Archiv Januar 2002                                                                   

Hörprobleme im Beruf:
Das sind die Warnsignale

(fgh) Die schlechte Nachricht vornweg: Hörprobleme darf man nicht auf die leichte Schulter nehmen, weil sie zu großen Problemen wie Abrutschen in die Einsamkeit oder sogar zum Verlust des Jobs führen können. Sie sind heutzutage nicht mehr ausschließlich ein Problem der Senioren. Auch immer mehr Jüngere haben Probleme beim Hören. Bei einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der Vereinigung der Hörgeräte-Industrie gab fast jeder Zweite (43,8%) zwischen 40 und 59 Jahren an, Hörprobleme zu haben. Die gute Nachricht gleich hinterher: Wenn man Hörprobleme rechtzeitig erkennt und zum Hörgeräte-Akustiker geht, kann man mit modernen Hörgeräten sehr gut hören und verstehen.

Uschi S. (52) ist ein Beispiel dafür: Sie ist mittelgradig schwerhörig, als Sekretärin beruflich voll aktiv und trägt moderne volldigitale Hörgeräte, die nahezu unsichtbar im Gehörgang verschwinden. Sie führt viele Gespräche und telefoniert häufig. "Durch einen nicht erkannten Hörsturz wurde meine Hörfähigkeit stark eingeschränkt", berichtet sie. "Ich selbst merkte es eigentlich nicht sofort. Erst als ich bei Gesprächen und Besprechungen immer wieder `Wie bitte?´ fragen und bei Restaurantbesuchen mit meinem Mann angestrengt aufpassen mußte, ging ich zum Hörgeräte-Akustiker", erzählt sie. Uschi S. ist ein typischer Fall. Niemand möchte es gern wahrhaben, nicht mehr so gut zu hören wie früher."
Doch wer bei der Arbeit Augen und Ohren offen hält, kann bei Kollegen und natürlich auch bei sich Warnsignale für Hörprobleme entdecken: Am Anfang stehen Probleme bei Gesprächen und Besprechungen. Die Betroffenen bekommen nicht mehr alles mit; die Kommunikation wird sehr anstrengend. Auch das Telefon entlarvt Menschen mit Hörproblemen. Einerseits überhören Sie leicht das Klingeln, andererseits müssen sie häufig nachfragen.

Weil Schwerhörige schlecht Sprache aus Hintergrundgeräuschen herausfiltern können, haben sie besonders Probleme bei Restaurantbesuchen, im Bahnhof, auf dem Flughafen etc.

Uschi S. konnte bei ihren Hörproblemen geholfen werden. Sie hat bei einem Hörgeräte-Akustiker volldigitale Hörgeräte bekommen. Mit diesen Geräten "kann ich wieder alles mitbekommen, problemlos telefonieren und an Unterhaltungen im Restaurant teilnehmen", freut sie sich.
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Hörschäden durch Spielzeug-Handys

Klingelnde und piepsende Spielzeug-Handys können bei Kindern zu dauerhaften Gehörschäden führen. Das ergab ein COMPUTERBILD-Test. Die Zeitschrift ließ die Lautstärke von 16 im Handel gekauften Kinderhandys von einem unabhängigen Testlabor überprüfen.

Das alarmierende Ergebnis: Nur ein einziges Spielzeug bestand alle amtlich zugelassenen Messungen. Einige Produkte sind, direkt ans Ohr gehalten, sogar lauter als ein Düsenjet in 15 Metern Entfernung oder eine Trillerpfeife in einem Meter Entfernung. Das lauteste Spielzeug erreichte bei einer Schalldruckmessung 133 dB(A). Die "Fördergemeinschaft Gutes Hören" warnt: Dieser Wert liegt über der Schmerzschwelle von 120 dB(A).

COMPUTERBILD berichtet weiter, dass einige Kinderhandys die Grenzwerte der "Europäischen Spielzeugrichtlinie" und der dazu gehörigen Norm "EN 71/1" weit überschreiten. Experten bestätigen der Zeitschrift, dass Spielzeuge, die diese Norm nicht erfüllen, nicht verkauft werden dürften.

Darüber hinaus warnt Professor Hans-Peter Zenner, Direktor der Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde in Tübingen: "Schon ab 85 Dezibel tritt eine Gehörgefährdung ein." Sein Kollege Dr. Hans-Michael Strahl: "Wenn sich Kinder dauerhaft mit zu lautem Spielzeug beschäftigen, kann es zu irreversiblen Hörschäden kommen."

Quelle: Computerbild
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Krach kann krank machen

(psg) "Was für ein schrecklicher Krach!" Wer sagt oder denkt das nicht mindestens einmal am Tag. Die Mehrheit der Deutschen fühlt sich durch Lärm belästigt. Aber nur wenigen ist bewusst, dass Radau jeglicher Art auch krank machen kann. Die schlimmsten Folgen von zuviel Lärm sind Hörschäden. Zu laute Töne zerstören empfindliche Zellen im Ohr, die für das Hören notwendig sind. Ein Hörschaden kann dazu führen, dass - vor allem ältere Menschen - ihre sozialen Kontakte verlieren. Bei Kindern kann ständiger Krach zu Konzentrationsschwächen führen. Die AOK hat einige Tipps für einen gesunden Umgang mit Lärm zusammengestellt:
Ruhe ist zur Erholung notwendig: Das Schlafzimmer sollte möglichst der ruhigste Raum in der Wohnung sein. Hintergrundgeräusche sind oft überflüssig. Fernseher, Radio oder Stereoanlage sollten nur laufen, wenn es notwendig ist - und in angemessener Lautstärke. Bei allen Tätigkeiten, die mit großem Lärm verbunden sind - sowohl im beruflichen als auch im privaten Bereich -, schützt ein Gehörschutz vor einem allzu schädlichen Lärmpegel. In der Freizeit brauchen auch die Ohren "Erholung". Deshalb sollten Aktivitäten gemieden werden, die mit viel Lärm verbunden sind. Kinderspielzeuge - wie Knackfrösche und Schreckschusspistolen - können schon bei kurzzeitiger Einwirkung erhebliche Gehörschäden verursachen.

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High-Tech im Ohr vom Hörakustiker

(fgh) Fällt das Stichwort Hörgerät, denken viele Menschen immer noch an Hörkästen, die um den Hals hängen, rauschen und pfeifen. Doch die technische Entwicklung hat in den letzten Jahren einen Quantensprung vollzogen.

Moderne Hörgeräte können analoge oder voll digitale Technik beinhalten, die Spanne recht vom Hinter-dem Ohr-Gerät bis hin zum kaum sichtbaren Hörsystem im Gehörgang. Für die Sichtbaren gibt es Dutzende von Farben und Formen. Hörakustiker begrüßen diese Entwicklung: "Die Auswahl ist so groß, dass wir unter 500 Hörsystemen das richtige für unsere Kunden auswählen können." Die kleinen Hörsysteme entfalten jedoch nur durch die Leistung des Hörakustikers ihre große Wirkung.

Das ausgewählte Hörsystem wird im Fachgeschäft vom Hörakustiker per Computer genau dem Gehör des Kunden angepasst. Bei verschiedenen digital programmierbaren Hörsystemen kann der Benutzer durch individuell programmierbare Einstellungen die Geräte auf seine akustische Umgebung einstellen. So wird der Benutzer auch bei unterschiedlichen Hörsituationen wie bei einem normalen Gespräch, in lauter Umgebung, bei einem Telefongespräch oder beim Musikhören das meiste hören und verstehen.

Besonders erfreuliche Hörergebnisse erleben Schwerhörige mit der voll digitalen Technik: Moderne Hörsystemtechnik kann so perfekt vom Hörakustiker eingestellt werden, dass sich die Geräte den unterschiedlichen Hörsituationen automatisch anpassen. Die Lautstärke wird vollautomatisch reguliert und sowohl Stimmen als auch Klänge brillant wiedergegeben.

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Schlau ist nur die Frau 
Weiblichkeit sorgt für mehr Intelligenz

(dgk) Schlechte Nachrichten für alle Männer: Der Mensch verdankt seine Intelligenz dem weiblichen Geschlecht. Zu diesem Schluss kamen Humangenetiker der Universität Ulm bei der Untersuchung der Erbanlagen. Dabei stellte das Team um Professor Dr. Horst Hameister Unterschiede bei der Verteilung der Intelligenz-Gene auf den X- und Y-Chromosomen beim Menschen fest. Während sie auf den weiblichen X-Chromosomen viele dieser Gene fanden, konnten sie auf dem Y- Chromosom, das nur bei Männern vorhanden ist, keine Gene feststellen, die für die Entwicklung von Geisteskraft bedeutend sind.
Der Grund ist logisch: Dass auf dem X-Chromosom Gene liegen, die für die Entwicklung jeder einzelnen Tierart verantwortlich sind, ist seit langem bekannt. Für die Entwicklung eines neuen Spezies spielt insbesondere die Partnerwahl eine entscheidende Rolle. Das lehrt uns schon Charles Darwin. Da generell das Weibchen für die Wahl des Partners verantwortlich ist, liegt es an ihr, wie der Nachwuchs beschaffen ist.

Im Tierreich ist dieser Selektion die ungeheure Vielfalt und Schönheit der Natur zu verdanken. Bei den Menschen hängt es somit ebenfalls von den Frauen ab, ob die Nachkommen intelligenter werden oder nicht. Denn auch hier gelten die gleichen Regeln der sexuellen Selektion wie bei den Tieren. Der Vorteil bei den Zweibeinern: "Mit einer überragend ausgebildeten Intelligenz gelingt es nicht nur, für viele Frauen attraktiv zu sein und mit ihnen Nachkommen zu zeugen; die selben Gene verleihen auch im Überlebensrespektive im täglichen Existenzkampf Erfolg," erläutert Hameister.

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Wenn Kinder nicht richtig hören
Gutes Hören und uneingeschränkte Sprachentwicklung hängen
unmittelbar zusammen

Angeborene Hörminderungen treten ein- bis zweimal bei 1.000 Geburten auf. Zwanzig mal höher liegt die Häufigkeit bei Risikokindern, deren Mütter während der Schwangerschaft gesundheitliche Probleme hatten. Kindliche Hörstörungen können auch durch Infektionskrankheiten wie Mittelohrentzündungen, Mumps oder Röteln verursacht werden.

Nach heutigen Erkenntnissen werden im Alter von vier bis sechs Monaten die Grundlagen für das Sprechen gelegt und die vielfältigen Vernetzungen des Hörsinns im Gehirn des Kleinkindes geknüpft. Früherkennung und rechtzeitige Therapie sind daher für die emotionale und soziale Reifung sowie den späteren Lebensweg eines hörgeschädigten Kindes von elementarer Wichtigkeit.

"Je eher ein Kind mit HörSystemen versorgt wird, umso günstiger sind die Prognosen für die Sprachentwicklung. Wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge kann eine im ersten Lebensjahr begonnene Therapie eine nahezu normale Sprachentwicklung und damit die volle soziale Integration gewährleisten," so Dr. Günter Reuther von der Medizinischen Hochschule Hannover.

In den meisten Fällen sind es die Eltern, denen das Hörproblem ihres Nachwuchses auffällt. Dann etwa, wenn Reaktionen auf akustische Reize ausbleiben oder die Sprachentwicklung ins Stocken gerät. Im Rahmen der bisher vorgesehenen frühkindlichen Routineuntersuchungen ist der Hörtest erst im Alter von zehn bis zwölf Monaten vorgesehen. Dann sind jedoch nach Expertenmeinung bereits die wichtigsten Entwicklungsstufen verpasst worden. Außerdem haben diese Kinder schon Verhaltensweisen eingeübt, um den unbewussten Mangel bestmöglich zu kompensieren. Wenn der Kinderarzt also mit dem häufig praktizierten Händeklatschen das Gehör testet, kann es durchaus zu einer Reaktion des Kindes kommen, weil es auf einen damit verbundenen optischen oder haptischen Reiz reagiert. Der Hörtest bliebe demnach ohne Befund und weitere nicht einholbare Zeit verstreicht. Das Durchschnittsalter, in dem frühkindliche Hörprobleme in Deutschland im Durchschnitt erkannt und behandelt werden, liegt bei 31 Monaten.

Altersgerechte Sprachentwicklung dank moderner HörSysteme

Bei einem sehr großen Teil der Hörminderungen können frühzeitig angepasste HörSysteme zu einer normalen Entwicklung des Kindes beitragen. Mit uneingeschränkt ausgebildeter Fähigkeit zur Kommunikation mit allen Sinnen haben diese Kinder für das Leben als Erwachsene die gleichen Startchancen wie normal Hörende. Die Anwendung von HörSystemen ist bei fachgerechter Betreuung durch HNO-Arzt und Hörgeräte-Akustiker unproblematisch. Die Kleinen reagieren normalerweise positiv auf die Hörhilfen, da sie ihnen deutliche Verbesserungen und unmittelbare Hörerlebnisse verschaffen. Vorurteile gegenüber Hörgeräten, wie sie bei Erwachsenen auch heute noch verbreitet sind, spielen naturgemäß keine Rolle.

Die Technik, mit der moderne digitale HörSysteme ausgestattet sind, verfügt über ein weitreichendes Leistungspotenzial und ist in der Lage, Hörprobleme individuell optimal auszugleichen. Dabei werden die jeweiligen Einstellungen in regelmäßigen Kontrollen überprüft und den Veränderungen des Hörvermögens angepasst. Für die speziellen Anforderungen, die HörSysteme für kleine und heranwachsende Kinder stellen, gibt es entsprechende Geräte auf dem Markt. Sie werden in verschiedenen Größen angeboten und in angemessenen Zeitabständen neu angepasst, weil sich die Kinder im Wachstum befinden. Handhabung und Ausführung berücksichtigen den ausgeprägten Bewegungs- und Spieltrieb der Kinder. Außerdem gibt es diese HörSysteme in frischen bunten Farben und ansprechendem Design. Dadurch werden sie ohne größere Probleme gerne angenommen und auch getragen.
Forum Besser Hören
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Zitronensaft gegen Thrombose?

(dgk) Zitronensaft schützt vor Thrombosen, das ergab eine Studie der Universität in Nagoya (Japan). Zur Hälfte mit Wasser gemischt, soll das saure Getränk auf langen Flügen das so genannte Touristenklasse- Syndrom abwehren, indem es die Blutzirkulation fördert. Der Versuch mit 13 Probanden ergab, dass 60 Milliliter Flüssigkeit versetzt mit 50 Prozent Zitronensaft die Bluttransfer in den Venen um durchschnittlich 19 Prozent beschleunigt.
Um den Saft der Zitrusfrucht als Schutz vor einer lebensgefährlichen Thrombose zu nutzen, empfiehlt die Universität unmittelbar vor dem Flug und dann alle fünf Stunden ein Glas des sauren Cocktails.
Mediziner raten zudem bei längeren Flügen zu regelmäßiger Bewegung der Beine. Besonders gefährdete Fluggäste - mit Krampfadern und anderen Venenleiden - sollten viel trinken, beispielsweise Orangensaft oder MineraIwasser, und gegebenenfalls Thrombosestrümpfe tragen. Die Gefahr einer Reise- Thrombose besteht allerdings erst bei einer Flugdauer von mehr als sechs Stunden.

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Tinnitus entsteht oft durch Lärm
Wenn´s im Ohr pfeift und hämmert

(psg). Wenn es im Ohr klingelt, piept, hämmert, pocht, summt, knattert oder pfeift, dann sind das typische Anzeichen für Tinnitus. "Etwa 30 Prozent aller Menschen haben im Laufe ihres Lebens irgendwann mal einen
Tinnitus", sagt Dr. Michael Held, Hals-Nasen-Ohren-Arzt beim AOK-Bundesverband. Häufig verschwinden solche Ohrgeräusche von selbst wieder. Hauptursache für die Entstehung des Tinnitus ist Lärm.

"Tinnitus ist die medizinische Bezeichnung für jedes Geräusch, dass der Betroffene selbst, aber kein anderer hört", so AOK-Experte Held. Diese Ohrgeräusche, die nur die Betroffenen selbst wahrnehmen, werden subjektiver Tinnitus genannt. Bei subjektiven Ohrgeräuschen klagen die Betroffenen meist über dauerhafte Töne wie Rauschen, Zischen und Pfeifen in unterschiedlicher Lautstärke. "Manche Patienten nehmen diese Töne nur bei absoluter Ruhe wahr. Andere hören sie ständig. Letzteres ist für die Betroffenen sehr belastend",
erklärt der HNO-Arzt.

Geräusche verstärken
Außerdem gibt es noch den so genannten objektiven Tinnitus. "Diese Geräusche können durch entsprechende Verstärkung auch für andere hörbar gemacht werden" weiß Hals-Nasen-Ohren-Arzt Held. "Wesentlich häufiger und auch belastender ist aber der subjektive Tinnitus." Beim objektiven Tinnitus wird meist ein pulsierendes oder klopfendes Geräusch festgestellt. "Es gibt im Mittelohr kleine Muskeln, die ganz kleine Bewegungen auslösen können, die dann hochverstärkt auch für andere zu hören sind. Der Patient hört diese Geräusche aber ganz laut, weil sie direkt am Innenohr sind."

Lärm als Ursache
"Eine der häufigsten Ursachen für die Entstehung der subjektiven Ohrgeräusche ist ein Lärmschaden", so Dr. Held. Dieser kann akut sein, etwa nach einem Disco- oder Konzertbesuch. Auch ein Silvesterknaller kann ein akutes Ohrgeräusch auslösen. "Diese akuten Geräusche verschwinden meist wieder von allein", sagt AOK-Experte Held. "Es gibt aber auch Schäden, die durch chronischen Lärm entstehen, zum Beispiel bei großer Belastung am
Arbeitsplatz durch Maschinengeräusche." Weitere mögliche Auslöser für Tinnitus können Stoffwechselerkrankungen, Tumore, Blutgefäßmissbildungen, Kiefergelenkschäden, Halswirbelsäulenschäden, Depressionen oder Stress sein. Sie kommen aber nur selten vor.

Die Ohren schonen
Wer erheblicher Lautstärke ausgesetzt war und danach Ohrgeräusche bemerkt, sollte Lärm meiden, rät AOK-Experte Held. "Auch wenn die Geräusche nach einem Disco-Besuch meist nach kurzer Zeit von allein verschwinden, so bedeutet es doch, dass der Betroffene lärmempfindlich ist. Er muss auch in Zukunft mit verstärktem Lärmschaden rechnen, wenn er sich großer Lautstärke aussetzt." Wenn ein Tinnitus plötzlich neu auftaucht, mehr als zwei Tage anhält, wenn der Betroffene Schwindel verspürt oder schlechter hört als vorher, dann sollten Betroffene auf jeden Fall zum Arzt gehen. Ist die Ursache des Tinnitus´ eine andere Erkrankung, muss diese behandelt werden.

Abschalten lernen
"Tinnitus ist für viele Betroffene eine starke seelische Belastung", sagt Held. "Egal welche Ursachen anhaltende Ohrgeräusche haben, jede Therapie sollte dem Patienten auch Techniken vermitteln, mit denen er die seelische Belastung überwinden oder zumindest beherrschen lernen kann. Das sollte ein entsprechender Psychotherapeut machen, der dann mit dem Patienten die optimale Therapie oder Methode einübt."

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