sorgt für mehr Intelligenz
(dgk) Schlechte Nachrichten für alle Männer:
Der Mensch verdankt seine Intelligenz dem weiblichen Geschlecht. Zu diesem
Schluss kamen Humangenetiker der Universität Ulm bei der Untersuchung der
Erbanlagen. Dabei stellte das Team um Professor Dr. Horst Hameister
Unterschiede bei der Verteilung der Intelligenz-Gene auf den X- und
Y-Chromosomen beim Menschen fest. Während sie auf den weiblichen
X-Chromosomen viele dieser Gene fanden, konnten sie auf dem Y- Chromosom,
das nur bei Männern vorhanden ist, keine Gene feststellen, die für die
Entwicklung von Geisteskraft bedeutend sind.
Der Grund ist logisch: Dass auf dem X-Chromosom Gene liegen, die für die
Entwicklung jeder einzelnen Tierart verantwortlich sind, ist seit langem
bekannt. Für die Entwicklung eines neuen Spezies spielt insbesondere die
Partnerwahl eine entscheidende Rolle. Das lehrt uns schon Charles Darwin.
Da generell das Weibchen für die Wahl des Partners verantwortlich ist,
liegt es an ihr, wie der Nachwuchs beschaffen ist.
Im Tierreich ist dieser Selektion die ungeheure Vielfalt und Schönheit
der Natur zu verdanken. Bei den Menschen hängt es somit ebenfalls von den
Frauen ab, ob die Nachkommen intelligenter werden oder nicht. Denn auch
hier gelten die gleichen Regeln der sexuellen Selektion wie bei den
Tieren. Der Vorteil bei den Zweibeinern: "Mit einer überragend
ausgebildeten Intelligenz gelingt es nicht nur, für viele Frauen
attraktiv zu sein und mit ihnen Nachkommen zu zeugen; die selben Gene
verleihen auch im Überlebensrespektive im täglichen Existenzkampf
Erfolg," erläutert Hameister.
< zurück zur Archiv-Übersicht
Wenn Kinder
nicht richtig hören
Gutes Hören und uneingeschränkte Sprachentwicklung hängen unmittelbar
zusammen
Angeborene Hörminderungen treten ein- bis
zweimal bei 1.000 Geburten auf. Zwanzig mal höher liegt die Häufigkeit
bei Risikokindern, deren Mütter während der Schwangerschaft
gesundheitliche Probleme hatten. Kindliche Hörstörungen können auch
durch Infektionskrankheiten wie Mittelohrentzündungen, Mumps oder Röteln
verursacht werden.
Nach heutigen Erkenntnissen werden im Alter von vier bis sechs Monaten
die Grundlagen für das Sprechen gelegt und die vielfältigen Vernetzungen
des Hörsinns im Gehirn des Kleinkindes geknüpft. Früherkennung und
rechtzeitige Therapie sind daher für die emotionale und soziale Reifung
sowie den späteren Lebensweg eines hörgeschädigten Kindes von
elementarer Wichtigkeit.
"Je eher ein Kind mit HörSystemen versorgt wird, umso günstiger
sind die Prognosen für die Sprachentwicklung. Wissenschaftlichen
Untersuchungen zufolge kann eine im ersten Lebensjahr begonnene Therapie
eine nahezu normale Sprachentwicklung und damit die volle soziale
Integration gewährleisten," so Dr. Günter Reuther von der
Medizinischen Hochschule Hannover.
In den meisten Fällen sind es die Eltern, denen das Hörproblem ihres
Nachwuchses auffällt. Dann etwa, wenn Reaktionen auf akustische Reize
ausbleiben oder die Sprachentwicklung ins Stocken gerät. Im Rahmen der
bisher vorgesehenen frühkindlichen Routineuntersuchungen ist der Hörtest
erst im Alter von zehn bis zwölf Monaten vorgesehen. Dann sind jedoch
nach Expertenmeinung bereits die wichtigsten Entwicklungsstufen verpasst
worden. Außerdem haben diese Kinder schon Verhaltensweisen eingeübt, um
den unbewussten Mangel bestmöglich zu kompensieren. Wenn der Kinderarzt
also mit dem häufig praktizierten Händeklatschen das Gehör testet, kann
es durchaus zu einer Reaktion des Kindes kommen, weil es auf einen damit
verbundenen optischen oder haptischen Reiz reagiert. Der Hörtest bliebe
demnach ohne Befund und weitere nicht einholbare Zeit verstreicht. Das
Durchschnittsalter, in dem frühkindliche Hörprobleme in Deutschland im
Durchschnitt erkannt und behandelt werden, liegt bei 31 Monaten.
Altersgerechte Sprachentwicklung dank moderner HörSysteme
Bei einem sehr großen Teil der Hörminderungen können frühzeitig
angepasste HörSysteme zu einer normalen Entwicklung des Kindes beitragen.
Mit uneingeschränkt ausgebildeter Fähigkeit zur Kommunikation mit allen
Sinnen haben diese Kinder für das Leben als Erwachsene die gleichen
Startchancen wie normal Hörende. Die Anwendung von HörSystemen ist bei
fachgerechter Betreuung durch HNO-Arzt und Hörgeräte-Akustiker
unproblematisch. Die Kleinen reagieren normalerweise positiv auf die Hörhilfen,
da sie ihnen deutliche Verbesserungen und unmittelbare Hörerlebnisse
verschaffen. Vorurteile gegenüber Hörgeräten, wie sie bei Erwachsenen
auch heute noch verbreitet sind,
spielen naturgemäß keine Rolle.
Die Technik, mit der moderne digitale HörSysteme ausgestattet sind,
verfügt über ein weitreichendes Leistungspotenzial und ist in der Lage,
Hörprobleme individuell optimal auszugleichen. Dabei werden die
jeweiligen Einstellungen in regelmäßigen Kontrollen überprüft und den
Veränderungen des Hörvermögens angepasst. Für die speziellen
Anforderungen, die HörSysteme für kleine und heranwachsende Kinder
stellen, gibt es entsprechende Geräte auf dem Markt. Sie werden in
verschiedenen Größen angeboten und in angemessenen Zeitabständen neu
angepasst, weil sich die Kinder im Wachstum befinden. Handhabung und Ausführung
berücksichtigen den ausgeprägten Bewegungs- und Spieltrieb der Kinder.
Außerdem gibt es diese HörSysteme in frischen bunten Farben und
ansprechendem Design. Dadurch werden sie ohne größere Probleme gerne
angenommen und auch getragen.
Forum Besser Hören
< zurück zur Archiv-Übersicht
Zitronensaft
gegen Thrombose?
(dgk) Zitronensaft schützt vor Thrombosen,
das ergab eine Studie der Universität in Nagoya (Japan). Zur Hälfte mit
Wasser gemischt, soll das saure Getränk auf langen Flügen das so
genannte Touristenklasse- Syndrom abwehren, indem es die Blutzirkulation fördert.
Der Versuch mit 13 Probanden ergab, dass 60 Milliliter Flüssigkeit
versetzt mit 50 Prozent Zitronensaft die Bluttransfer in den Venen um
durchschnittlich 19 Prozent beschleunigt.
Um den Saft der Zitrusfrucht als Schutz vor einer lebensgefährlichen
Thrombose zu nutzen, empfiehlt die Universität unmittelbar vor dem Flug
und dann alle fünf Stunden ein Glas des sauren Cocktails.
Mediziner raten zudem bei längeren Flügen zu regelmäßiger Bewegung der
Beine. Besonders gefährdete Fluggäste - mit Krampfadern und anderen
Venenleiden - sollten viel trinken, beispielsweise Orangensaft oder
MineraIwasser, und gegebenenfalls Thrombosestrümpfe tragen. Die Gefahr
einer Reise- Thrombose besteht allerdings erst bei einer Flugdauer von
mehr als sechs Stunden.
< zurück zur Archiv-Übersicht
Tinnitus
entsteht oft durch Lärm
Wenn´s im Ohr pfeift und hämmert
(psg). Wenn es
im Ohr klingelt, piept, hämmert, pocht, summt, knattert oder pfeift, dann
sind das typische Anzeichen für Tinnitus. "Etwa 30 Prozent aller
Menschen haben im Laufe ihres Lebens irgendwann mal einen
Tinnitus", sagt Dr. Michael Held, Hals-Nasen-Ohren-Arzt beim
AOK-Bundesverband. Häufig verschwinden solche Ohrgeräusche von selbst
wieder. Hauptursache für die Entstehung des Tinnitus ist Lärm.
"Tinnitus ist die medizinische Bezeichnung für jedes Geräusch, dass
der Betroffene selbst, aber kein anderer hört", so AOK-Experte Held.
Diese Ohrgeräusche, die nur die Betroffenen selbst wahrnehmen, werden
subjektiver Tinnitus genannt. Bei subjektiven Ohrgeräuschen klagen die
Betroffenen meist über dauerhafte Töne wie Rauschen, Zischen und Pfeifen
in unterschiedlicher Lautstärke. "Manche Patienten nehmen diese Töne
nur bei absoluter Ruhe wahr. Andere hören sie ständig. Letzteres ist für
die Betroffenen sehr belastend",
erklärt der HNO-Arzt.
Geräusche verstärken
Außerdem gibt es noch den so genannten objektiven Tinnitus. "Diese
Geräusche können durch entsprechende Verstärkung auch für andere hörbar
gemacht werden" weiß Hals-Nasen-Ohren-Arzt Held. "Wesentlich häufiger
und auch belastender ist aber der subjektive Tinnitus." Beim
objektiven Tinnitus wird meist ein pulsierendes oder klopfendes Geräusch
festgestellt. "Es gibt im Mittelohr kleine Muskeln, die ganz kleine
Bewegungen auslösen können, die dann hochverstärkt auch für andere zu
hören sind. Der Patient hört diese Geräusche aber ganz laut, weil sie
direkt am Innenohr sind."
Lärm als
Ursache
"Eine der häufigsten Ursachen für die Entstehung der subjektiven
Ohrgeräusche ist ein Lärmschaden", so Dr. Held. Dieser kann akut
sein, etwa nach einem Disco- oder Konzertbesuch. Auch ein Silvesterknaller
kann ein akutes Ohrgeräusch auslösen. "Diese akuten Geräusche
verschwinden meist wieder von allein", sagt AOK-Experte Held.
"Es gibt aber auch Schäden, die durch chronischen Lärm entstehen,
zum Beispiel bei großer Belastung am
Arbeitsplatz durch Maschinengeräusche." Weitere mögliche Auslöser
für Tinnitus können Stoffwechselerkrankungen, Tumore, Blutgefäßmissbildungen,
Kiefergelenkschäden, Halswirbelsäulenschäden, Depressionen oder Stress
sein. Sie kommen aber nur selten vor.
Die Ohren schonen
Wer erheblicher Lautstärke ausgesetzt war und danach Ohrgeräusche
bemerkt, sollte Lärm meiden, rät AOK-Experte Held. "Auch wenn die
Geräusche nach einem Disco-Besuch meist nach kurzer Zeit von allein
verschwinden, so bedeutet es doch, dass der Betroffene lärmempfindlich
ist. Er muss auch in Zukunft mit verstärktem Lärmschaden rechnen, wenn
er sich großer Lautstärke aussetzt." Wenn ein Tinnitus plötzlich
neu auftaucht, mehr als zwei Tage anhält, wenn der Betroffene Schwindel
verspürt oder schlechter hört als vorher, dann sollten Betroffene auf
jeden Fall zum Arzt gehen. Ist die Ursache des Tinnitus´ eine andere
Erkrankung, muss diese behandelt werden.
Abschalten lernen
"Tinnitus ist für viele Betroffene eine starke seelische
Belastung", sagt Held. "Egal welche Ursachen anhaltende Ohrgeräusche
haben, jede Therapie sollte dem Patienten auch Techniken vermitteln, mit
denen er die seelische Belastung überwinden oder zumindest beherrschen
lernen kann. Das sollte ein entsprechender Psychotherapeut machen, der
dann mit dem Patienten die optimale Therapie oder Methode einübt."
< zurück zur Archiv-Übersicht
|
|